Der entschleunigte Blick nach vorn: Das Arp Museum im Dialog!

 

Donnerstag, 02. Juni 2022 – In der Ausstellung „Unwesen und Treiben“ und dem historischen Bahnhofsgebäude.*

 

17:00 bis ca. 19:00 Uhr

 

Kosten: € 21,50 pro Person inkl. Museumseintritt
Anmeldungen ab sofort – Sie erhalten eine Anmeldebestätigung
Stichwort „Sophie“ bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: kurz vor 17:00 Uhr im Kassenbereich des Museums

 

Sie gehört zu den vielseitigsten Künstlerinnen der Avantgarde. Sophie Taeuber Arp (1889-1943) war Gestalterin und bildende Künstlerin, Architektin und Lehrende. Aus dem Schatten ihres Mannes konnte sie nie heraustreten, weil sie dort nie stand.

Ihre führende Rolle in der klassischen Moderne wurde unlängst in einer großen Retrospektive im Kunstmuseum Basel mit dem Titel Gelebte Abstraktion eindrucksvoll belegt. Bei uns steht sie jetzt als eine der großen Wegweiserinnen der Avantgarde im Zentrum unserer Betrachtungen und des gemeinsamen Austauschs.

Denn Sophie Taueber-Arp und ihr Mann sind derzeit Anlaß für ein Experiment, dass das Team des Arp Museums jetzt in Form eines Gedankenspiels, einer Baustelle, eines Experimentalraum präsentier. In diesem Raum werden  wir uns mit gewohnt „entschleunigtem Blicke“ umsehen, um teilzunehmen am Entstehungsprozess einer neuen Dauerausstellung mit den Werken von Sophie Taueber-Arp und Hans Arp. Eine sicherlich ästhetische wie gedankliche Herausforderung.

 

Anlaß für unsere neue Reihemit dem Titel Der entschleunigte Blick nach vorn: Das Arp Museum im Dialog!  ist das 15jährige Jubiläum des Arp Museums, das wir mit dieser Reihe begleiten möchten. An jedem ersten Donnerstag im Monat werden wir zunächst einen entschleunigten Blick in die aktuellen Ausstellungen, bzw. die Architektur des Hauses werfen. Anschließend finden wir uns im Nordsaal des historischen Bahnhofs ein, wo wir – unterstützt durch eine Powerpoint-Präsentation – Aspekte unseres Rundgangs im Gespräch mit Ihnen vertiefen möchten.

Es freuen sich auf einen anregenden Dialog und grüßen herzlich

Judith Graefe + Olaf Mextorf

 

aus der Museumsankündigung:

Bis heute begeistern Sophie Taeuber-Arp und Hans Arp unsere Besucher*innen und Fans der klassischen Moderne auf der ganzen Welt. Getreu dem Arp‘schen Motto »Achtung, Achtung, Achtung. Sensation, Position, Halluzination.« stellen wir die innovative Strahlkraft des Paars in den Mittelpunkt unserer Ausstellungen.

Nach 15 Jahren, in denen die bahnbrechenden Werke in unterschiedlichen Konstellationen und im Dialog mit vielfältigen künstlerischen Positionen in Rolandseck zu sehen waren, richten wir für Sophie und Hans ein neues Zuhause ein. Ab 2023 gilt es die künstlerischen Prinzipien beider Künstler*innen und ihre ungebrochene Aktualität in unserer neuen Dauerausstellung zu entdecken.

Doch wie sieht ein solches Zuhause zweier Pionier*innen der Abstraktion aus? Welche Räume des Austausches, Staunens und Lernens benötigen wir? Wie streichen wir die Wände und welche Kunstwerke hängen wir auf? Welche imaginären Räume können und möchten wir eröffnen?

Die Baumeister*innen, das Team des Museums, werden hierbei vor so manche Herausforderungen gestellt – denken, ordnen, diskutieren, hören, sehen und verorten. Wie mit Nägeln, Hammer und Säge errichten wir bereits jetzt in Gedanken eine neue Heimat für unsere Hauspatron*innen. Dabei beschäftigen uns Fragen wie: Halten unsere Überlegungen den künstlerischen Leitlinien stand? Ist das Fundament der Ideen tief genug? Und welche weiteren historischen und auch zeitgenössischen Balken benötigt die Ausstellung für die Statik?