„Der entschleunigte Blick“ – eine Versuchsanordnung im Zusammenspiel von Kunst und Betrachter
Dialogführung, Juli 2013
Im Arp Museum Rolandseck, in privatem Auftrag.
Unsere Veranstaltung beginnt mit einer Einführung zur Geschichte des Bahnhofes, um erst einmal alle TeilnehmerInnen auf einen Kenntnisstand zu bringen. Dabei erläutern wir auch das Konzept des Hauses, dass ja ganz wesentlich durch die Architektur von Richard Meier bestimmt wird, die es zu entdecken gilt. Da es im Haus ständig wechselnde Ausstellungen gibt, werden auch diejenigen aus dem Kreis der TeilnehmerInnen eine Reihe neuer Eindrücke bekommen, die bereits öfter in Rolandseck waren.
Unser Rundgang soll sensibilisieren für das Zusammenspiel von Kunst und Betrachter im von Richard Meier baukünstlerisch gefassten Raum, der unsere ganze Aufmerksamkeit zu fokussieren weiss.
Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck – ausgewählte Aspekte zur Kunst und Architektur
Dialogführung , Juli 2013
Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck: ausgewählte Aspekte zur Museumsarchitektur, dem Werk von Hans Arp und C. O. Paeffgen, in privatem Auftrag.
Im Rahmen einer Einführung zur Geschichte des Bahnhofes wird anfangs das Konzept des Hauses erläutert. Der anschließende Rundgang soll dann vor allem für das Zusammenspiel von Kunst, Architektur und Betrachter sensibilisieren.
Im Neubau bietet Hans Arp, der Namenspatron des Hauses mit seinem aus der Naturbeobachtung abgeleiteten Werk ideale Voraussetzungen, um sich ohne besondere Vorkenntnisse ganz auf die eigene Wahrnehmung einzulassen. Anhand zentraler Positionen seines Werkes werden wir im Gespräch zu den für Arp wesentlichen Gestaltungsansätzen finden.
„Sehr schön“ – C. O. Paeffgen
Dialogführung, Juni 2013
In der Ausstellung „Sehr schön“ – C. O. Paeffgen, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Gesammeltes, Gefundenes, Gesehenes: Normalität neu zusammengefügt, überraschend verdichtet, poetisch verfremdet. Die Arbeiten von Claus Otto Paeffgen sind immer für Überraschungen gut und bieten viel Raum für eigene Entdeckungen.
Wir sind aufgefordert unsere Seherfahrungen aus dem Alltagsleben mit hineinzunehmen in die repräsentative Überblicksschau „Sehr schön,“ die das Gesamtwerk von C.O. Paeffgen anläßlich seines 80. Geburtstages im Richard-Meier-Neubau vorstellt.
Gehen Sie gemeinsam mit uns auf Spurensuche nach dem Alltäglichen in der Kunst und nach dem Künstlerischen im Alltag.
Eva und kein Ende… – „Faszination Frau“ in der bildenden Kunst
Themenreihe, Juni – September 2013
Kunstseminar im Wallraf-Richartz-Museum – Fondation Corboud, der Bundeskunsthalle Bonn, dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck und der kunstgaleriebonn.
Dieses Mal wollen wir uns ausführlich den Frauen in der bildenden Kunst widmen.
Im Laufe der Jahrhunderte wurden Frauen auf unendliche viele Rollen festgelegt und in der bildenden Kunst dargestellt. Wie haben Künstler und Künstlerinnen Frauen gesehen, welche Klischees wurden geprägt und wie war ihre Rolle innerhalb der Gesellschaft? Welche Wege haben Künstlerinnen beschritten und welche Ziele verfolgen sie heute? Diese Kernfragen wollen wir gewohnt entschleunigt – und diesmal wieder an verschiedenen Orten – diskutieren.
„geheim“ – Caro Bittermann und Peter Duka
Dialogführung, April 2013
In der Ausstellung „geheim. Caro Bittermann und Peter Duka“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Die Ausstellung „geheim“ widmet sich im Themenjahr des „Künstler-Ich“ gleichermaßen dem langjährigen gemeinsamen Werk von Caro Bittermann und Peter Duka, als auch den daran anknüpfenden Solo-Arbeiten beider Künstler. Wir werden uns den unterschiedlichen Positionen in gemeinsamer Betrachtung und im Gespräch nähern und zu ergründen versuchen.
