Der spontane Blick: The House with the Ocean View – eine Stunde von 12 Tagen
Kunstbetrachtung im Dialog, Juni 2018
In der Marina Abramović-Retrospektive „The Cleaner” in der Bundeskunsthalle Bonn.
Anläßlich der exklusiven Re-Performance einer der zentralen Arbeiten von Marina Abramović in der Bundeskunsthalle, möchten wir Ihnen einen spontanen Blick auf das Performance-Geschehen bieten. Wir möchten zunähst, so der Plan, zirka eine halbe Stunde ser Performance beiwohnen, um dann die zweite halbe Stunde züber unsere Beobachtungen zu sprechen. Vielleicht finden Sie Interesse an diesem spontanen Einfall. Es würde uns freuen!
Ist der Weg schon das Ziel? – Wohin führt uns Richard Meier in Rolandseck?
Architekturbetrachtung im Dialog, Juni 2018
Im Neubau des Arp Museums Bahnhof Rolandseck.*
Die „promenade architecturale“, der architektonische Spaziergang beschreibt den Modus, in dem wir uns durch den Neubau des Arp Museums bewegen. Der Architekt, Richard Meier (*1934), bezieht sich hierbei ausdrücklich auf sein großes Vorbild Le Corbusier, der mit dem Begriff „promenade architecturale“ das Erfassen von Architektur durch Beobachtung und Bewegung im Raum beschrieb.
„Schmerzen kann ich aushalten“ – Marina Abramović
Kunstbetrachtung im Dialog, Juni 2018
In der Marina Abramović-Retrospektive „The Cleaner” in der Bundeskunsthalle Bonn.
Sie führt uns in Extrembereiche menschlicher Existenz: Angst, Gewalt, Schmerz. Und sie sucht nach Mitteln des Umgangs mit diesen existenzbedrohenden Phänomenen – und Marina Abramović findet sie – mittels ihrer Performances.
In Kooperation mit dem Moderna Museet in Stockholm und dem Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk und anderen organisiert die Bundeskunsthalle in Bonn 2018 eine umfangreiche Ausstellung zum Werk von Marina Abramović.
Über vierzig Jahre schon erweitert sie die Grenzen der Kunst in neue Wahrnehmungsbereiche. Nach frühen existenziellen Vorstößen zu Grenzbereichen des Körpers bis hin zu ihrer einzigartigen Performance The Artist is Present im Museum of Modern Art in New York 2010 führt Marina Abramović den eigenen Körper in Extremsituationen.
Cadmiumgelb, Rubinrot und Preußisch Blau – Malerei im Farbrausch
Kunstbetrachtung im Dialog, Mai 2018
In der Ausstellung „Rausch der Farbe“ im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.*
Ob als Signal, als Symbol oder Stimmungsträger: Farben umgeben uns, bestimmen unsere Wahrnehmung und oft genug auch unsere Befindlichkeit. Oder ist der graue Novembertag von gleicher Wirkung wie das frische Grün eines Maitages oder das matte Blau eines Mittagshimmels im Hochsommer?
Die Maler aller Zeiten wussten, wie sie Farbe einzusetzen hatten, um gezielt Wirkungen zu erzeugen. Hatte die Farbe in der mittelalterlichen Kunst stark symbolhafte Funktion, so diente sie im Barock dazu, subjektiv emotionale Wirkung zu erzeugen. In den impressionistischen Landschaften wird Farbe zu erlebter Atmosphäre und Stimmung, während die Fauvisten und Expressionisten mittels Farbe etwa einen Gemütszustand darstellten.
Und die gegenstandslose Malerei eines Karl Otto Götz oder Gotthard Graubner? Wie erleben wir diese, nicht länger an die Darstellung einer äußeren Wirklichkeit gebundenen Farbgestaltungen?
Rausch der Farbe – Eine etwas andere Art der Führung…
Kunstbetrachtung im Dialog, Mai 2018
In der Ausstellung „Rausch der Farbe“ im Arp Museum Bahnhof Rolandseck durchgeführt für die Freizeit-Treffs Bonn.
