„Grosse Geister“ im Kunstmuseum Bonn: Thomas Schütte und Corinne Wasmuht
Dialogführung „Der entschleunigte Blick“, März 2016
In der Sammlungsneupräsentation „Grosse Geister“ im Kunstmuseum Bonn, beauftragt vom Augustinum Bonn.
Wieder einmal bietet das Kunstmuseum Bonn uns die Möglichkeit „entschleunigt“ neue Entdeckungen zu machen, denen wir uns im bewährten Dialog annähern werden.
Ausgangspunkt ist dieses Mal die imposante Figurengruppe „Grosse Geister“ von Thomas Schütte, nach der die derzeitige Sammlungspräsentaion auch benannt ist. Beschreibend und „Merkwürdigkeiten“ beobachtend werden wir uns diesen eindrucksvoll-fremdartigen Wesen – eine nicht eindeutig zu definierende Kreuzung aus Sternenkriegern und Michelin-Männchen – nähern.
Höllenlärm wunderlicher Phantasten – das Lachen der Dadaisten
Öffentliche Dialogführung „Der entschleunigte Blick“, Februar 2016
In der Ausstellung „Genese Dada“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.*
„Das Publikum um uns schreit, lacht und schlägt die Hände über dem Kopf zusammen.“ – Ja! Ein Stück weit lachten sie den Krieg weg und machten sich stark, um „über den Krieg und die Vaterländer hinweg an die wenigen Unabhängigen [zu] erinnern, die andere Idealen leb[t]en.“ Es war Hugo Ball, Mitbegründer des Dadaismus, der 1916 Dada zur Weltseele erklärte – mitten in einem Europa, in dem der 1. Weltkrieg tobte.
Welche Bedeutung hatte Dada? Gibt es Parallelen bis in die Gegenwart? Fragen, denen wir konzentriert „entschleunigt“ nachgehen wollen in der Ausstellung „Genese Dada“, die das Arp Museum gemeinsam mit dem „Cabaret Voltaire“, der Keimzelle des Dadaismus, entwickelt hat.
„Es ist das Ungefähre, was mich anzieht…“ – Bernard Schultze aus dem Blickwinkel der Kunstpsychologie
Kunstseminar zur Themenreihe „Aus dem Blickwinkel der Kunstpsychologie“, Februar 2016
In der Ausstellung „Ein heller Hauch, ein funkelnder Wind – Bernard Schultze zum 100. Geburtstag“ im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.*
Das Innere nach außen kehren: Mal gewaltig, mal verspielt, immer abgründig und doch mit einem gefühlten Augenzwinkern.
In der frühen Schaffensphase des Informel-Vertreters Bernard Schultze (1915 – 2005) erheben sich zunächst dunkel-modrige Farbgebilde plastisch von der Leinwand, wölben sich dem Betrachter entgegen, mutieren dann zu eigenständigen, fein ausziselierten, organischen, dreidimensionalen Skulpturen, die dann großformatig in schieren Farbexplosionen auf die Leinwand zurückkehren um letztendlich – nicht minder großformatig – zu einem minutiös durchkomponierten Chaos in schwarz-weiß zu werden.
Von Kontrolle und Energie – von Achtsamkeit und Selbstvergessenheit: Joan Mitchell
Kunstseminar zur Themenreihe „Kunst im Zeichen der Frau“, Februar 2016
Anläßlich der Ausstellung „Joan Mitchell – Retrospective: Her Life and Paintings“ im Museum Ludwig in Köln.
„Malerei hört niemals auf; sie ist das Einzige, was zugleich andauert und unbewegt ist. […] Die Malerei ist ein Ort der Ruhe.“
Joan Mitchell, 1986
Wer sie bisher nicht kannte, MUSS sie kennen lernen: Die große amerikanische Malerin Joan Mitchell (1925-1992). Ihre bisweilen wandfüllenden Bilder in hellen, leuchtenden Farben bringen Licht in den grauen Winter. „Ich mag das Licht des Tages und die Zeit der Nacht“, sagte sie und arbeitete nachts, oft bei lauter klassischer Musik.
