Karl Lagerfeld – Modemethode
Kunstseminar in Zusammenarbeit mit Judith Graefe, Mai 2015
In der Ausstellung „Karl Lagerfeld – Modemethode“ in der Bundeskunsthalle Bonn.
Warum sollen wir nicht auch einmal entschleunigt über Mode sprechen? Die Bundeskunsthalle zeigt derzeit eine umgangreiche Ausstellung über die Arbeit des großen ModedesignersKarl Lagerfeld. Mit über 120 looks lässt sich der Modegeschichte und dem Zeitgeist nachspüren.
Was macht Mode mit mir? Was ist die Wirkung? Welche Stile werden in der Ausstellung erlebbar? Wie ist das Ausstellungsdesign und wie stellt man eigentlich Haute Couture aus? Und: Ist Mode Kunst?
Mit diesen und vielen anderen Fragen würden wir gerne mit Ihnen in den Dialog treten. Für diesen Termin haben wir unsere Kollegin Judith Graefe eingeladen, die das Team des entschleunigten Blicks schon mehrmals wirkungsvoll verstärkt hat und dieses Mal für Herrn Mextorf die Mode-Sparte übernimmt.
Orte der Kontemplation
Tagesseminar, Mai 2015
Im Kölner Museum für Ostasiatische Kunst und im Skulpturenpark Köln.
Kontemplation (lat. contemplari „anschauen“, „betrachten“) bedeutet allgemein Beschaulichkeit oder auchbeschauliche Betrachtung. Kontemplation ist auch als mystischer Weg der westlichen Tradition bekannt. In der Regel wird durch ein kontemplatives Leben oder Handeln ein besonderer Empfindungszustand oder eine Bewusstseinserweiterung angestrebt. Eine kontemplative Haltung ist von Ruhe und sanfter Aufmerksamkeit bestimmt. Somit ähnelt sie der buddhistischen Einsichtsmeditation Vipassana.
Sophie Taeuber-Arp, Hans Arp und Scharen junger Mädchen mit dem brennenden Wunsch, unaufhörlich Blumenkränze auf Kissen zu sticken
Dialogführung, April 2015
In der Ausstellung „Zweiklang“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
In diesem Jahr laden wir innerhalb der Sammlungspräsentation zu einem besonders reizvollen und innigen „Rendezvous des amis.“ 1915 lernen sich unsere Hauspatrone Hans Arp und Sophie Taeuber in Zürich kennen. Von nun an stehen sie zeitlebens in engem künstlerischen Austausch und werden schließlich ein Liebespaar.
Es entwickelt sich ein vielfältiges Miteinander, bei dem beide ganz verschiedene Wege der Abstraktion beschreiten. Arp gehört zu den Pionieren der organischen Abstraktion. Seine fließende Formensprache schöpft er aus der Natur. Das facettenreiche Werk Sophie Taeubers indes beruht auf den Ausdrucksmitteln der geometrischen Abstraktion.
Fünfhundert Jahre Avantgarde – Michelangelos Wirkmacht in der Kunst
Kunstseminar, April 2015
Anläßlich der Ausstellung „Der Göttliche – Hommage an Michelangelo“ in der Bundeskunsthalle Bonn.
Aufgrund vielfacher Nachfrage möchten wir folgendes Zusatzangebot für die gemeinsame Kunstbetrachtung zum Thema „Der Göttliche – Hommage an Michelangelo“ machen.
Kein Künstler hat die Kunstgeschichte über einen derart langen Zeitraum wirksam beeinflusst, wie Michelangelo. Seine Bilderfindungen wurden immer wieder kopiert, rezipiert und variiert.
Wir möchten gemeinsam mit Ihnen diesem Phänomen anhand ausgesuchter Beispiele auf die Spur kommen und dabei auch den „Mythos Michelangelo“ und die mediengeschichtlichen Hintergründe, die eine so langanhaltende Rezeptionsgeschichte erst ermöglichen, mit beleuchten.