Caro Bittermann präsentiert in ihrem Solo-Projekt „Jardins d’amis“ eine spannende Porträtserie von über 100 Gouachen, während Peter Dukas vorlagenfreie Malereiserien den Gedankenkomplex der Ruinenmalerei im romantischen Kontext verfolgen, welcher bereits in den Gemeinschaftsarbeiten des Künstlerpaares eine Rolle spielte.
Nur hier – Sammlung zeitgenössischer Kunst
Tagesseminar, März 2013
Anläßlich der Ausstellung „Nur hier – Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland: Ankäufe von 2007 bis 2011“ in der Bundeskunsthalle Bonn.
Abermals suchen wir gemeinsam die Auseinandersetzung mit der aktuellen zeitgenössischen Kunst. Ausgangspunkt ist die „Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland“, die in der Bundeskunsthalle unter dem Titel „Nur hier“ präsentiert wird. Diese Ausstellung ist schon deshalb von besonderem Interesse ist, weil es – man kann das so deutlich sagen – UNSERE Sammlung ist, die hier gezeigt wird, finanziert aus Steuermitteln, ausgewählt von einer alle fünf Jahre neu besetzten Ankaufskommission.
Wasserstandsmeldung
Dialogführung, Februar 2013
In der Neupräsentation der ständigen Sammlung des Kunstmuseums Bonn, beauftragt vom Kunstverein Erftstadt.
Das Kunstmuseum Bonn ist ein Haus, dessen Architektur, Sammlung und Konzeption in unserer Region liegt. Anläßlich seines zwanzigjährigen Bestehens präsentiert das Museum seine Sammlung jetzt neu.
Unter dem Titel „Wasserstandsmeldung“ – benannt nach der gleichnamigen Arbeit von Reinhard Mucha – hat Direktor Stefan Berg mit seinem Team ein hoch interessantes künstlerisches Spektrum ausgebreitet. Bekannte, wie Franz Ackermann, Neo Rauch und vielleicht weniger bekannte Künstler bieten dabei einen überraschenden und abwechslungsreichen Blick in die Kunstgeschichte der vergangenen Jahre.
Wasserstandsmeldung – die Neupräsentation der Sammlung des Kunstmuseums Bonn
Tagesseminar und Dialogführungen, Januar und Februar und Juli 2013
Die Neupräsentation der Sammlung im Kunstmuseum Bonn
Das Kunstmuseum Bonn ist ein Haus, dessen Architektur, Sammlung und Konzeption einzigartig in unserer Region ist. Anläßlich seines zwanzigjährigen Bestehens präsentiert das Museum seine Sammlung jetzt neu. Unter dem Titel „Wasserstandsmeldung“ – benannt nach der gleichnamigen Arbeit von Reinhard Mucha – hat Direktor Stephan Berg mit seinem Team ein hoch interessantes künstlerisches Spektrum ausgebreitet. Grund für uns, mit Ihnen gemeinsam einige ausgewählte künstlerische Positionen kritisch-konzentriert in den Blick zu nehmen. Bekannte und vielleicht weniger bekannte Künstler bieten dabei einen überraschenden und abwechslungsreichen Blick in die Kunstgeschichte der vergangenen Jahre.
Florian Slotawa – Andere Räume
Dialogführung, Januar 2013
In der Ausstellung „Florian Slotawa – Andere Räume“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Eigens für die historischen Ausstellungsräume im Bahnhof Rolandseck entwickelt der Berliner Künstler Florian Slotawa ein komplexes Installationskonzept, mit dem er Architektur und Fotografie auf ungewöhnliche Weise verbindet.
Schwarz-Weiß-Fotografien seines Berliner Ateliers stehen dekonstruierten Wandscheiben gegenüber, die einen Bezug zur Architektur Mies van der Rohes herstellen. Durch Nachbauten von ausgewählten Wänden spezifischer Innenräume wird der zweidimensionalen Fotografie eine dritte Dimension hinzugefügt.