Wie schnell eine farbliche Verfremdung in ein Bild hineinführen kann zeigt das Strandbild von Raoul Dufy. Seh- und Wahrnehmungsgewohnheiten werden auf den Kopf gestellt, der Blick entschleunigt und das Sehen beginnt. Spannungen, Irritationen und Rätselhaftes führen zur eigenen Wahrnehmung zurück.
Wenn die Bundesrepublik Kunst sammelt, geht uns das alle an, denn „Deutschland ist keine Insel“!
Kunstbetrachtung im Dialog, April 2018
In der Ausstellung „Deutschland ist keine Insel“ – Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland in der Bundeskunsthalle Bonn.
Mit dieser Ausstellung beschreibt sich die Bundesrepublik Deutschland – entgegen vielfältig zu beobachtenden Tendenzen – als einen multikulturellen Ort.
Diese Ausstellung bietet nicht nur Raum für den Austausch über kulturelle Grenzen hinweg, sondern fordert geradezu dazu auf, angesichts der ausgestellten Werke über Begriffe wie Offenheit, Toleranz und Reflexion nachzudenken und auch als zukünftige Richt-Werte anzuerkennen. Als Denk-, Seh- und Erfahrungsraum bietet uns diese Präsentation auch die Möglichkeit, sich über einen erweiterten Moderne-Begriff auszutauschen, den der Transmoderne.
100 x „der entschleunigte Blick“! – Zeit zum Feiern am Samstag, den 17. März 2018
Liebe Freundinnen und Freunde des „entschleunigten Blicks“!
Wir richten den „entschleunigten Blick“ jetzt bereits ins zehnte Jahr (siehe Archiv, das langsam Sinn macht) und haben es dank Ihnen bis jetzt auf gut 100 Veranstaltungen gebracht. Grund zum feiern, meinen wir! Wir haben im „Treppchen“ (Weberstraße 42) ab 18:00 Uhr einen Tisch reserviert und möchten Sie auf ein Glas Kölsch einladen. Wir hoffen auf rege Teilnahme und einen anregenden Abend.
Vor allem aber freuen wir uns auf die nächsten 100 Veranstaltungen mit Ihnen!!
Seien Sie herzlich gegrüßt von
Olaf Mextorf + Nicole Birnfeld
Zwischen Figuration und Abstraktion – Thomas Scheibitz hat den Masterplan
Kunstbetrachtung im Dialog, März 2018
In der Ausstellung „Thomas Scheibitz: Masterplan/kino“ im Kunstmuseum Bonn.
An einige Werke von Thomas Scheibitz werden Sie sich vielleicht noch erinnern. In der Ausstellung „Neugierig?“ in der Bundskunsthalle waren 2010 eine Reihe von Arbeiten zu sehen und im Kunstmuseum Bonn haben wir Scheibitz auch schon einmal in den „entschleunigten Blick“ genommen.
Jetzt widmet das Kunstmuseum dem 1968 in Radeberg bei Dresden geborenen und in Berlin arbeitendem Künstler eine umfängliche Ausstellung. Das bietet uns die Möglichkeit des konzentrierten Blicks auf ausgewählte Werke. Wir werden aktuelle Positionen mit früheren Arbeiten im Zusammenhang betrachten und so Entwicklungslinien, Kontinuitäten und Neuansätze entdecken.
Deutschland ist keine Insel – Sammlung Zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland. Ankäufe von 2012 bis 2016
Lehrerfortbildungen, März 2018
Bundeskunsthalle Bonn in der Ausstellung „Deutschland ist keine Insel – Sammlung Zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland. Ankäufe von 2012 bis 2016“
Informationen zur Ausstellung „Deutschland ist keine Insel – Sammlung Zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland“ in der Bundeskunsthalle.
Ankündigungstext der Bundeskunsthalle:
Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Werken, die innerhalb der letzten fünf Jahre von einer Fachkommission für die Sammlung der Bundesrepublik Deutschland angekauft worden sind; darunter sind Arbeiten von namhaften und jungen Künstlerinnen und Künstler zu sehen. Deutschland ist keine Insel trägt der im zeitgenössischen Kontext relevanten Sammlung des Bundes Rechnung und veranschaulicht, wie historische und aktuelle Entwicklungen, kollektive Sehgewohnheiten oder Hinterfragungen von Bildkonstruktionen künstlerisch und modellhaft umgesetzt werden.
