Manche seiner Filmsequenzen sind der Zeit enthoben, kommen zum Stillstand. Und diesen konzentrierten Moment des Innehaltens hat Wim Wenders immer wieder auch photographisch herausgefordert. Der Blick durch den Sucher seiner analogen Kamera braucht Zeit, sehr viel Zeit, kostbare Zeit. Doch was wir in seinen Photographien dann finden ist zeitlos und voller Poesie. Sein photographisches Werk zeigt Wenders – darin gleicht er seinem Lieblingsmaler Edward Hopper – als einen melancholisch-geheimnisvollen Erzähler des Alltäglichen.

Olaf Mextorf