Bilder werden Welten – Leiko Ikemura aus dem Blickwinkel der Kunstpsychologie
Kunstseminar zur Themenreihe „Aus dem Blickwinkel der Kunstpsychologie“, Januar 2016
Anläßlich der Ausstellung „Leiko Ikemura – All about Girls and Tigers“ im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln.
„Kirschblüten waren ein No-Go!“
Der Tagesspiegel, 26.08.2015
Leiko Ikemuras Bilder- und Gestaltwelten reflektieren traumartige Suchbewegungen – schwebend, springend, taumelnd bannen uns die Werke der japanisch-stämmigen Künstlerin und führen in einen Kosmos ewigen Werdens und Vergehens, Zerbrechens und Neu-Zusammensetzens und damit nicht zuletzt – zu uns selbst.
Außer der Reihe: Isa Genzken – Modelle für Außenprojekte
Lehrerfortbildung, Januar 2016
Konzept und Materialzusammenstellung von Olaf Mextorf, beauftragt von der Bundeskunsthalle Bonn.
„Ich will mit meinen Skulpturen keinen Raum wegnehmen. Ich gebe Raum dazu.“
Isa Genzken
Außer der Reihe möchte ich an dieser Stelle einige Hintergrund-Informationen weitergeben, wie sie für Lehrer bereitgestellt werden, die beabsichtigen, mit ihren Schülern in die Bundeskunsthalle zu kommen.
Gerade aktuelle Positionen zeitgenössischer Kunst stellen für Schüler, Lehrer und uns Kunstvermittler erfahrungsgemäß eine besondere Herausforderung dar, denn unsere Zeitgenossenschaft beinhaltet Offenheit, Unsicherheit, wenn nicht gar Verunsicherung gegenüber ungewohnten Konzepten, neuen Materialien und Darstellungsmodi, sowie unkonventionellen Sichtweisen.
ZEITPUNKT. (1) – Handball-Europameisterschaft? Der „entschleunigte Blick“? Architektur!
Januar 2016
Die sogenannte „Jahrhunderthalle“ in Breslau (seit 2006 UNESCO-Weltkulturerbe), in der die diesjährige Handball-Europameisterschaft ausgetragen wird, gehört zu den Ikonen der klassischen Architektur-Moderne. 1911 bis 1913 nach einem Entwurf von Max Berg (1870 – 1947) errichtet, ermöglichte der Einsatz von Stahlbeton eine Konstruktion mir einem Durchmesser von 65 Metern.
„Vorsicht Stufe!“ – Fallstricke des Alltäglichen: Ceal Floyer
Kunstseminar zur Themenreihe „Kunst im Zeichen der Frau“, Januar 2016
Anläßlich der Ausstellung „Ceal Floyer“ im Kunstmuseum Bonn.
Uups? Seit wann verkauft denn das Kunstmuseum Bonn seine Bilder? Vielleicht seit es hier reinregnet? Da hängen doch Wassertropfen…?
„Sehr witzig!“ mag der eine oder die andere hier denken – und das trifft es fast. Ironie und Humor mögen zunächst irritieren, funktionieren aber gleichzeitig als Türöffner für eigene Gedanken, abgeleitet aus der behutsamen Beoabachtung mit „entschleunigtem Blick“.
Das Kunstmuseum Bonn ermöglicht uns mit der ersten Überblicksausstellung der etwas anderen, in Berlin lebenden britischen Konzeptkünstlerin Ceal Floyer (*1968) eine Auseinandersetzung mit den oft geschmähten Alltäglichkeiten.
Informel zwischen Zen und Romantik
Dialogführungen, November 2015
In der Ausstellung „Ein heller Hauch, ein funkelnder Wind – Bernard Schultze zum 100. Geburtstag“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Das Werk von Bernard Schultze, der 2015 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, unterscheidet sich zwar in vielerlei Hinsicht von dem anderer Vertreter des Informel, zeigt aber auch eine Reihe von Parallelen. Den unterscheidlichen Einflüssen, Widersprüchen und Konstanten wollen wir bei unserer Dialogführung auf den Grund gehen und mit Ihnen gemeinsam zu ergründen versuchen.
