Kunstbetrachtung im Dialog
Samstag, 05. Dezember 2026 – In der Ausstellung „Zu den Sternen – Weltraum und Weltflucht seit der Moderne“ im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
11:30 bis 13:00 Uhr
John Wood und Paul Harrison, Filmstill aus Bored Astronauts on the Moon, 2011 (Einkanal-Video, 20 min)
© Courtesy of the artists
Kosten: € 16,50 pro Person zzgl. ermäßigter Museumseintritt
Anmeldungen ab sofort unter:
Anmeldung
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Stichwort „Major Tom“ bitte in der Anmeldung angeben
Treffpunkt: ca. 11:25 Uhr im Kassenbereich des Museums
Ankündigungstext des Museums:
Seit jeher dient der Weltraum als mächtige Projektionsfläche für Sehnsüchte und Utopien – angesichts globaler Krisen hält er immer noch die Vision einer alternativen Existenz bereit. Apokalyptisches Erwachen und exzentrischer Grenzverlust werden mit rund 100 Werken von der Moderne bis zur Gegenwart beleuchtet – u. a. mit Yael Bartana, Max Ernst, El Lissitzky, Katharina Sieverding, Sophie Taeuber-Arp und Emma Talbot. Der Blick in den Weltraum offenbart kosmische Träume und wird zu einer Reflexion über unsere Gegenwart und Zukunft.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts schien der Weltuntergang nahe. Der Halleysche Komet und dessen befürchtete Kollision mit der Erde weckten Ängste und Sehnsüchte. Eine angesichts von Technisierung und Rationalisierung blühende Projektion des Irdischen ins All vervielfachte sich in den Künsten. In der Theorie war es denkbar geworden, den Weltraum zu bereisen, das Wissen um die Astronomie hatte sich potenziert.
Seit den 1980er-Jahren nehmen die kritischen Stimmen an den scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten der Raumfahrt merklich zu. Den Hoffnungen, alternatives Leben auf einem Ersatzplaneten zu finden oder dies zu ermöglichen, steht ein zunehmender Kulturpessimismus entgegen. Die Erkenntnis der Endlichkeit unserer lebenswichtigen Ressourcen angesichts menschlicher Hybris und unseres Fehlverhaltens führt auch in der Kunst zu neuen Diskursen.
Auf einen anregenden Austausch freuen sich
Olaf Mextorf + Judith Graefe
