Achtung an Gleis Eins

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Dialogführung in Zusammenarbeit mit Judith Graefe, Juli 2014

 

Die Architektur des Empfangsgebäudes des historischen Bahnhofs, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

 

Bahnhof Rolandseck vom Neubau aus gesehenDer Bahnhof Rolandseck, das klassizistische Juwel aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, ist seit Jahrzehnten Ort für berühmte Künstler aus der ganzen Welt – für Musiker, Literaten, Maler und Bildhauer. Ursprünglich war der Bahnhof Endstation einer Privatbahn, die ab Köln verkehrte. Heute noch hält hier jede Stunde ein Nahverkehrszug sowohl in Richtung Koblenz als auch in Richtung Köln.

Der Bahnhof Rolandseck von Emil Hermann Hartwich (1801-1879) wurde 1856 vollendet. Er gilt heute als bedeutendes Kulturdenkmal der rheinischen Kunstgeschichte und des frühen deutschen Eisenbahnbaus. Die umlaufenden gusseisernen Aussichtsgalerien sind markante Zeugnisse des rheinischen Eisenkunstgusses.

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Leibhaftig

Dialogführung, Juni 2014

 

In der Ausstellung „Leibhaftig – Der menschliche Körper zwischen Lust und Schmerz“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

 

Katalog Arp Museum "Leibhaftig"Diese Ausstellung geht unter die Haut. Kaum jemand wird sich der spürbaren Präsenz der Exponate entziehen können. Zu sehr sind wir betroffen von den Facetten einer uns anrührenden Körperlichkeit. Die schmerzvolle Erfahrung der eigenen Verletzlichkeit und das Wissen um unsere Vergänglichkeit werden hier ebenso vor Augen geführt, wie eine gegenwärtig-lusterfüllte Leiblichkeit.

Wodurch wirkt ein Gemälde des 17. oder 18. Jahrhunderts bis auf den heutigen Tag so eindringlich? In welchem Spannungsverhältnis stehen die dargestellten Leiden der Heiligen und Märtyrer zu manch lebensbejahendem Werk der Antike? Wie fassen zeitgenössische Künstler das allgegenwärtige Thema der Vergänglichkeit?

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Macht. Wahn. Vision.

Dialogführung, Mai 2014

 

In der Ausstellung „Rapunzel & Co. – Von Türmen und Menschen in der Kunst“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

 

Immer wieder bauen Menschen Türme: höher, schöner, uneinnehmbarer. Der Turm dient zur Sicherung von Herrschaft und Macht, als Zeichen von Größe und Dominanz, als Projektionsfläche von Träumen und Visionen.

Die Symbolfunktion des Turmes ist fester Bestandteil der kollektiven Wahrnehmung, sei es in in der Legende der Heiligen Barbara, die als vermutlich erste Turmgeschichte des christlichen Abendlandes von der Standhaftigkeit des Glaubens der schönen Barbara von Nikomedien in ihrem Turmgefängnis erzählt, sei es in dem Märchen von Rapunzel.

Also: „Rapunzel! Lass Dein Haar herab!“ Und so empfängt uns bereits im Aufzugsturm des Arp Museums eine märchenhafte Haar(?)pracht… Weiter geht es zur „babylonischen“ Sprachverwirrung und auch 9/11 wird zum Thema. Enträtseln Sie gemeinsam mit den Kunsthistorikern Nicole Birnfeld und Olaf Mextorf diese spannende und vielschichtige Ausstellung.

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Sandra del Pilar – Anderwelt

Dialogführung, Mai 2014

 

Anläßlich der Ausstellung „Anderwelt“ mit Werken von Sandra del Pilar, beauftragt vom Stadtmuseum Siegburg.

 

Sandra del Pilar - Anderwelt, Siegburg 2014Gibt es eine „Anderwelt“ in der Kunst? Einen Sommer lang hat die Künstlerin Sandra del Pilar mit einer Gruppe straffällig gewordener Jugendlicher in der JVA Siegburg gearbeitet und im Anschluss daraus Szenen und „Portraits“ großformatig auf Leinwand gebracht.

Vordergründig sind es Selbstinszenierungen von Gewalt und Machtspielen, jedoch liegt das eigentliche Augemerk auf einer – jenseits von Medienbildern und Rollenklischees – malerisch erzeugten Wirklichkeit, in der die Suche nach Sinn, Überforderung, Scheitern, Existenzangst und Frustration aufscheint.