„… warum sollte man den Schnee malen, diese Krankheit der Natur?“ (Pierre August Renoir)
Dialogführungen, November 2012 und März 2013
In der Ausstellung „Lichtgestöber – Winterbilder des Impressionismus“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Warum malte Claude Monet dreißig Jahre lang Winterlandschaften, fuhr dafür sogar bis nach Norwegen. Warum stellte sich Alfred Sisley allein in den 1870ern mehr als fünfzig Mal vor die verschneite und vereiste Natur? Und Camille Pissarro? Über einhundert Winterdarstellungen sind von ihm bekannt.
Die Reihe winterharter Künstler in der Aussellung reicht aber noch weiter: Von Gustave Courbet zu Gustave Caillebotte, von Vincent van Gogh über Paul Gauguin zu Max Liebermann und Edvard Munch.
Also auf ins „Lichtgestöber.“ Folgen wir den Malern vors eisige Motiv, denn zweistellige Minustemperaturen waren in den Wintern der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts klirrende Normalität.
Richard Meier als Museumsarchitekt
Dialogführungen, Oktober 2012 und März 2013
In der Ausstellung „Richard Meier – Building As Art“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Was sind die Grundvoraussetzungen einer gelungenen Museumsarchitektur? Wodurch wirkt Architektur auf den Betrachter von Kunst und wie beeinflussen gestalterische Fragen die Kunstwahrnehmung? Die Ausstellung „Building as Art – Richard Meier“ bietet derzeit eine einzigartige Möglichkeit, Richard Meiers Museumsarchitektur anhand von Modellen, Zeichnungen und Photos zu diskutieren und ihre Wirksamkeit am gebauten Beispiel nachzuprüfen.
Richard Meier selbst hat in Kenntnis der europäischen Architekturgeschichte und grundiert durch eigene Anschauung die These aufgestellt, dass das Museum heute eine vergleichbare Funktion wie die Kathedralen in der Vergangenheit haben könnte.
Gebauter Raum – Gedachter Raum
Dialogführung, September 2012
In der Ausstellung „Joachim Manz – Bauspiele“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Wie prägt Raum – gedacht und gebaut – unser Erleben? Wodurch werden eigentlich Gefühle wie Enge und Weite, wie Intimität und Monumentalität verursacht? Die von Joachim Manz erdachten Miniaturarchitekturen in der Ausstellung „Bauspiele“ geben Antworten. Voraussetzung: wir als Betrachter nehmen uns die Zeit, „entschleunigen Blick“ und schauen genau hin.
Und darum soll es gehen: Konzentration auf das Werk und Annäherung im gemeinsamen Gespräch. Beobachtungen, eigene Erfahrungen und Assoziationen, ergänzt um Vergleichsbeispielen werden sich zu einem etwas anderen Ausstellungserlebnis verbinden.
Wagen Sie gemeinsam mit uns die Expedition durch die geheimnisvollen Raumerfindungen von Joachim Manz, deren Vielfalt nicht nur ein visuelles Abenteuer verspricht.
Nazarenerfresken im Blick der Gegenwart
Dialogführung, August 2012
In der Ausstellung „Die Eroberung der Wand“, beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Nach rund 50 Jahren im Verborgenen zeigt das Arp Museum Bahnhof Rolandseck erstmals wieder gemeinsam die frisch restaurierten Fresken der zwölf Apostel des Nazarenerkünstlers Johann von Schraudolph (1808 –1879). Die in den 1960er Jahren abgenommenen monumentalen Wandmalereien, die ursprünglich die Apsis des Speyerer Doms schmückten, nehmen die lichtdurchfluteten Räume des Neubaus ein und fordern zwölf Künstlerinnen der Gegenwart auf, sich mit ihnen auseinander zu setzen.
Am Anfang – Anselm Kiefer
Tagesseminar in Zusammenarbeit mit Judith Graefe, Juni 2012
Anläßlich der Ausstellung „Am Anfang – Anselm Kiefer: Werke aus dem Privatbesitz Hans Grothe“ in der Bundeskunsthalle Bonn.