Wenn die Malerei auf die Barrikaden geht
Dialogführung, März 2015
In der Ausstellung „Revolution der Bilder – Von Poussin bis Monet“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Vom 17. bis in das 20. Jahrhundert setzte die französische Malerei die Maßstäbe für ganz Europa. Die Ausstellung widmet sich den revolutionären Entwicklungen in dieser Zeit. Sie zeigt rund 50 Gemälde und Skulpturen von Poussin, Chardin, Houdon, Renoir, van Gogh, Cézanne und anderen
Im Zeitalter Poussins entstanden durch den königlichen Hof geprägte Historienbilder. Das Zeitalter der Aufklärung und Revolution brachte neue Themen hervor. Den Weg Frankreichs in die Moderne kennzeichnen das wachsende Selbstbewusstsein der Künstler und die Befreiung der Farbe im Impressionismus.
Hier und Jetzt – Zeitgenössische Kunst in der Diskussion
Dialogführung, Februar 2015
In der Ausstellung „Die Stipendiaten aus Schloss Balmoral“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Dass ein Kunstwerk die Angabe „o.T. (ohne Titel)“ trägt irritiert Besucher immer wieder. Im Arp Museum Bahnhof Rolandseck ist jetzt eine ganze Ausstellung so überschrieben! Ein Glücksfall! Denn ohne den Filter des Titels verändert sich der Blick. Erproben Sie gemeinsam mit uns den „entschleunigten Blick“, der versucht, genau zu sein und unvoreingenommen zu beschreiben.
Aus dem Austausch vor ausgewählten Werken in der Ausstellung werden wir uns unterschiedlichen Phänomenen nähern, werden der räumlichen Wirkung großformatiger Wandgestaltung nachgehen oder den Bezug von historischem Ort und Alltagsleben zu diskutieren haben. Fragen nach den vielfältigen Funktionen von Kunst führen dann auch zu unterschiedlichen malerischen Positionen, die von gestischer Explosivität bis zu reduziert-meditativer Gegenständlichkeit reichen.
Max Ernst – Sein plastisches Werk zwischen Mythos und Moderne
Kunstseminar, Februar 2015
Im Max Ernst Museum in Brühl.
Die plastischen Arbeiten von Max Ernst gehören zu den faszinierendsten Bildhauerwerken des 20. Jahrhunderts.
Spielerische Leichtigkeit und fantasievolle Arrangements prägen den ersten Eindruck dieser Arbeiten, die sich dann als formal und inhaltlich hochverdichtet herausstellen.
Bodybuilding und Heilige Heroen
Dialogführung, Januar 2015
In der „Kunstkammer Rau“ anläßlich der Ausstellung „Leibhaftig – Der menschliche Körper zwischen Lust und Schmerz“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Diese Ausstellung geht unter die Haut. Kaum jemand wird sich der spürbaren Präsenz der Exponate entziehen können. Zu sehr sind wir betroffen von den Facetten einer uns anrührenden Körperlichkeit. Die schmerzvolle Erfahrung der eigenen Verletzlichkeit und das Wissen um unsere Vergänglichkeit werden hier ebenso vor Augen geführt, wie eine gegenwärtig-lusterfüllte Leiblichkeit. Im Dialog mit Ihnen, den Besuchern, möchten wir anhand einer Auswahl von Werken gezielt auf diese Bezüge zwischen Bild und Betrachter eingehen.
Wodurch wirkt ein Gemälde des 17. oder 18. Jahrhunderts bis auf den heutigen Tag so eindringlich? In welchem Spannungsverhältnis stehen die dargestellten Leiden der Heiligen und Märtyrer zu manch lebensbejahendem Werk der Antike? Wie fassen zeitgenössische Künstler das allgegenwärtige Thema der Vergänglichkeit?
Wie immer ist „der entschleunigte Blick“ auch dieses Mal ein Experiment, zu dem wir Sie herzlich einladen!