Gotthard Graubner – Eine etwas andere Art der Führung…
Kunstbetrachtung im Dialog, März 2018
In der Ausstellung „Gotthard Graubner. Mit den Bildern atmen“ im Arp Museum Bahnhof Rolandseck durchgeführt für die Freizeit-Treffs Bonn.
Eine ganz eigene Seherfahrung kann machen, wer sich behutsam, vorurteilsfrei und offen dem Werk von Gotthard Graubner nähert. Seine „Farbraumkörper“ machen allein vom Begriff her schon neugierig. Und seine ganz und gar malerisch entwickelten Bildräume sind von einer Vielschichtigkeit und sanften Dynamik, die eine Werbeveranstaltung für die gegenstandslose Malerei sind. Eine Malerei, die frei von Bezügen zu einer erinnerten Gegenständlichkeit eigene Erfahrungsräume öffnet.
Über den Wolken – Aspekte aus dem Werk von Gotthard Graubner
Kunstbetrachtung im Dialog, März 2018
In der Ausstellung „Gotthard Graubner. Mit den Bildern atmen“ im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.*
Graubners „Farbraumkörper“ machen allein vom Begriff her schon neugierig. Und wer einmal eine solche Bildkonstruktion gesehen hat, wird sich an die geheimnisvolle Anziehungskraft dieser Werke erinnern. In der Ausstellung „Gotthard Graubner. Mit den Bildern atmen“ werden wir anhand ausgewählter Werkbeispiele Graubners künstlerische Entwicklung hin zu diesen einzigartigen Bildräumen beobachtend begleiten. Von tanzenden Mönchen des Klosters Whangdiphodrang in Buthan bis zu den durchscheinenden Oberflächen seiner »Farborganismen« wird es ein geheimnisvoll-faszinierender Weg sein.
„Ich weiß noch immer nicht, was Pop Art bedeutet…“ – James Rosenquist-Werkschau in Köln
Kunstbetrachtung im Dialog in der Themenreihe „Once in America“, Februar 2018
In der Ausstellung „James Rosenquist – Eintauchen ins Bild“ im Museum Ludwig in Köln.
„Ich weiß noch immer nicht, was Pop Art bedeutet, um ehrlich zu sein.“ Dieses Zitat von James Rosenquist irritiert, zählt er doch zu den Klassikern der amerikanischen Pop Art. Seine mitunter raumfüllenden Riesenformate entwickeln eine Präsenz, die den Betrachter nicht nur an-, sondern in die Bilder hineinzieht. Um diesem Kunst-Erleben auf die Spur zu kommen möchten wir gemeinsam mit Ihnen Schlüsselwerke aus der großen James Rosenquist-Retrospektive im Museum Ludwig in Köln in den „entschleunigten Blick“ nehmen. Diese One-Man-Show wird uns dabei auch als Auftakt einer weiterführenden Auseinandersetzung mit Positionen der amerikanischen Nachkriegskunst dienen. Vielleicht wissen wir am Ende, was Pop Art bedeutet…
Der NS-Kunstraub und unser (Un-)Rechtsbewußtsein – Bestandsaufnahme Gurlitt
Ausstellungsrundgang im kritischen Dialog, Februar 2018
In der Ausstellung „Bestandsaufnahme Gurlitt – Der NS-Kunstraub und die Folgen“ in der Bundeskunsthalle in privatem Auftrag.
Der NS-Kunstraub wirft unzählige Fragen auf: Zu den Hintergründen, den Protagonisten, den politisch-historischen Bedingungen und sicher nach unserem gegenwärtigen Umgang mit diesem Stück deutscher Geschichte. Wie gingen deutsche Behörden mit dem Kunstbesitz des Cornelius Gurlitt um, vom Magazin Focus ehedem als „Nazi-Schatz“ bezeichnet? Und die Person des Cornelius Gurlitt? Wer war er, wie reagierte er? Doch im Zentrum der Auseinandersetzung steht sein Vater, Hildebrand Gurlitt, dessen Rolle als Kunstvermittler und Kunsthändler vor, während und nach dem 2. Weltkrieg in dieser Ausstellung beleuchtet wird.