Von Piranesi zu Le Corbusier – Richard Meier und die Architekturgeschichte
Öffentliche Dialogführung, Oktober 2015
Ein Rundgang durch den Museumskomplex, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Das baukünstlerische Werk von Richard Meier (*1934), Architekt des Neubaus des Arp Museums, ist durch seine permanente Auseinandersetzung mit der Architekturgeschichte geprägt. Aus ihr hat er immer wieder kritische Anregungen für seine eigenen Überlegungen und Planungen abgeleitet.
Das gilt sowohl für städtebauliche Zusammenhänge, die etwa Piranesis Plan der Stadt Rom (um 1774) als Echo spürbar werden lassen, als auch für die barocken Klosterkirchen eines Balthasar Neumann, von deren Lichtführung Meier sich tief beeindruckt zeigt. Am meisten jedoch beeinflusste ihn einer der Großmeister der Klassischen Moderne: Le Corbusier.
Der französische Impressionismus aus japanischer Sicht
Kunstseminar, Oktober 2015
In der Ausstellung „Japans Liebe zum Impressionismus“ in der Bundeskunsthalle Bonn.
Einzigartige Werke des französischen Impressionismus werden uns dieses Mal beschäftigen. Denn eine Vielzahl impressionistischer Meisterwerke von Monet, Manet, Cézanne, Gauguin, Pissarro, Renoir, Sisley, van Gogh und anderen werden erstmals in Europa und exklusiv in der Bundeskunsthalle in Bonn gezeigt. Anhand einer gezielten Auswahl werden wir uns hier dem Phänomen „Impressionismus“ nähern – natürlich mit gewohnt „entschleunigtem Blick.“
Eine Reihe von Fragen werden zu stellen sein: Warum haben z.B. Ende des 19. Jahrhunderts japanische Kunstliebhaber Werke der französischen Impressionisten gesammelt? Gibt es eine Nähe zwischen der japanischen Kultur und der Sichtweise der Impressionisten? Wie artikuliert sich der interkulturelle Austausch und worin liegt bis heute die Faszination der impressionistischen Malweise begründet?
Menschenskinder! – Kinderwelten zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Dialogführung, September 2015
In der „Kunstkammer Rau“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Wir alle waren einmal Kind und wissen, dass die Kindheit eine ungemein prägende Zeit ist, in der die Weichen gestellt werden für unser späteres Leben, Erleben und unsere Einstellungen.
Kinder brauchen Liebe, Fürsorge, Unterstützung und Schutz um sich entwickeln zu können. Doch zwischen diesem Wunsch und den Wirklichkeiten der Gegenwart wie der Vergangenheit klafft eine Lücke, die in der Ausstellung „Menschenskinder“ beschrieben wird.
Wagen Sie gemeinsam mit uns einen Blick in das Leben der Kinder dieser Welt.
In einer nachdenklich stimmenden Zusammenschau zeigen zeitgenössische Fotografen und berühmte Künstler Kinder in zugewiesenen Rollen, als Projektionsflächen der Erwachsenenwelt, auf der Flucht, im Krieg und im Würgegriff kultureller Zwänge – zeigen aber auch ihre Energie und Lebensfreude, wenn sie sich ihre Freiräume schaffen und ausfüllen, mit Mut und Phantasie.
Hanne Darboven – Sammlung des Unendlichen
Dialogführungen, September 2015 bis Januar 2016
In der Ausstellung „Hanne Darboven – Zeitgeschichten“, beauftragt von der Bundeskunsthalle Bonn.
Für die einen ist Hanne Darbovens Werk eine gigantische Fleißarbeit von monumentalter „Sprödheit“, für die anderen unmittelbarer Ausdruck verrinnender Zeit. Vor allem aber war sie mit und in ihrem Werk gegenwärtig. Als wachsame Beobachterin des politischen Geschehens sowie der kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung schuf sie in mehr als 40 Jahren ein umfangreiches Werk, das gleichermaßen als Erinnerungswerk und zeitgeschichtliche Chronik gelesen werden kann.