Anselm Kiefer in der Bundeskunsthalle wird unsere nächste Herausforderung! Ein Werk, eine künstlerische Position, bei der sich der „entschleunigte“ und damit konzentiert-vertiefte Blick besonders lohnt, zumal Kiefers vielschichtiges Werk immer von erheblichen Diskussionen begleitet wird.
Gezeigt werden u.a. die Arbeit „Essence“ aus der Serie der Alpenlandschaften, das bekannte Werk „Böhmen liegt am Meer“ (1995) und das monumentale Bild „Der fruchtbare Halbmond“ (460 x 760 cm), eine Arbeit aus dem Jahr 2010, das auf die Zusammenführung von Abendland und Morgenland verweist.
Pop Art und Graffiti – Alltag und Mythen
Dialogführungen, Februar – Mai 2012
In der Ausstellung „Ménage à trois – Warhol, Basquiat, Clemente“, beauftragt von der Bundeskunsthalle Bonn.
Geht das zusammen? Die kühle Distanz des Pop-Art-Mitbegründers Andy Warhol, die wuchtig-figurative Malerei des Jean-Michel Basquiat und die verrätselten Bilder eines Francesco Clemente?
Die legendäre New Yorker Kunstszene der 1980er Jahre machte diese „ménage à trois“ möglich – es entstanden faszinierende Gemeinschaftsarbeiten, spannungsvoll und vital.
Erkunden Sie diesen faszinierenden Kosmos, dem wir uns im Gespräch und mit bewährt „entschleunigtem Blick“ nähern und dabei die drei Künstlerpersönlichkeiten und ihre berühmten „Collaborations“ kennenlernen und dabei auch mehr erfahren über den grellen Starkult der Zeit – mit seinen mitunter bedrohlichen Schatten.
Landschaftsbetrachtung
Tagesseminar, November 2011
In Kooperation mit dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck in den Ausstellungen „Rheinromantik“, „Horizonte“ und „Belvedere.“
Die Ausstellungen „Rheinromantik“, „Horizonte“ und „Belvedere“ im Arp Museum Bahnhof Rolandseck bilden derzeit einen hochinteressanten Reigen, der sich dem Thema Landschaft von unterschiedlichen Standpunkten aus nähert. Der Rhein und die Rheinromantik sind dabei ein zentraler Aspekt.
So liebte Victor Hugo die Ufer und Aussichten dieses „edlen Flusses.“ Lord Byron, Heinrich Heine und Apollinaire besangen ihn. Gesungen hat vielleicht auch Kurt Tucholsky,der 1930 bekannte: „Wir soffen uns langsam den Fluss hinab.“
Wir kommen sicherlich noch ohne bewusstseinserweiternde Drogen aus, wenn wir das Thema Landschaft in der Kunstkammer Rau gedanklich-visuell erweitern. Der Endpunkt wird dann die spannungsreiche Schau „Belvedere – Warum ist Landschaft schön?“ im Richard Meier-Neubau sein.
Edvard Munch – Leben und Werk im Spiegel seiner druckgraphischen Arbeiten
Kunstseminar, März 2011
Eine Kooperation mit der Graphischen Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums – Fondation Corboud.
Bei unserem gemeinsamen Besuch der Graphischen Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums – Fondation Corboud wird das Werk und die Perönlichkeit Edvard Munchs unser Thema wird sein.
Anhand ausgewählter Beispiele aus seinem umfangreichen druckgraphischen Werk werden wir den Künstler, sein Umfeld und vor allem die Wirksamkeit seiner druckgraphischen Blätter kennen lernen.
Wie gewohnt werden wir uns den Arbeiten von der gemeinsamen Betrachtung her nähern, ergänzt um Informationen zur Biographie, seiner künstlerischen Bedeutung und den druckgraphischen Techniken, die er anwandte.
Kunst-Geschichte(n) von Munch bis Picasso – von Nolde bis Warhol
Themenreihe, Februar – März 2011
Eine Kooperation mit der Theatergemeinde Bonn anläßlich der Ausstellung „Klassiker in Bonn – die unbekannte Sammlung aus Bielefeld“ in der Bundeskunsthalle Bonn.
