Pop Art und Graffiti – Alltag und Mythen
Dialogführungen, Februar – Mai 2012
In der Ausstellung „Ménage à trois – Warhol, Basquiat, Clemente“, beauftragt von der Bundeskunsthalle Bonn.
Geht das zusammen? Die kühle Distanz des Pop-Art-Mitbegründers Andy Warhol, die wuchtig-figurative Malerei des Jean-Michel Basquiat und die verrätselten Bilder eines Francesco Clemente?
Die legendäre New Yorker Kunstszene der 1980er Jahre machte diese „ménage à trois“ möglich – es entstanden faszinierende Gemeinschaftsarbeiten, spannungsvoll und vital.
Erkunden Sie diesen faszinierenden Kosmos, dem wir uns im Gespräch und mit bewährt „entschleunigtem Blick“ nähern und dabei die drei Künstlerpersönlichkeiten und ihre berühmten „Collaborations“ kennenlernen und dabei auch mehr erfahren über den grellen Starkult der Zeit – mit seinen mitunter bedrohlichen Schatten.
Landschaftsbetrachtung
Tagesseminar, November 2011
In Kooperation mit dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck in den Ausstellungen „Rheinromantik“, „Horizonte“ und „Belvedere.“
Die Ausstellungen „Rheinromantik“, „Horizonte“ und „Belvedere“ im Arp Museum Bahnhof Rolandseck bilden derzeit einen hochinteressanten Reigen, der sich dem Thema Landschaft von unterschiedlichen Standpunkten aus nähert. Der Rhein und die Rheinromantik sind dabei ein zentraler Aspekt.
So liebte Victor Hugo die Ufer und Aussichten dieses „edlen Flusses.“ Lord Byron, Heinrich Heine und Apollinaire besangen ihn. Gesungen hat vielleicht auch Kurt Tucholsky,der 1930 bekannte: „Wir soffen uns langsam den Fluss hinab.“
Wir kommen sicherlich noch ohne bewusstseinserweiternde Drogen aus, wenn wir das Thema Landschaft in der Kunstkammer Rau gedanklich-visuell erweitern. Der Endpunkt wird dann die spannungsreiche Schau „Belvedere – Warum ist Landschaft schön?“ im Richard Meier-Neubau sein.
Edvard Munch – Leben und Werk im Spiegel seiner druckgraphischen Arbeiten
Kunstseminar, März 2011
Eine Kooperation mit der Graphischen Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums – Fondation Corboud.
Bei unserem gemeinsamen Besuch der Graphischen Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums – Fondation Corboud wird das Werk und die Perönlichkeit Edvard Munchs unser Thema wird sein.
Anhand ausgewählter Beispiele aus seinem umfangreichen druckgraphischen Werk werden wir den Künstler, sein Umfeld und vor allem die Wirksamkeit seiner druckgraphischen Blätter kennen lernen.
Wie gewohnt werden wir uns den Arbeiten von der gemeinsamen Betrachtung her nähern, ergänzt um Informationen zur Biographie, seiner künstlerischen Bedeutung und den druckgraphischen Techniken, die er anwandte.
Kunst-Geschichte(n) von Munch bis Picasso – von Nolde bis Warhol
Themenreihe, Februar – März 2011
Eine Kooperation mit der Theatergemeinde Bonn anläßlich der Ausstellung „Klassiker in Bonn – die unbekannte Sammlung aus Bielefeld“ in der Bundeskunsthalle Bonn.
Machen Sie eine Reise durch die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Der Weg führt von der Klassischen Moderne bis in die Gegenwart. Seien Sie zu Gast bei großen Künstlerpersönlichkeiten und lassen sich überraschen von der Sammlung der Kunsthalle Bielefeld, die kommendes Jahr in der Bundeskunsthalle Station macht.
Es gibt viel zu entdecken. Darunter Werke von Arp, Beckmann und Kirchner, von Warhol, Yoko Ono, Henry Moore und Olafur Eliasson. Lernen Sie – ausgehend von der intensiven Werkbetrachtung – das Wirken der Künstlern und Künstlergruppierungen kennen, die im 20. Jahrhundert Kunstgeschichte geschrieben haben.