Gehen Sie im Gespräch mit uns dem Werk von Sandra del Pilar auf den Grund und überprüfen Sie die Wirksamkeit dieser nachdenklichen Malerei.

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Ursula Wevers – Raum.Zeit.Bild.

Dialogführung, April 2014

 

In der Ausstellung „Ursula Wevers – Das verlängerte Bild“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

 

Urula Wevers - Das verlängerte Bild, Salon Verlag 2014Das photographische und filmische Werk von Ursula Wevers hat das Vergehen der Zeit zum Thema. Dieses ewige Geheimnis, unfassbar und doch immerfort präsent, grundiert ihrer Arbeiten.

Langsam gerät die sensibilisierte Betrachterin, gerät der aufmerksame Betrachter in einen Zustand zwischen romantischem Sehnen und sanfter Melancholie. Motive der Architektur und Bildhauerkunst werden mit Landschaftsandeutungen verschränkt, sodass eine geheimnisvoll andersartige Bildwelt entsteht.

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Die Kunst des Kasimir Malewitsch – „Nichts“ für Schwarzseher

Dialogführungen, April – Mai 2014

 

In der Ausstellung „Kasimir Malewitsch und die russische Avantgarde“, beauftragt von der Bundeskunsthalle Bonn.

 

Katalog Malewitsch und die Russische Avantgarde, Kerber 2014Das Werk des Kasimir Sewerionowitsch Malewitsch wurde beeinflusst vom Impressionismus, Symbolismus und Kubismus bis hin zur russischen Ikonenmalerei und der traditionellen Volkskunst. Doch die größte Anziehungskraft üben wohl immer noch seine suprematistischen Arbeiten aus, künstlerische Experimente, um die gegenstandslose Welt oder das befreite Nichts darzustellen, so Malewitsch in seiner Definition des Suprematismus.

Überprüfen und hinterfragen Sie im Gespräch mit uns Werkzusammenhänge, Entwicklungen und Hintergründe dieser für die moderne Kunst so bedeutsamen Phase im Werk des Künstlers. Grundlage dieser konzentrierten Kunstbetrachtung bildet eine gezielte Werkauswahl, in der das Medium Zeichnung eine besondere Rolle spielen wird.

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Babak Saed – DAZUZWINGTMANMICH

Dialogführung, März 2014

 

In der Ausstellung „Babak Saed – DAZUZWINGTMANMICH“, beauftragt vom Stadtmuseum Siegburg.

 

 

ICHERINNEREMICH…ICHERINNEREMICHNICHT…ICHERINNEREMICH… In leuchtenden Grossbuchstaben ohne Leerzeichen aneinandergereiht wurde dieser Schriftzug unlängst im Treppenhaus des Stadthttp://www.ksta.de/siegburg/stadtmuseum-siegburg-sprachspiele-von-babak-saed,15189202,26620414.htmlmuseums Siegburg installiert. Besonders irritiert, dass das NICHT im langsamen Rhythmus an- und ausgeht.

Dies ist der erste Eindruck, den wir vom Werk des im Iran geborenen und in Deutschland aufgewachsenen Konzeptkünstlers Babak Saed bekommen. Diese biographischen Hinweise führen bereits tief in das Verständnis, bzw. den Ansatz des Werkes von Babak Saed, der sich intensiv mit Sprache auseinandersetzt.

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Richard Meier – Museumsarchitektur im Spannungsfeld von Funktion und Baukunst

Dialogführung, März 2014

 

Im Neubau des Arp Museums von Richard Meier, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

 

Meier 03.2014„Building As Art“ war 2012/13 der Titel einer großen Ausstellung zum Werk Richard Meiers im Arp Museum. Doch taugt Baukunst auch für die Museumsarchitektur, die ja ganz wesentlich der Kunst dienen soll?

Wir werden nach den Bedingungen gelingender Kunstbetrachtung fragen und dafür den Museumskomplex in Rolandseck durchwandern. Wir werden räumliche (Wechsel-)Wirkungen beschreiben, Veränderungen in der eigenen Wahrnehmung beobachten und zu klären haben, inwieweit die architektonischen Gestaltungen Meiers dabei unseren Blick auf die präsentierte Kunst beeinflussen.

Richard Meier verweist diesbezüglich auf sein großes Vorbild Le Corbusier, der immer wieder gefordert hatte, dass eine lebendige Architektur der Wahrnehmungsfähigkeit des Menschen Rechnung zu tragen habe.

