Architekturbetrachtung im Dialog, April 2017

 

Arp Museum Bahnhof Rolandseck – Richard Meier-Neubau

 

 

Ein 10jähriges Jubiläum ist zu feiern: 2007 eröffnete der Neubau des Arp Museums, entworfen vom amerikanischen Stararchitekten Richard Meier. Grund genug also, das Jahr auch der Architekturbetrachtung zu widmen. Dieses Mal wollen wir versuchen herauszufinden, welche Rolle die Architektur eines Museums bei einer gelingenden Kunstbetrachtung spielt. Raumerleben, Lichtwirkung, Rhythmus und Transparenz werden hierbei einige leitende Sichworte sein.

Jede Wetterlage, jede Tages-, jede Jahreszeit übt Einfluss auf die Architektur des Arp Museums aus, denn das Licht ist, wie Richard Meier selbst sagt, „das wichtigste Baumaterial,“ das ständig wechselnd immer andere Wirkungen erzeugt. Wie aber inszeniert der Architekt den Lichteinfall im Museum? Und wie verhalten sich Wegeführung, räumlicher Rhythmus und die Ausstellungsbereiche zueinander?

Richard Meier selbst hat in Kenntnis der europäischen Architekturgeschichte und grundiert durch eigene Anschauung die These aufgestellt, dass das Museum heute eine vergleichbare Funktion wie die Kathedralen in der Vergangenheit haben könnte.

Und sind Museen nicht längst zu Pilgerstätten kunstbegeisterter Zeitgenossen geworden, Museumsarchitektur ein verlässlicher Magnet für Besucherströme und der Neubau des Arp Museums in Rolandseck nicht ein Beispiel für dieses Phänomen?

Entdecken Sie gemeinsam mit uns die Wirkweise des Arp Museums, diskutieren Sie Funktion, Konzept und architektonische Umsetzung und machen Sie sich Ihr eigenes Bild.

Auf einen anregenden Rundgang freuen sich

Judith Graefe + Olaf Mextorf