Das Spiel mit der Wirklichkeit – Collagen aus der Sammlung Meerwein
Kunstbetrachtung im Dialog, Februar 2018
In der Ausstellung „Collagen: Die Sammlung Meerwein – Zweiter Ausschnitt“ im Bahnhof Rolandseck.*
Wenn sich der Alltag anhand gefundener, neu kombinierter und verfremdeter Materialien durch die Hintertür Zutritt zu unserem Bewußtsein verschafft, ist ihm Aufmerksamkeit gewiß. Die Collage, das Spiel mit den Möglichkeiten, ist das Mittel, durch das die Kunst die Wirklichkeit unter neuen Aspekten wahrnehmbar werden lässt und Wirklichkeit überraschend anders erlebbar macht. Wie die Collage zum Augenöffner werden kann, möchten wir gemeinsam mit Ihnen herausfinden.
Happy Hour bei Ferdinand Hodler
Kunstbetrachtung im Dialog, Januar 2018
In der Ausstellung „Ferdinand Hodler – Maler der frühen Moderne“ in der Bundeskunsthalle Bonn.
Ja, es geht um „Lieblingsstücke“. Um Kunstwerke, die uns faszinieren wegen ihrer Vielschichtigkeit und Einzigartigkeit, wegen ihrer Präsenz und ihres Geheimnisses, wegen ihrer Unzugänglichkeit und ihrer Aura. Es sind Werke, denen wir eine Stunde Zeit geben wollen. Zeit, die wir auch uns geben, um unterschiedlichste Aspekte eines Werkes, Werkzusammenhanges, einer Ausstellungssituation, Architektur oder auch einer städtebaulichen Situation zu betrachten, zu beschreiben und darüber ins Gespräch zu kommen. „Der entschleunigte Blick PLUS“ gewissermaßen.
Den Anfang machen wir aus gegebenem Anlass in der Ferdinand Hodler-Ausstellung mit dem Werk „Auszug deutscher Studenten in den Freiheitskrieg von 1813“ aus den Jahren 1908-1909. Dieses Bild befindet sich normalerweise in der Aula der Friedich-Schiller-Universität in Jena und ist eines der Hauptwerke Hodlers in der Bonner Ausstellung.
Alles Gute 2018!
Liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde,
zuallerst möchten wir Ihnen auf diesem Wege „Alles Gute“ für die kommenden Feiertage und vor allem für das Jahr 2018 wünschen!
Dann möchten wir Ihnen aber auch unseren herzlichsten Dank sagen für Ihr bleibendes Interesse am „entschleunigten Blick“, den wir jetzt bereits ins zehnte Jahr werfen.
Die bisher geplanten Veranstaltungen der 1. Jahrehälfte 2018 finden Sie unter https://der-entschleunigte-blick.de/veranstaltungen/
Für das zweite Halbjahr hoffen wir unter anderem auf die Themen Stadt(bild)erkundung und Flaneurie. Lassen Sie sich überraschen!
Für uns steht ein Höhepunkt des Jahres allerdings jetzt schon fest: Im März werden wir unsere 100. Veranstaltung anbieten und möchten Sie jetzt schon einladen darauf ein Gläschen Kölsch mit uns zu trinken. Siehe hierzu:
Und tun Sie uns einen Gefallen: Bleiben Sie neugierig und kritisch, offen und nachdenklich und lassen Sie sich immer wieder überraschen und bezaubern. Wir wollen unser Möglichstes dazu beitragen.
Es grüßen Sie herzlichst
Olaf Mextorf + Nicole Birnfeld
An verschiedenen Orten zwischen den Zeiten – Suche nach Spuren
Kunstbetrachtung im Dialog, Januar 2018
In der Ausstellung „Nadia Kaabi-Linke – Versiegelte Zeit“ im Kunstmuseum Bonn.