Auf Spurensuche nach den Künstlerinnen Mira Schendel, Grete Stern und Gertrude Goldschmidt
Dialogführungen, September 2010 – Januar 2011
In der Ausstellung „Vibraciòn – Moderne Kunst aus Lateinamerika“, beauftragt von der Bundeskunsthalle Bonn.
Drei Emigrantinnen, vertrieben vom nationalsozialistischen Unrechtsstaat, kommt eine bedeutende Rolle in der Entwicklung der Abstrakten Kunst in Lateinamerika zu. Folgen Sie den Kunsthistorikern Nicole Birnfeld und Olaf Mextorf auf ihrer Entdeckungsreise durch die Ausstellung Vibración – Moderne Kunst aus Lateinamerika. Lernen Sie mit der Schweizer Künstlerin Mira Schendel, der deutschen Bildhauerin Gertrude Goldschmidt (Gego) und der in Elberfeld geborenen Fotografin Grete Stern drei bedeutende Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts kennen.
raum–[be]greifen – Skulptur und Plastik von der Moderne bis zur Gegenwart
Themenreihe, September – November 2010
Eine Kooperation mit der Theatergemeinde Bonn in der Bundeskunsthalle Bonn, dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck und dem Skulpturenpark Köln.
Worin besteht die besondere Wirksamkeit einer Skulptur? Welchen Reiz übt die Beschaffenheit einer Plastik aus? Wie nutzen Bildhauer die Vielzahl an Materialien und welche Thematiken spielen ein Rolle? Längst geht es nicht mehr um die Darstellung des Göttlichen oder der christlichen Heilsbotschaft. Der Mensch und die Bedingungen seiner Existenz sind Gegenstand bildhauerischen Schaffens. Mit dem Beginn der Moderne lässt sich nicht nur in der Malerei, sondern auch in der Bildhauerei eine Vielzahl von neuen Strömungen ausmachen. Es galt ebenso Grenzen des Abbildhaften zu überwinden, wie darum, neue Ausdrucksmöglichkeiten zu erproben.
„Der entschleunigte Blick“ macht den „Reality Check“ im Skulpturenpark Köln
Dialogführung, Juli 2010
Im Skulpturenpark Köln zur KölnSkulptur 5 unter dem Titel „Reality Check“, beauftragt vom Kunstverein Erftstadt.
Dieses Mal werden wir einen andersartigen Zugang zu den im Skulpturenpark Köln neu präsentierten Arbeiten suchen. Zunächst werden wir uns in Kleingruppen jeweils einem Werk widmen, um Beobachtungen, Assoziationen, Irritationen etc. zusammenfassen und anschließend im Plenum vorzustellen.
Auf diese Weise wird die übliche „Führungs-Dynamik“ relativiert und geht dann über in ein moderiertes Gespräch während des weiteren Rundgangs.
Abenteuer Gedanken-Raum – Unterwegs zu Liam Gillick
Dialogführungen, April – Juli 2010
In der Ausstellung „Liam Gillick – Ein langer Spaziergang… Zwei kurze Stege…*“, beauftragt von der Bundeskunsthalle Bonn.
Wie orientieren wir uns in einer Welt, die einem ständigen Wandel unterworfen ist? Welche Muster grundieren und prägen unsere kulturelle und politische Realität? Vielfältig wie die Fragen sind auch Liam Gillicks diesbezüglichen Einlassungen, mit denen er seit gut 20 Jahren die Positionen konzeptueller Kunst weiterentwickelt. Am bekanntesten sind vielleicht seine in den Ausstellungsraum eingreifenden Architekturen, die zu Interaktion und Kommunikation einladen.
Seelenlandschaften – Was vermittelt die Geschichte der Malerei über innere und äußere Welten
Themenreihe, März – August 2010
Eine Kooperation mit der Theatergemeinde Köln im Museum Ludwig und dem Wallraf-Richartz-Museum.