Machen Sie eine Reise durch die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Der Weg führt von der Klassischen Moderne bis in die Gegenwart. Seien Sie zu Gast bei großen Künstlerpersönlichkeiten und lassen sich überraschen von der Sammlung der Kunsthalle Bielefeld, die kommendes Jahr in der Bundeskunsthalle Station macht.
Es gibt viel zu entdecken. Darunter Werke von Arp, Beckmann und Kirchner, von Warhol, Yoko Ono, Henry Moore und Olafur Eliasson. Lernen Sie – ausgehend von der intensiven Werkbetrachtung – das Wirken der Künstlern und Künstlergruppierungen kennen, die im 20. Jahrhundert Kunstgeschichte geschrieben haben.
Auf Spurensuche nach den Künstlerinnen Mira Schendel, Grete Stern und Gertrude Goldschmidt
Dialogführungen, September 2010 – Januar 2011
In der Ausstellung „Vibraciòn – Moderne Kunst aus Lateinamerika“, beauftragt von der Bundeskunsthalle Bonn.
Drei Emigrantinnen, vertrieben vom nationalsozialistischen Unrechtsstaat, kommt eine bedeutende Rolle in der Entwicklung der Abstrakten Kunst in Lateinamerika zu. Folgen Sie den Kunsthistorikern Nicole Birnfeld und Olaf Mextorf auf ihrer Entdeckungsreise durch die Ausstellung Vibración – Moderne Kunst aus Lateinamerika. Lernen Sie mit der Schweizer Künstlerin Mira Schendel, der deutschen Bildhauerin Gertrude Goldschmidt (Gego) und der in Elberfeld geborenen Fotografin Grete Stern drei bedeutende Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts kennen.
raum–[be]greifen – Skulptur und Plastik von der Moderne bis zur Gegenwart
Themenreihe, September – November 2010
Eine Kooperation mit der Theatergemeinde Bonn in der Bundeskunsthalle Bonn, dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck und dem Skulpturenpark Köln.
Worin besteht die besondere Wirksamkeit einer Skulptur? Welchen Reiz übt die Beschaffenheit einer Plastik aus? Wie nutzen Bildhauer die Vielzahl an Materialien und welche Thematiken spielen ein Rolle? Längst geht es nicht mehr um die Darstellung des Göttlichen oder der christlichen Heilsbotschaft. Der Mensch und die Bedingungen seiner Existenz sind Gegenstand bildhauerischen Schaffens. Mit dem Beginn der Moderne lässt sich nicht nur in der Malerei, sondern auch in der Bildhauerei eine Vielzahl von neuen Strömungen ausmachen. Es galt ebenso Grenzen des Abbildhaften zu überwinden, wie darum, neue Ausdrucksmöglichkeiten zu erproben.
„Der entschleunigte Blick“ macht den „Reality Check“ im Skulpturenpark Köln
Dialogführung, Juli 2010
Im Skulpturenpark Köln zur KölnSkulptur 5 unter dem Titel „Reality Check“, beauftragt vom Kunstverein Erftstadt.
Dieses Mal werden wir einen andersartigen Zugang zu den im Skulpturenpark Köln neu präsentierten Arbeiten suchen. Zunächst werden wir uns in Kleingruppen jeweils einem Werk widmen, um Beobachtungen, Assoziationen, Irritationen etc. zusammenfassen und anschließend im Plenum vorzustellen.
Auf diese Weise wird die übliche „Führungs-Dynamik“ relativiert und geht dann über in ein moderiertes Gespräch während des weiteren Rundgangs.
Abenteuer Gedanken-Raum – Unterwegs zu Liam Gillick
Dialogführungen, April – Juli 2010
In der Ausstellung „Liam Gillick – Ein langer Spaziergang… Zwei kurze Stege…*“, beauftragt von der Bundeskunsthalle Bonn.
