Themenreihe, Juni – September 2013

 

Kunstseminar im Wallraf-Richartz-Museum – Fondation Corboud, der Bundeskunsthalle Bonn, dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck und der kunstgaleriebonn.

 

Paul Hippolyte Delaroche – Herodias mit dem Haupt Johannes des Täufers, 1843

Dieses Mal wollen wir uns ausführlich den Frauen in der bildenden Kunst widmen.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden Frauen auf unendliche viele Rollen festgelegt und in der bildenden Kunst dargestellt. Wie haben Künstler und Künstlerinnen Frauen gesehen, welche Klischees wurden geprägt und wie war ihre Rolle innerhalb der Gesellschaft? Welche Wege haben Künstlerinnen beschritten und welche Ziele verfolgen sie heute? Diese Kernfragen wollen wir gewohnt entschleunigt – und diesmal wieder an verschiedenen Orten – diskutieren.

Zunächst treffen wir die leidenschaftliche Geliebte, die unbezwingbare Heldin, die femme fatale oder die aufopferungsvolle Mutter (1. Seminareinheit am 22. Juni 2013). Eine Auswahl dieser sehr konträren Frauenbilder ist in der ständigen Sammlung im Wallraf-Richartz-Museum – Fondation Corboud, Köln versammelt. Außerdem haben wir die Gelegenheit, den Bildern von Frauen sprichwörtlich ganz nahe zu kommen. In der Graphischen Abteilung wird uns eine Auswahl von Originalen vorgelegt.

In der Bundeskunsthalle (2. Seminareinehit am 13. Juli 2013) begegnen wir dann einer Frau, die sicher zu DEN historischen Persönlichkeiten zählt und deren Rezeption bis heute eine ungemeine Faszination ausübt: „Kleopatra!“ Seit 2000 Jahren ranken sich Legenden und Geschichten um die Traumfrau der Antike, die seitdem sowohl in der bildenden Kunst als auch in rund achtzig (!) Filmen immer wieder ihren Auftritt hat – dabei unvergessen als antike Diva: Elisabeth Taylor

Im Arp Museum (3. Seminareinheit am 24. August 2013) wird derzeit eine Ausstellung gezeigt, die eine Auswahl an Porträts von 1500 bis in die zeitgenössische Kunst vereint. In der Ausstellung „Das inszenierte Ich“ wollen wir uns gefangen nehmen lassen von eindrucksvollen Frauen-Bildnissen, die gleichzeitig auch unterschiedlichste Rollenbilder sind – allerdings aus überwiegend männlicher Sicht.

Mit dem Werk zweier zeitgenössischer Künstlerinnen möchten wir den Themenkreis abrunden. Dazu treffen wir uns in der kunstgaleriebonn (4. Seminareinheit am 21. September 2013), wo wir die künstlerischen Positionen von Max Cole (geb. 1937 in Kansas) und Schirin Kretschmann (geb. 1980 in Karlsruhe) kennenlernen werden und zur abschließenden Diskussion unserer Themenreihe anregen möchten.

 

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/kleopatra-in-der-bonner-kunsthalle-die-koenigin-der-koenige-12282281.html

http://arpmuseum.org/ausstellungen/wechselausstellungen/rueckblick/das-inszenierte-ich.html

http://clementschneider.de/kuenstler/max-cole/

http://clementschneider.de/kuenstler/schirin-kretschmann/

http://clementschneider.de/publikation/