Besinnliches zum Neuen Jahr
Dialogführung, Dezember 2014
Der „entschleunigte“ Rundgang durch das Haus, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Anhand einer gezielten Werkauswahl wollen wir uns zum Jahreswechsel noch einmal durch den gesamten Museumskomplex tragen lassen. Im Gespräch über unsere Beobachtungen zu den Kunstwerken und ihre Wirksamkeit in der rahmenden Architektur natürlich ein weiteres Mal „entschleunigt.“
50 x „der entschleunigte Blick“!
Jubiläums-Sonderveranstaltung des „entschleunigten Blicks“ im Arp Museum Bahnhof Rolandseck am 20. Dezember 2014
Liebe Freundinnen und Freunde des „entschleunigten Blicks“!
Es gibt ihn noch! Natürlich!! Es war ein bewegtes Jahr, das nicht zuende gehen soll, ohne gemeinsam noch einen „entschleunigten Blick“ zu riskieren. Anlaß genug für ein „Rendezvous der Freunde“ mit Hans Arp, Max Ernst und Ihnen. Lassen sie uns gemeinsam das Werk dieser beiden Künstlerfreunde beschreibend vergleichen, erschließen und diskutieren – gewohnt „entschleunigt“, versteht sich. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie Zeit fänden.
Außerdem gibt es noch ein kleines Jubiläum zu feiern: 50 x „der entschleunigte Blick“! Daher würden wir die Kunstbetrachtung gerne mit einem Glas Prosecco ausklingen lassen, zu dem wir Sie in den kleinen Festsaal im Obergeschoss des Bahnhofes einladen möchten. Hier haben wir dann noch etwas Zeit zum weiteren Austausch.
Machen Sie uns die Freude!
Nicole Birnfeld + Olaf Mextorf
Museumsarchitektur als Spielfeld der (Post-)Moderne
Dialogführung, November 2014
Im Neubau des von Richard Meier entworfenen Museums, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Das Arp Museum – obgleich erst im Jahr 2007 eröffnet – verdankt seine Existenz dem Museumsboom der 1980er-Jahre in Deutschland. Den Beginn machte damals das vom Wiener Architekten Hans Hollein entworfene Museum Abteiberg in Mönchengladbach, eröffnet 1982. Zwei Jahre später folgte die nicht minder epochale Staatsgalerie Stuttgart, geplant vom Briten James „Big Jim“ Stirling. 1986 öffnete dann die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ihre Pforten (Entwurf: Dissing + Weitling, Kopenhagen) und in Köln das Museum Ludwig des Architektenduos Bussmann + Haberer.
Außer der Reihe: Targets – Fotografien von Herlinde Koelbl
Themenführungen, November 2014 bis Januar 2015
Konzepterstellung von Olaf Mextorf, beauftragt von der Bundeskunsthalle Bonn.
Außer der Reihe möchte ich Ihnen an dieser Stelle einige Informationen zu den Themenführungen im Rahmen der Ausstellung „Targets“ von Herlind Koelbl weitergeben.
1. Kurzbiographie Herlinde Koelbl
2. Zum Werk
3. TARGETS – Genese eines Projekts
4. Themenführungen:
4.1 „Im Visier: Wer ist der Feind“
4.2 „Beruf Soldat: Die lebebenden Ziele“
5. Wandtexte in der Ausstellung
6. weiterführende Links
Von Sinnen – Ernesto Neto
Dialogführung, Oktober 2014
In der Ausstellung „Ernest Neto – Haux Haux“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Diese Ausstellung gibt uns die Möglichkeit körperliche Erfahrungen mit der Kunst zu machen, die umso intensiver sind, je mehr wir uns Zeit nehmen. Gemeinsam mit Ihnen, den Besuchern, möchten wir uns dieses Mal den raumgreifenden Installationen des brasilianischen Künstlers Ernesto Neto annähern, der den Richard Meier-Neubau in einen multisensuellen Erfahrungsraum verwandelt hat.