Wie orientieren wir uns in einer Welt, die einem ständigen Wandel unterworfen ist? Welche Muster grundieren und prägen unsere kulturelle und politische Realität? Vielfältig wie die Fragen sind auch Liam Gillicks diesbezüglichen Einlassungen, mit denen er seit gut 20 Jahren die Positionen konzeptueller Kunst weiterentwickelt. Am bekanntesten sind vielleicht seine in den Ausstellungsraum eingreifenden Architekturen, die zu Interaktion und Kommunikation einladen.
Seelenlandschaften – Was vermittelt die Geschichte der Malerei über innere und äußere Welten
Themenreihe, März – August 2010
Eine Kooperation mit der Theatergemeinde Köln im Museum Ludwig und dem Wallraf-Richartz-Museum.
Zwei große Themen werden diese Kunst-Seminar bestimmen: die Landschaft und das Künstler-Selbstporträt. Legt die Landschaftsmalerei Zeugnis ab von einer sich Schritt für Schritt verändernden Sicht von Welt, sprengt dabei Grenzen und weitet die Vorstellungskraft, so verweist das Künstlerbildnis in der Gegenbewegung auf ein Inneres, auf ein sich wandelndes Selbstbewußtsein. Von dieser eindringlichen Auseinandersetzung mit der eigenen Person, mit Physiognomie, Rang und Rolle zeugen beispielsweise die vielen Selbstbildnisse von Dürer, Rembrandt oder Liebermann.
Seit der Renaissance setzt sich der selbstbewusste Künstler häufig selbst ein Denkmal, versteht er sich doch längst nicht mehr nur als bloßer Handwerker, sondern sieht sich auf Augenhöhe mit den Philosophen, Literaten und Wissenschaftlern seiner Zeit. Aber genügt ein Blick in den Spiegel, um das Gegenüber zu erfassen?
Von der Lust des Sammelns
Themenreihe, Februar – Mai 2010
Eine Kooperation mit der Theatergemeinde Bonn in der Bundeskunsthalle, dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck, der Galerie Schneider – Zeitgenössische Kunst und dem Museum Ludwig.
Sammeln ist ein seit Urzeiten im Menschen verankertes Phänomen, das oszilliert zwischen Lust und Last. Warum sammelt überhaupt jemand? Und warum Kunst? Goethe soll gesagt haben, dass „Sammler glückliche Menschen sind.“ Er musste es wissen, war er selbst doch ein leidenschaftlicher Vertreter dieser engagierten Spezies, ohne die unsere gegenwärtige Kunst- und Museumslandschaft kaum mehr vorstellbar wäre.
Doch welche Persönlichkeiten stehen hinter den vielfältigen Kunstsammlungen? Was sind die Beweggründe, die Hintergründe, gar die Abgründe ihrer Sammelleidenschaft? Und was wird gesammelt, wie die Auswahl getroffen, wo wird wie unter welchen Bedingungen präsentiert? Diesen Fragen wollen wir uns in bewährter Weise mit entschleunigtem Blick und im Dialog nähern, die eigene Wahrnehmung und den konzentrierte Blick auf ausgewählte Exponate also weiterhin in den Vordergrund stellen.
Zwischen Kennerschaft und Vorurteil
Themenreihe, November 2009 – Februar 2010
Eine Kooperation mit der Theatergemeinde Köln im Wallraf-Richartz-Museum – Fondation Corboud und dem Museum Ludwig.
Typisch Peter Gaymann: Gewohnt augenzwinkernd nimmt er seine Zeitgenossen ins Visier. Auch der Museumsbesucher ist in seinen Cartoons immer wieder Objekt einer leicht spöttischen und doch selbstentlarvend-versöhnlichen Charakterisierung. So zeigt eine Bildstrecke einen stolzen Papa, der gemeinsam mit dem Sohnemann im Schnelldurchgang große Künstlernamen abhakt und sich am Ende amüsiert zeigt über die treffsichere Zuschreibung seines aufmerksamen Sprösslings, der angesichts eines Werkes von Kandinsky verkündet: „Das hab ich gemacht!“
Amüsant. Gewiß. Doch wie steht es um den Erlebnis- und Erkenntnisgehalt eines Museumsbesuchs, der auf ein karges ‚namedropping’ reduziert wird und sich gegen Ende gar zu einem amüsierten „Das kann ich auch!“ steigert?