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Hans Arp – Die Macht der Imagination

Dialogführung, Februar 2014

 

In der Neupräsentation der Arp Sammlung im Richard Meier-Neubau, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

 

DEB Arp2 1.Hj. 2014Anläßlich der Neupräsentation der Arp Sammlung im Richard Meier-Neubau wagen wir mit „entschleunigtem Blick“ einen Dreisprung von Hans Arp über Sophie Taeuber-Arp zu deren Freund Alexej von Jawlensky. Anhand ausgewählter Beispiele werden die wesentlichen Gestaltungprinzipien dieser drei Künstlerpersönlichkeiten untersucht – von der Metamorphose bei Hans Arp über die geometrische Abstraktion seiner Frau Sophie bis zu den ikonenhaften „Abstrakten Köpfen“ Jawlenskys.

 

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Widerstand – Fortschritt – Utopie: Die (Bild)Macht der Avantgarden

Themenreihe, Februar – April 2014

 

Kunstseminar in der Bundeskunsthalle, dem Kunstmuseum Bonn und dem Max Ernst Museum in Brühl.

 

Katalog 1914 Die Avantgarden im Kampf, SnoeckDer Begriff Avantgarde stammt ursprünglich aus dem Sprachschatz des französischen Militärs und bezeichnet die Vorhut, also denjenigen Truppenteil, der als erster vorrückt und somit zuerst Feindberührung hat. Wir hingegen verwenden den Begriff heute meist für künstlerische Bewegungen, die sich stark an der Idee des Fortschritts orientieren und sich durch besondere Radikalität gegenüber vorherrschenden ästhetischen Normen auszeichnen. Diesen bild- und wirkungsmächtigen Strömungen möchten wir uns gemeinsam mit Ihnen in der ersten Jahreshälfte 2014 widmen.

Wie sehr beide Begriffe dramatischerweise in Deckung gebracht wurden, ließ sich in der Ausstellung „1914 – Die Avantgarden im Kampf“ in der Bundeskunsthalle beobachten, denn der erste Weltkrieg zerstörte das zunächst fruchtbare Zusammenspiel innovativer europäischer Kunstströmungen.

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Lajos Barta: Ein Künstler in zwei Welten erobert den öffentlichen Raum

Dialogführung, Januar 2014

 

Anläßlich der Ausstellung „Lajos Barta – Wahlheimat am Rhein. Der Bildhauer und Zeichner“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

 

Katalog Salon Verlag, Lajos Barta, Arp Museum 2014Für viele dürfte Lajos Barta ein bekannter Unbekannter sein. So werden die Bonner seine Arbeit Schwingende im Hofgarten kennen, eine sich in die Höhe schraubende dynamische Abstraktion. Kölner treffen bei ihren Spaziergängen auf die Uralte Form unweit des Aachener Weihers.

Der gebürtige Ungar wird nach wiederholten politisch motivierten Restriktionen Ungarn verlassen und lebte und arbeitete 1965 – 67 im Bahnhof Rolandseck.

In einer retrospektiv angelegten Schau ergibt sich jetzt für uns die einmalige Möglichkeit sein Werk hier im Bahnhof zu entdecken und konzentriert zu betrachten. Seine vielgestaltigen Abstraktionen entwickeln eine faszinierend-raumgreifende Dynamik, die vom Betrachter den genauen Blick fordert, ebenso wie dessen Bewegung im Raum und in seiner Imagination.

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Der entschleunigte Blick für das Augustinum Bonn

Dialogführung, Januar 2014

 

In der Ausstellung „Wasserstandsmeldung – die Neupräsentation der Sammlung des Kunstmuseum Bonn“, beauftragt vom Augustinum Bonn.

 

Kunstmuseum Bonn - WasserstandsmeldungDas Kunstmuseum Bonn ist ein Haus, dessen Architektur, Sammlung und Konzeption einzigartig in unserer Region ist. Anläßlich seines zwanzigjährigen Bestehens präsentiert das Museum seine Sammlung jetzt neu.

Unter dem Titel „Wasserstandsmeldung“ – benannt nach der gleichnamigen Arbeit von Reinhard Mucha – hat Direktor Stephan Berg mit seinem Team ein hoch interessantes künstlerisches Spektrum ausgebreitet. Grund für uns, mit Ihnen gemeinsam einige ausgewählte künstlerische Positionen kritisch-konzentriert in den Blick zu nehmen. Bekannte und vielleicht weniger bekannte Künstler bieten dabei einen überraschenden und abwechslungsreichen Blick in die Kunstgeschichte der vergangenen Jahre.