Hanne Darboven gilt als eine der international bedeutendsten Vertreterinnen der Konzeptkunst. Diskutieren, argumentieren und polemisieren Sie gemeinsam mit den Kunsthistorikern Nicole Birnfeld und Olaf Mextorf und wagen das Experiment „Gedankenaustausch Konzeptkunst“.
Ein heller Hauch, ein funkelnder Wind – Bernard Schultze im Arp Museum
Dialogführung, September 2015
In der Ausstellung „Bernard Schultze zum 100. Geburtstag“ im Arp Museum Bahnhof Rolandseck, beauftragt vom Bistum Trier, Dekanat Hermeskeil-Waldrach.
Das Werk von Bernard Schultze, der 2015 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, unterscheidet sich zwar in vielerlei Hinsicht von dem anderer Vertreter des Informel, zeigt aber auch eine Reihe von Parallelen. Den unterscheidlichen Einflüssen, Widersprüchen und Konstanten wollen wir bei unserer Dialogführung auf den Grund gehen und mit Ihnen gemeinsam zu ergründen versuchen.
»Freiräume« lautet 2015 das Jahresthema im Arp Musuem, weshalb gerade das Informel als prägende Kunstrichtung der Nachkriegszeit in den Fokus rückt, denn die Künstler, die unter dieser künstlerischen Haltung firmierten, lehnten eine realistische Figuration ebenso ab, wie eine »formelhafte« geometrische Abstraktion. Sie beriefen sich auf ihre intuitive Schaffenskraft – auf ihre individuellen »Freiräume«.
Intro – Eröffnungsausstellung der Galerie Clement & Schneider
Kunstseminar, September 2015 in Zusammenarbeit mit der Galerie Clement & Schneider
Anläßlich der Eröffnungsausstellung in der Bonner Galerie.
Wie sehr sich einen gelungene Architektur auf die Kunstpräsentation und –betrachtung auswirkt haben wir schon des öfteren beobachtet und diskutiert. Und auch bei unser kommenden Veranstaltung in der Galerie Clement & Schneider (vormals kunstgaleriebonn) wird der architektonisch Rahmen eine Rolle spielen.
Gemeinsam mit Ihnen und den Galeristen möchten wir uns zunächst aber vor allem über eine Reihe in der Galerie vertretenen zeitgenössischen Positionen austauschen. Die Eröffnungsausstellung „Intro“ gibt uns dafür einen idealen Rahmen.
Experiment „Wirklichkeit“ – Die Collage als Spiel der Möglichkeiten
Dialogführung, August 2015
In der Ausstellung „Collagen – Die Sammlung Meerwein: Erster Ausschnitt“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Viele Besucher des Arp Museums Bahnhof Rolandseck werden die Dokumentarfilmaufnahmen kennen, die Hans Arp beim Verfertigen einer Collage zeigen. Diese fast spielerisch wirkende Arbeitsweise basiert auf einer experimentellen Grundhaltung, die vom „Finden“ und „Erfinden“ erzählt.
Die Collage gehört zu den faszinierendsten künstlerischen Techniken überhaupt. Die immense Vielfalt dieser Arbeitsweise wollen wir gemeinsam mit Ihnen, den Besuchern, erkunden. Die Sammlung Meerwein, die in diesem Jahr als Schenkung an das Arp Museum gekommen ist, bietet uns hierfür einen optimalen Rahmen.
Workaholic und Vertriebener – der Maler Frank Auerbach
Kunstseminar, August 2015
Anläßlich der Ausstellung „Frank Auerbach“ im Kunstmuseum Bonn.
Einmal mehr ergibt sich für uns die Möglichkeit, eine malerische Position im gemeinsamen Gespräch zu ergründen. Dem Kunstmuseum Bonn kommt das Verdienst zu, den britischen Maler deutscher Herkunft Frank Auerbach (*1931 in Berlin) mit einer eindrucksvollen Präsentation vorzustellen.
Gemeinsam mit Francis Bacon und Lucian Freud zählt Frank Auerbach zu den zentralen Malerpersönlichkeiten der so genannten ‚School of London’, die durch eine expressiv-gegenständliche Bildsprache charakterisiert ist.