Eine Parkbank mit einer Taubenabwehr zu versehen und sie damit zum Sitzen unbrauchbar zu machen, scheint zunächst einmal ein unfreundlicher Akt. Liest man dann jedoch den Titel der Arbeit – „Parkverbot“ – kann man sich das Lächeln vielleicht kaum verkneifen und ist schon im Nachdenken über Gesten des Willkommens und der Abwehr – gesellschaftspolitisch bei Themen wie Willkommenskultur und Ausgrenzung.
Henry Moore – Last Minute
Kunstbetrachtung im Dialog, Januar 2018
In der Ausstellung „Henry Moore – Vision, Creation, Obsession“ im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.*
Endlich: Arbeiten von Henry Moore im Schnee – am 10. Dezember 2017
Auch die schönste Ausstellung geht einmal zuende!
Anlass für uns, Sie einzuladen, ausgewählte Werke von Henry Moore noch einmal mit „entschleunigtem Blick“ wahrzunehmen. Gemeinsam fragen wir nach Konstanten im Werk des großen britischen Bildhauers, nach seinen historischen Bezügen und nach der Wirkung seiner Arbeiten. Aber auch kuratorische Fragestellungen werden uns auf dem Weg durch den Museumskomplex begleiten, die ganz wesentlich vom architektonischen Gesamtgefüge getragen sind.
*in Kooperation mit dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Henry Moore: The Heavyweight Champion – Teil Zwei
Kunstbetrachtung im Dialog, November 2017
In der Ausstellung „Henry Moore – Vision, Creation, Obsession“ im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.*
Henry Moore zählt zweifellos zu den bedeutendsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts und entwickelte ein Werk im Grenzbereich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Ganz moderner Künstler bindet er gleichzeitig ein Kondensat vieler Epochen mit in seine Arbeiten ein. Das Arp Museum widmet diesem reichhaltigen Œuvre nun eine spannungsvolle Präsentation, die derart vielschichtig ist, dass wir den Besuchern mit einer zweiteiligen Veranstaltung die Gelegenheit einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit dem epochalen Werk Henry Moores geben wollen – mit gewohnt „entschleunigtem Blick“, versteht sich.
Im zweiten Teil unserer Veranstaltung begeben wir unsgewissermaßen in Moores Atelier und schauen ihm bei der Formfindung seiner Arbeiten über die Schulter. Auch die Genese seiner Bronzeplastik „Large Two Forms“ vor dem ehemaligen Bundeskanzleramt, die nicht nur in der Region Bonn bekannt ist, gerät dabei in unser Blickfeld.
Henry Moore: The Heavyweight Champion – Teil Eins
Kunstbetrachtung im Dialog, Oktober 2017
In der Ausstellung „Henry Moore – Vision, Creation, Obsession“ im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.*
In der Region Bonn ist das Werk von Henry Moore (1898 – 1986) spätestens seit 1979 ein Begriff, als seine Bronzeplastik „Large Two Forms“ vor dem damaligen Bundeskanzleramt aufgestellt wurde.
Moore zählt zweifellos zu den bedeutendsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts und entwickelte ein Werk im Grenzbereich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Ganz moderner Künstler bindet er gleichzeitig ein Kondensat vieler Epochen mit in seine Arbeiten ein. Das Arp Museum widmet diesem reichhaltigen Œuvre nun eine spannungsvolle Präsentation, die derart vielschichtig ist, dass wir den Besuchern mit einer zweiteiligen Veranstaltung die Gelegenheit einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit dem epochalen Werk Henry Moores geben wollen – mit gewohnt „entschleunigtem Blick“, versteht sich.
Friedhelm Falke – Echoes
Künstlergespräch mit Friedhelm Falke, Oktober 2017
In der Ausstellung „Friedhelm Falke – Echoes“ der Galerie Carla Reul in Bad Godesberg.
