Der entschleunigte Blick nach vorn: Das Arp Museum im Dialog!

 

07. April 2022 – In der Ausstellung „Bettina Pousttchi – Fluidity“ und dem historischen Bahnhofsgebäude.*

 

17:00 bis 19:30 Uhr

 

Kosten: € 21,50 pro Person inkl. Museumseintritt
Anmeldungen ab sofort – Sie erhalten eine Anmeldebestätigung
Stichwort „Pousttchi bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: kurz vor 17:00 Uhr im Kassenbereich des Museums

 

Haben Sie schon einmal Leitplanken Tango tanzen gesehen? Oder Baumschutzbügel, die nach Maßgabe einer geheimnisvollen Choreographie ein dynamisch-raumgreifendes Ballett aufführen? Nein? Sollten Sie aber.

Und deshalb möchten wir Sie mit dem Werk von Bettina Pousttchi bekannt machen, einer Künstlerin, die allzu Vertrautes in ganz neue Zusammenhänge zu bringen vermag. Dabei entstehen Arbeiten und Konstellationen von überraschend leichter, oft sogar heiterer Wesensart. Spielerisch führt Bettina Pousttchi uns von Außen nach Innen, vom Banalen zum Besonderen, vom Politischem zum Utopischen, von West nach Ost.

Dabei wird unter anderem der öffentliche Raum als politischer Raum eine Rolle spielen, werden wir über kulturgebundene Materialien sprechen und über den Zusammenhang zwischen Werk, dessen Wirksamkeit und umgebender Architektur nachdenken können.

Anlaß für diese neue Reihe ist das 15jährige Jubiläum des Arp Museums, das wir mit dieser Reihe begleiten möchten. An jedem ersten Donnerstag im Monat werden wir zunächst einen entschleunigten Blick in die aktuellen Ausstellungen, bzw. die Architektur des Hauses werfen. Anschließend finden wir uns im Nordsaal des historischen Bahnhofs ein, wo wir – unterstützt durch eine Powerpoint-Präsentation – Aspekte unseres Rundgangs im Gespräch mit Ihnen vertiefen möchten.

Wir freuen uns und sind gespannt!

Herzlichen Gruß

Olaf Mextorf + Judith Graefe

 

aus dem Ankündigungstext des Museums:

Bettina Pousttchi wurde 1971 in Mainz geboren, heute lebt und arbeitet sie in Berlin. Ihre international mit großem Erfolg präsentierten Arbeiten bewegen sich zwischen Skulptur, Video und Fotografie. Als Auftaktausstellung für das Themenjahr 2022 »Wegweiserinnen« folgen wir Bettina Pousttchis vielgestaltigen Arbeiten und stellen uns dabei die Frage nach Orientierung in unerwarteten und neuen Zusammenhängen.

 

über die Ausstellung (Auszug):

In der Ausstellung werden Skulpturen, Reliefs und Fotografien aus den letzten sieben Jahren gezeigt, wobei der Titel »Fluidity« auf die wandelbare, fließende Form ihrer Werke verweist. Allzu vertrautes Stadtmobiliar wie Baumschutzbügel, Straßenpfosten oder Leitplanken deformiert sie mechanisch, beschichtet sie mit Farbe oder poliert sie auf Hochglanz. Derart transformiert erhalten die vorgefundenen Objekte eine innovative und häufig dynamische Ästhetik. Zu Gruppen arrangiert werden aus den abstrakten Formen wie etwa den Squeezers oder den Vertical Highways Figuren, die miteinander kommunizieren und interagieren. Ihren ursprünglichen Zweck, die Ordnung im öffentlichen Raum herzustellen, verlassen die industriell hergestellten Elemente und werden zu Individuen, die den Ausstellungsraum beleben.