Leibhaftig – Der menschliche Körper zwischen Lust und Schmerz
Dialogführung, Oktober 2014
In der Ausstellung „Leibhaftig – Der menschliche Körper zwischen Lust und Schmerz“ in der Kunstkammer Rau im Arp Museum Bahnhof Rolandseck, beauftragt vom Bistum Trier für den Hospizverein Hochwald.
Diese Ausstellung geht unter die Haut. Kaum jemand wird sich der spürbaren Präsenz der Exponate entziehen können. Zu sehr sind wir betroffen von den Facetten einer uns anrührenden Körperlichkeit. Die schmerzvolle Erfahrung der eigenen Verletzlichkeit und das Wissen um unsere Vergänglichkeit werden hier ebenso vor Augen geführt, wie eine gegenwärtig-lusterfüllte Leiblichkeit.
Outer Space: Alles relativ – Von der Lichtgeschwindigkeit zur Entschleunigung
Dialogführungen, Oktober 2014 bis Januar 2015
In der Ausstellung „Outer Space – Faszination Weltraum“, beauftragt von der Bundeskunsthalle Bonn.
Kasimir Malewitsch hat es gerade gezeigt: mit seinen Planiten – „künftige Behausung für Erdbewohner“ – war er gedanklich schon unterwegs in den unendlichen Weiten des Weltraums. Tatsächlich haben sich zu allen Zeiten nicht nur Forscher und Philosophen, sondern auch Künstler intensiv mit dem Kosmos auseinandergesetzt.
Von Neugier getrieben verwandeln sie das Weltall mal in einen Sehnsuchtsort, mal in eine Projektionsfläche für Ängste, Utopien oder gestalterisches Experiment. Bilder für das Unfassbare zu finden war immer schon eine Domäne der Kunst.
Durchwandern Sie gemeinsam mit uns – gewohnt „entschleunigt“ – den „Outer Space“ auf der Suche nach ausgewählten Werken der Bildenden Kunst. Treffen Sie dabei auf Peter Paul Rubens und Odilon Redon, auf Max Ernst und Yves Klein.
Der Max ist da! – 100 Jahre Freundschaft Max Ernst und Hans Arp
Dialogführung, September 2014
Anläßlich der Ausstellung „Der Max ist da! – 100 Jahre Freundschaft Max Ernst und Hans Arp“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Im Jahr 1914 lernen sich Hans Arp und Max Ernst in Köln kennen. Dies ist der Beginn einer lebenslangen Künstlerfreundschaft, die sich nun zum 100. Mal jährt. Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck und das Max Ernst Museum Brühl des LVR nehmen dies zum Anlass, gemeinsam an die Begegnung der beiden Künstler zu erinnern.
Die beiden Patronatsmuseen laden den jeweiligen Freund zu Gast ins eigene Haus. So zeigt das Max Ernst Museum Skulpturen, Reliefs und Papierarbeiten von Arp, darunter hochkarätige Leihgaben des Arp Museums. Gleichzeitig treffen hier die surrealistischen Skulpturen und Gemälde von Ernst auf Arps einzigartige organische Werke.
Aron Demetz – „I Am“
Dialogführung, August 2014
In der Ausstellung „Aron Demetz – I Am“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Kunst wirkt! Aber wie? Was muss ich wissen, was kann ich sehen? Im Dialog mit Ihnen, den Besuchern, möchten wir uns dieses Mal mit dem Werk des Bildhauers Aron Demetz befassen, dessen lebensgroße Figuren mit ihrer irritierenden Körperlichkeit dem Betrachter unmittelbar entgegentreten.
Es ist auch der Versuch, die »menschliche Dimension« – so das Motto des diesjährigen Themenjahres im Arp Museum – in den Werken von Aron Demetz zu ergründen. Auf der Grundlage einer intensiv-konzentrierten Kunstbetrachtung und dem gemeinsamen Gespräch über Beobachtungen, Assoziationen und vielleicht auch Widerstände wird sich ein vielgestaltiger Zugang zu dieser spannungsvollen künstlerischen Position ergeben.
