Tagesseminar und Dialogführungen, Januar und Februar und Juli 2013

 

Die Neupräsentation der Sammlung im Kunstmuseum Bonn

 

Wasserstandsmeldung, Kraftraum 2013

Das Kunstmuseum Bonn ist ein Haus, dessen Architektur, Sammlung und Konzeption einzigartig in unserer Region ist. Anläßlich seines zwanzigjährigen Bestehens präsentiert das Museum seine Sammlung jetzt neu. Unter dem Titel „Wasserstandsmeldung“ – benannt nach der gleichnamigen Arbeit von Reinhard Mucha – hat Direktor Stephan Berg mit seinem Team ein hoch interessantes künstlerisches Spektrum ausgebreitet. Grund für uns, mit Ihnen gemeinsam einige ausgewählte künstlerische Positionen kritisch-konzentriert in den Blick zu nehmen. Bekannte und vielleicht weniger bekannte Künstler bieten dabei einen überraschenden und abwechslungsreichen Blick in die Kunstgeschichte der vergangenen Jahre.

So überwältigt ein neu ausgestalteter Raum von Franz Ackermann, der unlängst mit einer großen Einzelausstellung im Kunstmuseum Bonn begeisterte. Die raumfüllende Arbeit trägt den Titel „Keuzung Blauer Himmel“ und beeindruckt allein schon durch eine alles überstrahlende Form- und Farbfülle. Intensität pur!

Eine weitere malerisch-raumbezogene Position nimmt Thomas Scheibitz ein. Intuitiv in der Heransgehensweise stellen sich bei seinen Werken unweigerlich Assoziationen an unbestimmbare spannungshafte Räumlichkeiten ein.

Für uns eine überaus interessante Entdeckung ist das fotografische Werk von Andreas Gefeller. Der Alltag gerät dem „Landvermesser“ in den Blick, wobei seine spezielle Sichtweise den Bildern eine geheimnisvolle Aura verleiht. Lassen Sie sich überraschen.

Eine der wahrscheinlich bekanntesten jüngeren Positionen soll nicht fehlen: Neo Rauch. Er löst mit den gezeigten Werken Melancholie und Irritation aus, für die er auch bekannt geworden ist.

Gewissermaßen zum „warm werden“ werden wir mit der „Petersburger Hängung“ in einem der zentralen Obergeschoss-Säle beginnen und dessen Wirkung diskutieren. Ausgehend von der gemeinsamen Betrachtung wäre hier u.a. zu überprüfen ob die Idee des „Museums als Bilderspeicher, als ästhetische Batterie“ (Stephan Berg) trägt.

Von diesem „Kraftraum“ (Berg) ausgehend lassen sich erste Verbindungslinien zu den oben bereits genannten künstlerischen Positionen ziehen, die dann den Nachmittag bestimmen sollen. Wir wollen dabei versuchen, die einzelnen Werkzusammenhänge zunächst in Kleingruppen in den Blick zu nehmen, bevor wir sie anschließend beim gewohnten gemeinsamen Rundgang diskutieren.

Als notwendige Zäsur wollen wir aber die Mittagspause nicht vergessen. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der neuen Gastronomie in der Bundeskunsthalle gemacht und schlagen vor, dort Tische zu reservieren, an denen wir uns gemeinsam – jeder wie er mag – stärken und ausruhen. Die Kosten hierfür trägt jeder selbst. Für das weiterführende Gespräch herrscht dort eine angenehme Atmosphäre.

 

http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/kultur/neu-sortierte-dauerausstellung-mit-vielen-ueberraschungen-article786066.html