Auerbachs künstlerische Haltung ist zweifellos durch die tragischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts geprägt. Er selbst entgeht als Kind nur knapp dem Holocaust, dem seine Eltern zum Opfer fallen.
Von Bildpropaganda, Freiheitsliebe und Utopie – Französische Malerei zwischen Absolutismus und Moderne
Dialogführung, Juli 2015
In der Ausstellung „Revolution der Bilder – von Poussin bis Monet“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Gemeinsam werden wir die künstlerischen Umbrüche des 18. und 19. Jahrhunderts in den Blick nehmen, wie sie ganz besonders die französische Malerei dieser Zeit prägen. Im moderierten Gespräch vor den Originalen gehen wir dabei u.a. folgenden Fragen nach:
- Wie ändern sich die Bildinhalte in dieser Zeit?
- Werden die gewaltigen politischen und gesellschaftlichen Veränderungen auch in der künstlerischen Umsetzung erfahrbar?
- Und welche Aussagen macht die Kunst auf dem Weg vom Absolutismus durch die Revolutionszeit bis hin zur Industrialisierung?
Ein gewohnt „entschleunigtes“ Seh-Experiment, zu dem wir Sie herzlich einladen!
Boro meets Lagerfeld
Zweiteiliges Tagesseminar in Zusammenarbeit mit Caroline Stegmann-Rennert vom Museum für Ostasiatische Kunst in Köln, Juli 2015
In den Ausstellungen „Boro – Stoffe des Lebens“ im Museum für Ostasiatische Kunst und „Karl Lagerfeld – Modemethode“ in der Bundeskunsthalle Bonn.
Warum sollen wir nicht auch mal entschleunigt über Mode und Kunst sprechen? Im Museum für Ostasiatische Kunst wird zur Zeit eine faszinerende Schau gezeigt: „Boro- Stoffe des Lebens.“
Die Kleidungsstücke und Gebrauchstextilien sind zwischen 1850 und 1950 in Japan entstanden. Das Wort „boro“ bedeutet „zusammengeflickt“ und verweist auf die mit Indigoblau gefärbten Flickengewänder der japanischen Landbevölkerung. Handelt es sich um Design? Darf man von Ästhetik sprechen? Wie ist dieses Phänomen in der japanischen Kultur zu verankern?
Bernard Schultze – Ein heller Hauch, ein funkelnder Wind
Dialogführung, Juni 2015
In der Ausstellung „Ein heller Hauch, ein funkelnder Wind – Bernard Schultze zum 100. Geburtstag“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Bernard Schultze (geboren in Schneidemühl/Pommern, lebte und arbeitete bis zu seinem Tod im Jahr 2005 in Köln) wäre am 31. Mai 2015 hundert Jahre alt geworden.
Anlässlich dieses Jubiläums beleuchtet die Ausstellung in unserem Themenjahr »Freiräume« das Informel als prägende Kunstrichtung der Nachkriegszeit, die eine realistische Figuration sowie eine »formelhafte« geometrische Abstraktion ablehnte und aus der intuitiven Schaffenskraft schöpfte. Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck bietet einen idealen Rahmen für die groß angelegte Würdigung Bernard Schultzes, der dem Museum seit den frühen 1960er Jahren eng verbunden war.
Des Königs Traum
Dialogführung, Mai 2015
In der Ausstellung „Des Königs Traum – Friedrich Wilhelm IV. und der romantische Rhein“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Am 5. April 2015 jährt sich die Inbesitznahme des Rheinlandes durch die Preußenkönige zum 200. Mal. Die Ausstellung in Rolandseck konzentriert sich auf König Friedrich Wilhelm IV., der entscheidend die preußische Denkmalpflege im Rheinland mitbestimmte und sich aktiv an der neugotisch durchgestalteten Rheinprovinz beteiligte.
In ersten architektonischen Skizzen fixierte er mit dem Zeichenstift seine romantischen Träume, die eng an die Rhein- und Burgenlandschaft gekoppelt waren. Zusammen mit Architekten wie Karl Friedrich Schinkel und Ernst Friedrich Zwirner setzte er sie tatkräftig um. Bis heute sind die architektonischen Denkmäler, die aus seinen romantischen Träumen erwuchsen, wichtige touristische Wahrzeichen unserer Rheinlandschaft vom Kölner Dom bis zum Schloss Stolzenfels.