Eine der wahrscheinlich bekanntesten jüngeren Positionen soll nicht fehlen: Neo Rauch. Er löst mit den gezeigten Werken Melancholie und Irritation aus, für die er auch bekannt geworden ist.

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Florenz! – Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker – oder Kunsthistoriker!

Dialogführungen, Dezember 2013 bis Februar 2014

 

Anläßlich der Ausstellung „Florenz!“, beauftragt von der Bundeskunsthalle Bonn.

 

Tatsächlich müssen in Florenz immer wieder seelisch entgleiste Touristen psychatrisch behandelt werden. Diagnose: kulturelle Überforderung, bekannt als „Stendhal-Syndrom.“

Dieses Phänomen diente uns als Ausgangspunkt einer fiktiven Florenz-Reise. Im Austausch mit den Besuchern denken wir nach über Ansprüche, Hoffnungen und Sehnsüchte der Reisenden einst und heute und ergründen die Bedingungen sinnstiftender Kunstbetrachtung und wirksamen Kulturerlebens.

Damit sich dieses Experiment bewußtseinserweiternd auswirkt, enden die einzelnen Veranstaltungen mit der Möglichkeit zum zwanglosen Austausch – bei einem Glas Prosecco, Aqua Panna oder Chianti.

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Beate Höing: homezone

Dialogführung, Dezember 2013

 

In der Ausstellung „Beate Höing: homezone – Malerei und Keramik“, beauftragt vom Stadtmuseum Siegburg.

 

Beate Höing, Ausstellung Siegbutg 2013Zunächst wirken die gemalten Motive vertraut. Als könnte die sonntägliche Familienszene aus dem eigenen, leicht angestaubten Familienalbum entstammen. Oder die scheinbar bekannten Flohmarktarrangements. Und dann die zarten Tonfiguren, märchenhaft verschlüsselt, oft um Porzellanfragmente ergänzt.

Doch die anfängliche Vertrautheit mit den alltäglichen Motiven gerät ins Rutschen.

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Hans Arp – „Wolkenpumpen“

Dialogführung, November 2013

 

In der Ausstellung „Hans Arp – Wolkenpumpen“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

 

Arp Museum Detail RückfrontUnser Rundgang soll vor allem sensibilisieren für das Zusammenspiel von Kunst und Betrachter im von Richard Meier baukünstlerisch gefassten Raum, der unsere ganze Aufmerksamkeit zu fokussieren weiss.

Im Neubau bietet Hans Arp, der Namenspatron des Hauses, mit seinem aus der Naturbeobachtung abgeleiteten Werk ideale Voraussetzungen, um sich ohne besondere Vorkenntnisse ganz auf die eigene Wahrnehmung einzulassen.

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Unglaublich – Tara Donovans „Kunst-Wirklichkeiten“

Dialogführung, Oktober 2013

 

Arp Museum Bahnhof Rolandseck in der Ausstellung „Tara Donovan“, in privatem Auftrag.

 

Tara Donovan, Arp Museum 2013Kaum eine künstlerische Position hat sich auf der Eingangsebene des Richard Meier-Neubaus so einnehmend ausgebreitet, wie die wirkungsvoll gesetzten Arbeit von Tara Donovan. Vor Ort entstanden, reagieren diese aus Alltagsmaterialien gestalteten Installationen kontrastierend auf die Architektur Meiers.

Um der Faszination dieser „Kunst-Wirklichkeiten“ auf die Spur zu kommen, weden wir gewohnt „entschleunigt“ die Beobachtung an den Anfang stellen, werden Wirksamkeiten des Beobachteten reflektieren und ergründen – oder auch staunend zur Kenntnis nehmen, dass hier eine schwer fassbare Transzendenz wirkt, zaubrisch fast, ephemer.

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Tara Donovan

Dialogführung, Oktober 2013

 

In der Ausstellung „Tara Donovan“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

 

Tara Donovan - Mylar, Arp Museum 2013Das Alltägliche dringt mittels banaler Gegenstände wie Trinkhalme, Kunststofffolie oder transparente Knöpfe in unsere Phantasie. In unserer Vorstellung bilden sich Stalagmiten, schillernde Kaleidoskope, Wolkenmeere und gigantische Mikrokosmen.

