Zwischen Kennerschaft und Vorurteil

Zwischen Kennerschaft und Vorurteil

Themenreihe, November 2009 – Februar 2010

 

Eine Kooperation mit der Theatergemeinde Köln im Wallraf-Richartz-Museum – Fondation Corboud und dem Museum Ludwig.

 

Willem Claesz Heda - Stilleben (1632)

Typisch Peter Gaymann: Gewohnt augenzwinkernd nimmt er seine Zeitgenossen ins Visier. Auch der Museumsbesucher ist in seinen Cartoons immer wieder Objekt einer leicht spöttischen und doch selbstentlarvend-versöhnlichen Charakterisierung. So zeigt eine Bildstrecke einen stolzen Papa, der gemeinsam mit dem Sohnemann im Schnelldurchgang große Künstlernamen abhakt und sich am Ende amüsiert zeigt über die treffsichere Zuschreibung seines aufmerksamen Sprösslings, der angesichts eines Werkes von Kandinsky verkündet: „Das hab ich gemacht!“

Amüsant. Gewiß. Doch wie steht es um den Erlebnis- und Erkenntnisgehalt eines Museumsbesuchs, der auf ein karges ‚namedropping’ reduziert wird und sich gegen Ende gar zu einem amüsierten „Das kann ich auch!“ steigert?

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Hauptweg und Nebenwege

Hauptweg und Nebenwege

Themenreihe, September – November 2009

 

Eine Kooperation mit der Theatergemeinde Bonn im Arp Museum Bahnhof Rolandseck, dem Kunstmuseum Bonn und dem Bonner Kunstverein.

 

August Macke - Seiltänzer, 1914 (Detail)

 

Für den Kunstsammler Heinz Berggruen war das 1929 von Paul Klee gemalte Bild Hauptweg und Nebenwege Symbol für seinen Lebensweg als Kunstliebhaber. Den Hauptweg zu verlassen bedeutet sicherlich genauer hinzuschauen, denn Nebenwege sind nicht zuverlässig ausgetreten. Dabei gerät auch vermeintlich Abseitiges in den Blick, weckt Interesse für bisher Unbekanntes.

Auch im zweiten Halbjahr 2009 möchten wir den „Hauptweg“ der Kunstbetrachtung ein wenig verlassen, um auf „Nebenwegen“ den Blick zu entschleunigen, um ein eigenes Tempo für den Blick auf die Kunst zu finden.

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Von Hans Arp bis Richard Meier – Von Fra Angelico bis Giorgio Morandi

Von Hans Arp bis Richard Meier – Von Fra Angelico bis Giorgio Morandi

Themenreihe, März – Juni 2009

 

Eine Kooperation mit der Theatergemeinde Bonn und dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

 

Giorgio Morandi, Stillleben mit Flasche und Gläsern, 1945:1955

Kunst wirkt! Aber wie? Welche Bedingungen müssen erfüllt sein? Was muss ich wissen, was kann ich sehen? Was bedingt die Ausstellungs-Architektur, was die eigene Haltung? Fragen, denen wir uns in einem etwas anderen Seminar zum Thema Kunst und Kunstbetrachtung stellen wollen.

Es wird ein intensiver und vielleicht etwas anderer Blick auf Kunst, Kunstgeschichte und Architektur geworfen. Eingangs werden wir uns mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut machen und den Museumskomplex des Arp Museums Bahnhof Rolandseck aus eigener Anschauung kennen lernen (1. Seminareinheit). Dabei werden sowohl historische Hintergründe und Museumskonzepte als auch das Wechselspiel von Architektur und Kunst diskutiert.

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Zu Gast bei den Künstlern Petra Siering, Raimund Kaiser, Josef Wolf und Friedhelm Falke

Zu Gast bei den Künstlern Petra Siering, Raimund Kaiser, Josef Wolf und Friedhelm Falke

Atelierbesuche, Februar – Juni 2009

 

Eine Kooperation mit den beteiligten Künstlern und der Galerie Schneider – Zeitgenössische Kunst in Bonn – Bad Godesberg.

 

Petra Siering - Zwei Richtungen, 2004

Ausgehend von einer Präsentation zeichnerischer Arbeiten der Künstlerin Petra Siering in den Räumlichkeiten der Theatergemeinde Bonn möchten wir Ihnen Anfang 2009 die Möglichkeit einer weitergehenden Auseinandersetzung mit ihrem Werk in Form eines Atelierbesuchs bieten.

Vor Ort werden wir gemeinsam mit der Künstlerin einen umfassenden Überblick über ihre künstlerische Position gewinnen, die auch ganz wesentlich durch ihre plastischen Arbeiten bestimmt wird. Im Gespräch und in der praktischen Anschauung werden wir Ihre Sicht- und Arbeitsweise kennenlernen, werden eigene Beobachtungen machen, beschreiben, Eindrücke sammeln. Ein ergänzender Rundgang im Aussenbereich des Ateliers, wo eine Vielzahl ihrer plastischen Arbeiten zu sehen ist, wird dabei zum Vergleich mit dem zeichnerischen Werk herausfordern.

Mit unserem Besuch bei Petra Siering starten wir eine Reihe, die Sie mit unterschiedlichen künstlerischen Postionen zeitgenössischer Kunst bekannt machen möchte. Der Atelierbesuch – so unsere, aus eigener Erfahrung abgeleitete Einschätzung – bietet dabei nicht zuletzt aufgrund der ganz eigenen Atmosphäre eine besonders intensive Möglichkeit der Kunstbetrachtung. Was unsere Atelierbesuche zu einem besonderen Format macht, ist die zeitliche, für unsere Betrachtungsweise wesentliche Dimension.

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