Helge Hommes – Morgenland
Dialogführung, August 2014
In der Ausstellung „Helge Hommes – Morgenland“, beauftragt vom Stadtmuseum Siegburg.
Ein Ausstellungstitel, bei dem unsere ersten Assoziationen sogleich ins Land der nach tausend und einer Nacht aufgehenden Sonne schweifen – um dann allerdings, angesichts der Malerei von Helge Hommes, in einer verstörend-vertrauten Realität anzukommen.
So ist es nicht der geographische, sondern ein zeitlich-aktiver Bezug, der als Wegweiser in ein „Morgenland“ führt, indem wir uns gemeinsam mit Ihnen – gewohnt „entschleunigt“ – orientieren möchten.
Achtung an Gleis Eins
Dialogführung in Zusammenarbeit mit Judith Graefe, Juli 2014
Die Architektur des Empfangsgebäudes des historischen Bahnhofs, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Der Bahnhof Rolandseck, das klassizistische Juwel aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, ist seit Jahrzehnten Ort für berühmte Künstler aus der ganzen Welt – für Musiker, Literaten, Maler und Bildhauer. Ursprünglich war der Bahnhof Endstation einer Privatbahn, die ab Köln verkehrte. Heute noch hält hier jede Stunde ein Nahverkehrszug sowohl in Richtung Koblenz als auch in Richtung Köln.
Der Bahnhof Rolandseck von Emil Hermann Hartwich (1801-1879) wurde 1856 vollendet. Er gilt heute als bedeutendes Kulturdenkmal der rheinischen Kunstgeschichte und des frühen deutschen Eisenbahnbaus. Die umlaufenden gusseisernen Aussichtsgalerien sind markante Zeugnisse des rheinischen Eisenkunstgusses.
Leibhaftig
Dialogführung, Juni 2014
In der Ausstellung „Leibhaftig – Der menschliche Körper zwischen Lust und Schmerz“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Diese Ausstellung geht unter die Haut. Kaum jemand wird sich der spürbaren Präsenz der Exponate entziehen können. Zu sehr sind wir betroffen von den Facetten einer uns anrührenden Körperlichkeit. Die schmerzvolle Erfahrung der eigenen Verletzlichkeit und das Wissen um unsere Vergänglichkeit werden hier ebenso vor Augen geführt, wie eine gegenwärtig-lusterfüllte Leiblichkeit.
Wodurch wirkt ein Gemälde des 17. oder 18. Jahrhunderts bis auf den heutigen Tag so eindringlich? In welchem Spannungsverhältnis stehen die dargestellten Leiden der Heiligen und Märtyrer zu manch lebensbejahendem Werk der Antike? Wie fassen zeitgenössische Künstler das allgegenwärtige Thema der Vergänglichkeit?
Macht. Wahn. Vision.
Dialogführung, Mai 2014
In der Ausstellung „Rapunzel & Co. – Von Türmen und Menschen in der Kunst“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Immer wieder bauen Menschen Türme: höher, schöner, uneinnehmbarer. Der Turm dient zur Sicherung von Herrschaft und Macht, als Zeichen von Größe und Dominanz, als Projektionsfläche von Träumen und Visionen.
Die Symbolfunktion des Turmes ist fester Bestandteil der kollektiven Wahrnehmung, sei es in in der Legende der Heiligen Barbara, die als vermutlich erste Turmgeschichte des christlichen Abendlandes von der Standhaftigkeit des Glaubens der schönen Barbara von Nikomedien in ihrem Turmgefängnis erzählt, sei es in dem Märchen von Rapunzel.
Also: „Rapunzel! Lass Dein Haar herab!“ Und so empfängt uns bereits im Aufzugsturm des Arp Museums eine märchenhafte Haar(?)pracht… Weiter geht es zur „babylonischen“ Sprachverwirrung und auch 9/11 wird zum Thema. Enträtseln Sie gemeinsam mit den Kunsthistorikern Nicole Birnfeld und Olaf Mextorf diese spannende und vielschichtige Ausstellung.
