Kunstbetrachtung im Dialog
Samstag, 13. Februar 2027 – In der Ausstellung „Sprechende Bilder 1400 – 1800: Meisterwerke aus dem Nationalmuseum Luxemburg“ im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
11:30 bis 13:30 Uhr
Kosten: € 18,- pro Person zzgl. ermäßigter Museumseintritt
Anmeldungen ab sofort unter:
Anmeldung
Sie erhalten eine Anmeldebestätigung.
Stichwort „Sprechende Bilder“ bitte in der Anmeldung angeben.
Treffpunkt: ca. 11:25 Uhr im Kassenbereich des Museums
Lucas Cranach d. Ä. (1472–1553) Caritas, kurz nach 1537
© Nationalmuseum Luxemburg/Musée National d’Archeologie, d’Histoire et d’Art (MNAHA), Foto: MNAHA, Tom Lucas
Wie wird Nächstenliebe bildnerisch dargestellt, wie Verrat? Welche biblischen und mythologischen Erzählungen dienen der Bildpropaganda? Wie wurden vor drei- oder vierhundert Jahren Bilder gelesen? Wo und von wem? Und vor allem: Hat das heute noch eine Relevanz, die über das ästhetische Vergnügen und eitle Gelehrsamkeit hinausgeht?
Fragen, mit denen wir uns anhand ausgewählter Bildbeispiele in der Ausstellung „Sprechende Bilder“ befassen wollen.
Ankündigungstext des Museums:
30 Meisterwerke aus dem Nationalmuseum für Geschichte und Kunst, Luxemburg (MNAHA) treten in Dialog mit 19 Highlights der Sammlung Rau für UNICEF – und sind in dieser Fülle erstmals außerhalb des europäischen Nachbarlandes zu sehen. Bildgewaltig erzählen sie Geschichten und Geschichte von der Antike bis zum Barock.
Fast filmisch zieht das Leben Christi in szenischen Bildern an uns vorbei – in mittelalterlichen Handschriftenminiaturen, auf kostbaren Elfenbeintafeln und großen Altären. Mit Humanismus und Gegenreformation verdichtet sich das Erzählen auf den entscheidenden Augenblick: Mimik und Gestik der Figuren sprechen unmittelbar unsere Gefühle an, wecken Mitgefühl, Mitleid oder rauschhafte Freude wie im Titelmotiv „Bacchus, Venus und Amor“ von Rosso Fiorentino. Im dramatischen Licht der Barockmalerei gewinnen Götter, Helden und Heilige monumentale Präsenz. Von Troja über Judäa bis zum Olymp entfaltet sich ein vielstimmiger Bilderreigen – voller Leidenschaft, Lust und Leid. Ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts verschiebt sich der Blick: Historien treten zurück, während Landschaften und Alltagsszenen an Bedeutung gewinnen. Die Natur erscheint kraftvoll und präsent, in der Genremalerei rückt das alltägliche Leben in den Mittelpunkt – mal ernst, mal augenzwinkernd.
