Sich dem künstlerischen Werk von Vincent van Gogh angemessen nähern zu wollen, heißt vor allem, nicht in die Klischee-Falle zu tappen, denn allüberall lauern Sonnenblumen, verbundene Köpfe und amerikanische Vollblutschauspieler.
Deshalb folgen wir van Gogh und seinem Werk von den Ursprüngen her. Grundiert durch dramatische Erfahrungen entwickelt er – gegen viele innere und äußere Widerstände – innerhalb weniger Jahre eine ganz eigenständige Bildsprache. Von dunkeltonig-erdverbundenen Beschreibungen seiner Heimat und Lebenswelt führt sein Weg nach Paris, zu freien Farb- und Formdestillaten. Das Leben in der Metropole, seine Künstlerfreunde und natürlich sein Bruder Theo prägen diese künstlerische Entwicklung maßgeblich mit.
Olaf Mextorf