Sandra del Pilar – Anderwelt
Dialogführung, Mai 2014
Anläßlich der Ausstellung „Anderwelt“ mit Werken von Sandra del Pilar, beauftragt vom Stadtmuseum Siegburg.
Gibt es eine „Anderwelt“ in der Kunst? Einen Sommer lang hat die Künstlerin Sandra del Pilar mit einer Gruppe straffällig gewordener Jugendlicher in der JVA Siegburg gearbeitet und im Anschluss daraus Szenen und „Portraits“ großformatig auf Leinwand gebracht.
Vordergründig sind es Selbstinszenierungen von Gewalt und Machtspielen, jedoch liegt das eigentliche Augemerk auf einer – jenseits von Medienbildern und Rollenklischees – malerisch erzeugten Wirklichkeit, in der die Suche nach Sinn, Überforderung, Scheitern, Existenzangst und Frustration aufscheint.
Gehen Sie im Gespräch mit uns dem Werk von Sandra del Pilar auf den Grund und überprüfen Sie die Wirksamkeit dieser nachdenklichen Malerei.
Ursula Wevers – Raum.Zeit.Bild.
Dialogführung, April 2014
In der Ausstellung „Ursula Wevers – Das verlängerte Bild“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Das photographische und filmische Werk von Ursula Wevers hat das Vergehen der Zeit zum Thema. Dieses ewige Geheimnis, unfassbar und doch immerfort präsent, grundiert ihrer Arbeiten.
Langsam gerät die sensibilisierte Betrachterin, gerät der aufmerksame Betrachter in einen Zustand zwischen romantischem Sehnen und sanfter Melancholie. Motive der Architektur und Bildhauerkunst werden mit Landschaftsandeutungen verschränkt, sodass eine geheimnisvoll andersartige Bildwelt entsteht.
Die Kunst des Kasimir Malewitsch – „Nichts“ für Schwarzseher
Dialogführungen, April – Mai 2014
In der Ausstellung „Kasimir Malewitsch und die russische Avantgarde“, beauftragt von der Bundeskunsthalle Bonn.
Das Werk des Kasimir Sewerionowitsch Malewitsch wurde beeinflusst vom Impressionismus, Symbolismus und Kubismus bis hin zur russischen Ikonenmalerei und der traditionellen Volkskunst. Doch die größte Anziehungskraft üben wohl immer noch seine suprematistischen Arbeiten aus, künstlerische Experimente, um die gegenstandslose Welt oder das befreite Nichts darzustellen, so Malewitsch in seiner Definition des Suprematismus.
Überprüfen und hinterfragen Sie im Gespräch mit uns Werkzusammenhänge, Entwicklungen und Hintergründe dieser für die moderne Kunst so bedeutsamen Phase im Werk des Künstlers. Grundlage dieser konzentrierten Kunstbetrachtung bildet eine gezielte Werkauswahl, in der das Medium Zeichnung eine besondere Rolle spielen wird.
Babak Saed – DAZUZWINGTMANMICH
Dialogführung, März 2014
In der Ausstellung „Babak Saed – DAZUZWINGTMANMICH“, beauftragt vom Stadtmuseum Siegburg.
ICHERINNEREMICH…ICHERINNEREMICHNICHT…ICHERINNEREMICH… In leuchtenden Grossbuchstaben ohne Leerzeichen aneinandergereiht wurde dieser Schriftzug unlängst im Treppenhaus des Stadthttp://www.ksta.de/siegburg/stadtmuseum-siegburg-sprachspiele-von-babak-saed,15189202,26620414.htmlmuseums Siegburg installiert. Besonders irritiert, dass das NICHT im langsamen Rhythmus an- und ausgeht.
Dies ist der erste Eindruck, den wir vom Werk des im Iran geborenen und in Deutschland aufgewachsenen Konzeptkünstlers Babak Saed bekommen. Diese biographischen Hinweise führen bereits tief in das Verständnis, bzw. den Ansatz des Werkes von Babak Saed, der sich intensiv mit Sprache auseinandersetzt.