Karl Lagerfeld – Modemethode
Kunstseminar in Zusammenarbeit mit Judith Graefe, Mai 2015
In der Ausstellung „Karl Lagerfeld – Modemethode“ in der Bundeskunsthalle Bonn.
Warum sollen wir nicht auch einmal entschleunigt über Mode sprechen? Die Bundeskunsthalle zeigt derzeit eine umgangreiche Ausstellung über die Arbeit des großen ModedesignersKarl Lagerfeld. Mit über 120 looks lässt sich der Modegeschichte und dem Zeitgeist nachspüren.
Was macht Mode mit mir? Was ist die Wirkung? Welche Stile werden in der Ausstellung erlebbar? Wie ist das Ausstellungsdesign und wie stellt man eigentlich Haute Couture aus? Und: Ist Mode Kunst?
Mit diesen und vielen anderen Fragen würden wir gerne mit Ihnen in den Dialog treten. Für diesen Termin haben wir unsere Kollegin Judith Graefe eingeladen, die das Team des entschleunigten Blicks schon mehrmals wirkungsvoll verstärkt hat und dieses Mal für Herrn Mextorf die Mode-Sparte übernimmt.
Orte der Kontemplation
Tagesseminar, Mai 2015
Im Kölner Museum für Ostasiatische Kunst und im Skulpturenpark Köln.
Kontemplation (lat. contemplari „anschauen“, „betrachten“) bedeutet allgemein Beschaulichkeit oder auchbeschauliche Betrachtung. Kontemplation ist auch als mystischer Weg der westlichen Tradition bekannt. In der Regel wird durch ein kontemplatives Leben oder Handeln ein besonderer Empfindungszustand oder eine Bewusstseinserweiterung angestrebt. Eine kontemplative Haltung ist von Ruhe und sanfter Aufmerksamkeit bestimmt. Somit ähnelt sie der buddhistischen Einsichtsmeditation Vipassana.
Sophie Taeuber-Arp, Hans Arp und Scharen junger Mädchen mit dem brennenden Wunsch, unaufhörlich Blumenkränze auf Kissen zu sticken
Dialogführung, April 2015
In der Ausstellung „Zweiklang“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
In diesem Jahr laden wir innerhalb der Sammlungspräsentation zu einem besonders reizvollen und innigen „Rendezvous des amis.“ 1915 lernen sich unsere Hauspatrone Hans Arp und Sophie Taeuber in Zürich kennen. Von nun an stehen sie zeitlebens in engem künstlerischen Austausch und werden schließlich ein Liebespaar.
Es entwickelt sich ein vielfältiges Miteinander, bei dem beide ganz verschiedene Wege der Abstraktion beschreiten. Arp gehört zu den Pionieren der organischen Abstraktion. Seine fließende Formensprache schöpft er aus der Natur. Das facettenreiche Werk Sophie Taeubers indes beruht auf den Ausdrucksmitteln der geometrischen Abstraktion.
Fünfhundert Jahre Avantgarde – Michelangelos Wirkmacht in der Kunst
Kunstseminar, April 2015
Anläßlich der Ausstellung „Der Göttliche – Hommage an Michelangelo“ in der Bundeskunsthalle Bonn.
Aufgrund vielfacher Nachfrage möchten wir folgendes Zusatzangebot für die gemeinsame Kunstbetrachtung zum Thema „Der Göttliche – Hommage an Michelangelo“ machen.
Kein Künstler hat die Kunstgeschichte über einen derart langen Zeitraum wirksam beeinflusst, wie Michelangelo. Seine Bilderfindungen wurden immer wieder kopiert, rezipiert und variiert.
Wir möchten gemeinsam mit Ihnen diesem Phänomen anhand ausgesuchter Beispiele auf die Spur kommen und dabei auch den „Mythos Michelangelo“ und die mediengeschichtlichen Hintergründe, die eine so langanhaltende Rezeptionsgeschichte erst ermöglichen, mit beleuchten.