Fasziniert folgen wir den von Tara Donovan erschaffenen Gebilden aus ihrer geheimnisvoll-maßstabslosen Existenz zurück in die Banalität und wieder fort in ferne Bedeutungen, die wir beim Betrachten und Beschreiben dieser raumverändernden Arbeiten assoziieren und im Gespräch „ent-decken.“

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Geh_Schichten: Caspar Pauli und Birgit Auf Der Lauer

Dialogführung, September 2013

 

In der Ausstellung „Geh_Schichten: Caspar Pauli und Birgit Auf Der Lauer“, beauftragt vom Stadtmuseums Siegburg.

 

C.Pauli und B. Auf der Lauer - Geh_Schichten, Stadtmuseum Siegburg 2013Wie lässt sich die Welt in den Blick nehmen? Was ist wichtig? Was entzieht sich der unmittelbaren Wahrnehmung, lauert aber unter einer durchlässigen Oberfläche?

Den beiden Künstler Caspar Pauli (Alanus Preis für Bildende Kunst 2012) und Birgit Auf Der Lauer folgend werden wir uns der genauen Beobachtung verschreiben, werden versuchen, uns die Sichtweise der Künstler zu Eigen zu machen. Mal fassen sie urbane Situationen zeichnerisch zusammen und erschaffen eine im wahren Sinne „abgerundete“ Sicht der Welt, mal praktizieren sie eine Art Dokumentarmalerei, wenn sie beispielsweise stillgelegte Industriekomplexe erforschen.

Es ist eine malerische Art von Kartographie, die die Topographie mit den Erzählungen einer Stadt zu einer neuen Wirklichkeit zusammenfügt.

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Porträts aus 500 Jahren

Dialogführung, September 2013

 

Anläßlich der Ausstellung „Das inszenierte Ich“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

 

Anhand ausgewählter Beispiele in der Sonderausstellung der Kunstkammer Rau mit dem Titel „Das inszenierte Ich“ wird der „entschleunigte Blick“ sich dieses Mal dem vielgestaltigen Genre der Portätmalerei zuwenden.

Das gemalte Porträt ist ein zeitloses Phänomen. Es bringt uns einer Person näher, zeigt einen unverwechselbaren Ausdruck oder kann einen einzigartigen Charakter sinnlich erfahrbar machen.

Es führt eine gesellschaftlich eingenommene Rolle vor Augen, kann die intensive Beziehung zwischen Maler und Model zum Thema haben oder den Blick des Malers auf sich selbst.

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Carl Schuch und die zeitgenössische Stilllebenfotografie

Dialogführung, September 2013

 

Anläßlich der Ausstellung „Stillleben: Carl Schuch und die zeitgenössische Stilllebenfotografie“, beauftragt vom Stadtmuseum Siegburg.

 

Katalog "Carl Schuch und die zeitgenössische Stilllebenfotografie", Stadtmuseum Siegburg 2013Welche Qualitäten hat die Stilllebenmalerei des 19. Jahrhunderts für den aufmerksamen Beobachter im frühen 21. Jahrhundert? Auf welche Weise wirkt die Malerei Carl Schuchs als aufmerksamkeitssteigerndes Mittel zur Wahrnehmung des Alltäglichen?

In der spannungsvoll gestalteten Gegenüberstellung  seiner Malerei mit Positionen zeitgenössischer Stilllebenfotografie lassen sich diese Fragen im Stadtmuseum Siegburg derzeit anregend diskutieren, um so für die alltägliche Gegenwart zu sensibilisieren und das vermeintlich Profane in einen zeitlosen Fokus zu rücken.

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Das Arp Museum – ausgewählte Aspekte zur Museumsarchitektur

Dialogführung, Juli 2013

 

Zu ausgewählten Aspekten der Museumsarchitektur, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

 

Arp Museum - Ausblick UntergeschossWie fügen sich die Architektur des Bahnhofs und der Richard Meier-Neubau in die Landschaft ein? Wie kam es zur architektonischen Gestaltung dieses Komplexes? Welches Museumskonzept liegt der Architektur zugrunde und wie verhält es sich mit den Funktionen eines Museums?

Gemeinsam werden wir den Gesamtkomplex erkunden und ganz bewusst auf das Zusammenspiel von Kunst, Architektur und Betrachter achten. Zentrale Frage: Wie sensibilisiert Richard Meier unsere Wahrnehmung in seinen baukünstlerisch gefassten Räumen und schafft er es, unsere ganze Aufmerksamkeit zu fokussieren?

