Der Kiosk Mehrwert befindet sich derzeit im Aufbau.
Daher ist das „Sortiment“ noch nicht vollständig.
Schauen Sie demnächst einfach mal wieder vorbei!

 

Aber, woran denken Sie bei dem Wort Kiosk? An Rettung in letzter Not? Weil es hier auch Sonntags Ersatz für die sauer gewordene Milch gibt und der Frühstückskaffee somit gerettet ist? Oder an die beste Zeitschriftenauswahl weit und breit? Oder an den kurzen Informationsaustausch, bevor es mit einer Flasche Rotwein zu guten Freunden geht?

Gut sortiert und doch übersichtlich, mit besonderer, wenn nicht gar spezieller Atmosphäre und immer dann noch offen, wenn andernorts die Rollläden schon runtergelassen sind.

Und bei Mehrwert? Doch nicht etwa an die ungeliebte Steuer? Dann doch eher an die Veredlung von Rohstoffen zu (Kultur-)Gütern, die der Mensch zum (Über-)Leben braucht? Und da kommen wir unserer Sache schon näher, denn jetzt ließe sich wieder einmal trefflich darüber streiten, welche Bedeutung Kunst und Kultur heutzutage noch haben. Hält man es mit Heiner Müller, für den Kunst  Luxus darstellt oder gehört man zur Fraktion von Adolf Muschg, für den Kunst ein Lebensmittel ist?

Sie merken es schon: Unser Kiosk Mehrwert will anregen. Zum gemeinsamen Nachdenken, zum Austausch, vielleicht auch zur Zuspitzung – produktiver Streit nie ausgeschlossen.

Seien Sie herzlich willlommen! Der Kiosk Mehwert hat rund um die Uhr geöffnet!

 

Kiosk etc. EhrenfeldKioskentwurf für den Wintergarten Ludwig II. in der Münchner Residenz (Gouache), 1868 (Quelle: Wikipedia Commons)Kiosk Liebigstraße, Köln-Nippes

v.l.n.r.: Kiosk auf der Subbelrather Straße/ Ecke Wissmannstraße in Köln-Ehrenfeld; Kioskentwurf für den Wintergarten Ludwigs II. in der Münchner Residenz von 1868; Kiosk auf der Liebigstraße in Köln-Nippes

 

Definition Kiosk

Ein Kiosk […] ist heute im allgemeinen Sprachgebrauch die Bezeichnung für eine kleine Verkaufsstelle in Form eines Häuschens oder einer Bude. […] Ursprünglich war ein Kiosk ein nach mehreren Seiten geöffneter, freistehender Pavillon in Park- und Palastanlagen im islamischen Kulturraum. In der Fachsprache der Architektur und Landschaftsarchitektur hat der Begriff auch heute noch diese Bedeutung. […] Von Funktion und Form her bestehen mehr oder weniger enge Verwandtschaften zu einem Pavillon, einer Pergola oder einem orientalischen Zelt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kiosk

Kiosk, Trinkhalle, Bude – die Namen sind vielfältig, ebenso wie die äußeren Erscheinungsformen der Gebäude. Von der Reiselektüre über Erfrischungsgetränke, kleine Speisen und Süßigkeiten bis zu Hochprozentigem – alle wichtigen Begleiter einer Reise sind hier am Bahnhofs-Kiosk erhältlich. Aber auch in der bahnhofsnahen Stadt siedelt sich der Kiosk gerne an, verspricht er doch seinem Inhaber zumeist ein kleines, aber stetes Auskommen. Geöffnet ist er dann durchgehend von 6 bis 24 Uhr. Ideal für Berufstätige und Bahnpendler.

Wer weiß schon, dass an Kiosken – am stärksten verbreitet im Ruhrgebiet – im 19. Jahrhundert einst kostenlos Schnaps für Bergleute ausgeschenkt wurde? Die fatalen Folgen für die Arbeitssicherheit führten jedoch schnell zur Einstellung dieser gut gemeinten Wohltat. Stattdessen gab es später kostenlose Milch, um die Gesundheit der rachitischen Industriearbeiter-Kinder zu verbessern. Heute sind Kioske Kommunikationsinseln in der anonymisierten Großstadt, und da, wo die moderne Bahn ihre Bahnhöfe schließt, bleibt der Kiosk oft als einziges Relikt übrig.

http://www.nord-licht.com/realshop/product_info.php?products_id=22

Und dann das: http://www.ruhr-tourismus.de/presse/tag-der-trinkhallen/2016-ist-das-offizielle-jahr-der-trinkhallen.html

 

Kontemplation und Lebendigkeit

Es ist dieses doppelte Bild: einerseits die historische Bauform des Kiosk als Bestandteil einer Gartenanlage, gedanklich verknüpft mit Ruhe und Kontemplation und andererseits der enge quirlige Raum, angefüllt mit vielleicht nicht gerade lebenserhaltenden, so doch aber zumindest lebensversüssenden Substanzen.

Einerseits also Ruhe, Nachdenken, Entspannung und Kontemplation, andererseits der städtisch geprägte Raum des Konsums, der Lebendigkeit und der Kommunikation. Für jede(n) etwas.