Wir kehren mit diesem Angebot quasi an die Anfänge des „entschleunigten Blicks“ zurück, als wir mit einer Reihe von Atelierbesuchen an die Quelle der Kunst gingen. Einer der damaligen Besuche galt Friedhelm Falke. Nun stellt die Galerie Reul in Bad Godesberg eine Auswahl neuester Werke des Künstlers vor. Gerne folgte Friedhelm Falke meiner Anregung zu einem Gespräch in der Galerie, ermöglicht durch die Galeristin Carla Reul, das dem Prinzip des „entschleunigten Blicks“ folgend ein Dialog zwischen allen Interessierten werden wird.
Ferdinand Hodler – Die Magie der Farbe
Kunstbetrachtung im Dialog, September 2017
In der Ausstellung „Ferdinand Hodler – Maler der frühen Moderne“ in der Bundeskunsthalle Bonn.
Ferdinand Hodler (1853–1918) zählt zu den wichtigsten Schweizer Künstlern des frühen 20. Jahrhunderts und neben Edvard Munch und Gustav Klimt zu den bedeutendsten Künstlern des Symbolismus und des Jugendstils. Er entwickelte einen von ungewöhnlicher Farbigkeit geprägten Malstil mit Tendenz zum Ornament. Für die zeitgenössischen Kritiker eine gänzlich neuartig-eigenwillige Kunst.
Die Ausstellung Ferdinand Hodler und die frühe Moderne gibt uns die seltene Möglichkeit, das Gesamtwerk Hodlers in allen Aspekten konzentriert zu betrachen und zu diskutieren.
Auf eine erkenntnisreiche Kunstbetrachtung freuen sich
Olaf Mextorf + Nicole Birnfeld
ZEITPUNKT. (3) – Herta Müller: Ein Ausweg nach Innen
August 2017
„Wahrnehmung hört nicht beim Sehen mit den Augen auf. In jeder Wahrnehmung entsteht ein Wissen über Zusammenhänge, das von sich selbst überrascht wird. Daher erzeugt Wahrnehmung mehr als ein Spiegelbild der Wirklichkeit. Ich glaube, das Schwerste an der Kunst ist es, für dieses Mehrsehen oder Mehrwissen einen Platz innerhalb der Sätze selbst zu finden, so dass etwas Unausgesprochenes entsteht. Ich nenne es ein Irrlauf im Kopf, in dem die Sätze anders mit mir sprechen als nur mit ihren Wörtern.
Für die Besitzer der Wirklichkeit ist Wahrnehmung immer schon suspekt gewesen. In allen gewesenen und heutigen Diktaturen beanspruchen die Besitzer der Wirklichkeit die Deutungshoheit über die Wahrnehmung.
Henry Moore: The Heavyweight Champion – Teil Zwei
Kunstbetrachtung im Dialog, Juli 2017
In der Ausstellung „Henry Moore – Vision, Creation, Obsession“ im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.*
Henry Moore (1898 – 1986) zählt zweifellos zu den bedeutendsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts und entwickelte ein Werk im Grenzbereich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Ganz moderner Künstler bindet er gleichzeitig ein Kondensat vieler Epochen mit in seine Arbeiten ein. Das Arp Museum widmet diesem reichhaltigen Œuvre nun eine spannungsvolle Präsentation, die derart vielschichtig ist, dass wir den Besuchern mit einer zweiteiligen Veranstaltung die Gelegenheit einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit dem epochalen Werk Henry Moores geben wollen – mit gewohnt „entschleunigtem Blick“, versteht sich.
Henry Moore: The Heavyweight Champion – Teil Eins
Kunstbetrachtung im Dialog, Juni 2017
In der Ausstellung „Henry Moore – Vision, Creation, Obsession“ im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.*
In der Region Bonn ist das Werk von Henry Moore (1898 – 1986) spätestens seit 1979 ein Begriff, als seine Bronzeplastik „Large Two Forms“ vor dem damaligen Bundeskanzleramt aufgestellt wurde.
Moore zählt zweifellos zu den bedeutendsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts und entwickelte ein Werk im Grenzbereich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Ganz moderner Künstler bindet er gleichzeitig ein Kondensat vieler Epochen mit in seine Arbeiten ein.