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Wasserstandsmeldung – die Neupräsentation der Sammlung des Kunstmuseum Bonn

Dialogführung, Juli 2013

 

Im Kunstmuseum Bonn, anläßlich der Neupräsentation der ständigen Sammlung, beauftragt vom Augustinum Bonn.

 

Wasserstandsmeldung, Kraftraum 2013Das Kunstmuseum Bonn ist ein Haus, dessen Architektur, Sammlung und Konzeption einzigartig in unserer Region ist. Anläßlich seines zwanzigjährigen Bestehens präsentiert das Museum seine Sammlung jetzt neu.

Unter dem Titel „Wasserstandsmeldung“ hat Direktor Stephan Berg mit seinem Team ein hoch interessantes künstlerisches Spektrum ausgebreitet. Grund für uns, mit Ihnen gemeinsam einige ausgewählte künstlerische Positionen kritisch-konzentriert in den Blick zu nehmen. Bekannte und vielleicht weniger bekannte Künstler bieten dabei einen überraschenden und abwechslungsreichen Blick in die Kunstgeschichte der vergangenen Jahre.

Eine der wahrscheinlich bekanntesten jüngeren Positionen steht am Anfang: Neo Rauch. Er löst mit den gezeigten Werken Melancholie und Irritation aus, für die er auch bekannt geworden ist.

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„Der entschleunigte Blick“ – eine Versuchsanordnung im Zusammenspiel von Kunst und Betrachter

Dialogführung, Juli 2013

Im Arp Museum Rolandseck, in privatem Auftrag.

 

Arp Museum - Treppe mit ReflexionUnsere Veranstaltung beginnt mit einer Einführung zur Geschichte des Bahnhofes, um erst einmal alle TeilnehmerInnen auf einen Kenntnisstand zu bringen. Dabei erläutern wir auch das Konzept des Hauses, dass ja ganz wesentlich durch die Architektur von Richard Meier bestimmt wird, die es zu entdecken gilt. Da es im Haus ständig wechselnde Ausstellungen gibt, werden auch diejenigen aus dem Kreis der TeilnehmerInnen eine Reihe neuer Eindrücke bekommen, die bereits öfter in Rolandseck waren.

Unser Rundgang soll sensibilisieren für das Zusammenspiel von Kunst und Betrachter im von Richard Meier baukünstlerisch gefassten Raum, der unsere ganze Aufmerksamkeit zu fokussieren weiss.

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Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck – ausgewählte Aspekte zur Kunst und Architektur

Dialogführung , Juli 2013

 

Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck: ausgewählte Aspekte zur Museumsarchitektur, dem Werk von Hans Arp und C. O. Paeffgen, in privatem Auftrag.

 

Arp Museum Detail Treppenanlage (Tattoo)Im Rahmen einer Einführung zur Geschichte des Bahnhofes wird anfangs das Konzept des Hauses erläutert. Der anschließende Rundgang soll dann vor allem für das Zusammenspiel von Kunst, Architektur und Betrachter sensibilisieren.

Im Neubau bietet Hans Arp, der Namenspatron des Hauses mit seinem aus der Naturbeobachtung abgeleiteten Werk ideale Voraussetzungen, um sich ohne besondere Vorkenntnisse ganz auf die eigene Wahrnehmung einzulassen. Anhand zentraler Positionen seines Werkes werden wir im Gespräch zu den für Arp wesentlichen Gestaltungsansätzen finden.

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„Sehr schön“ – C. O. Paeffgen

Dialogführung, Juni 2013

 

In der Ausstellung „Sehr schön“ – C. O. Paeffgen, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

 

C.O. Paeffgen - Madonna in der Schatzkammer, 2001-13Gesammeltes, Gefundenes, Gesehenes: Normalität neu zusammengefügt, überraschend verdichtet, poetisch verfremdet. Die Arbeiten von Claus Otto Paeffgen sind immer für Überraschungen gut und bieten viel Raum für eigene Entdeckungen.

Wir sind aufgefordert unsere Seherfahrungen aus dem Alltagsleben mit hineinzunehmen in die repräsentative Überblicksschau „Sehr schön,“ die das Gesamtwerk von C.O. Paeffgen anläßlich seines 80. Geburtstages im Richard-Meier-Neubau vorstellt.

Gehen Sie gemeinsam mit uns auf Spurensuche nach dem Alltäglichen in der Kunst und nach dem Künstlerischen im Alltag.

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