Zwei große Themen werden diese Kunst-Seminar bestimmen: die Landschaft und das Künstler-Selbstporträt. Legt die Landschaftsmalerei Zeugnis ab von einer sich Schritt für Schritt verändernden Sicht von Welt, sprengt dabei Grenzen und weitet die Vorstellungskraft, so verweist das Künstlerbildnis in der Gegenbewegung auf ein Inneres, auf ein sich wandelndes Selbstbewußtsein. Von dieser eindringlichen Auseinandersetzung mit der eigenen Person, mit Physiognomie, Rang und Rolle zeugen beispielsweise die vielen Selbstbildnisse von Dürer, Rembrandt oder Liebermann.
Seit der Renaissance setzt sich der selbstbewusste Künstler häufig selbst ein Denkmal, versteht er sich doch längst nicht mehr nur als bloßer Handwerker, sondern sieht sich auf Augenhöhe mit den Philosophen, Literaten und Wissenschaftlern seiner Zeit. Aber genügt ein Blick in den Spiegel, um das Gegenüber zu erfassen?
Von der Lust des Sammelns
Themenreihe, Februar – Mai 2010
Eine Kooperation mit der Theatergemeinde Bonn in der Bundeskunsthalle, dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck, der Galerie Schneider – Zeitgenössische Kunst und dem Museum Ludwig.
Sammeln ist ein seit Urzeiten im Menschen verankertes Phänomen, das oszilliert zwischen Lust und Last. Warum sammelt überhaupt jemand? Und warum Kunst? Goethe soll gesagt haben, dass „Sammler glückliche Menschen sind.“ Er musste es wissen, war er selbst doch ein leidenschaftlicher Vertreter dieser engagierten Spezies, ohne die unsere gegenwärtige Kunst- und Museumslandschaft kaum mehr vorstellbar wäre.
Doch welche Persönlichkeiten stehen hinter den vielfältigen Kunstsammlungen? Was sind die Beweggründe, die Hintergründe, gar die Abgründe ihrer Sammelleidenschaft? Und was wird gesammelt, wie die Auswahl getroffen, wo wird wie unter welchen Bedingungen präsentiert? Diesen Fragen wollen wir uns in bewährter Weise mit entschleunigtem Blick und im Dialog nähern, die eigene Wahrnehmung und den konzentrierte Blick auf ausgewählte Exponate also weiterhin in den Vordergrund stellen.
Zwischen Kennerschaft und Vorurteil
Themenreihe, November 2009 – Februar 2010
Eine Kooperation mit der Theatergemeinde Köln im Wallraf-Richartz-Museum – Fondation Corboud und dem Museum Ludwig.
Typisch Peter Gaymann: Gewohnt augenzwinkernd nimmt er seine Zeitgenossen ins Visier. Auch der Museumsbesucher ist in seinen Cartoons immer wieder Objekt einer leicht spöttischen und doch selbstentlarvend-versöhnlichen Charakterisierung. So zeigt eine Bildstrecke einen stolzen Papa, der gemeinsam mit dem Sohnemann im Schnelldurchgang große Künstlernamen abhakt und sich am Ende amüsiert zeigt über die treffsichere Zuschreibung seines aufmerksamen Sprösslings, der angesichts eines Werkes von Kandinsky verkündet: „Das hab ich gemacht!“
Amüsant. Gewiß. Doch wie steht es um den Erlebnis- und Erkenntnisgehalt eines Museumsbesuchs, der auf ein karges ‚namedropping’ reduziert wird und sich gegen Ende gar zu einem amüsierten „Das kann ich auch!“ steigert?
Hauptweg und Nebenwege
Themenreihe, September – November 2009
Eine Kooperation mit der Theatergemeinde Bonn im Arp Museum Bahnhof Rolandseck, dem Kunstmuseum Bonn und dem Bonner Kunstverein.
Für den Kunstsammler Heinz Berggruen war das 1929 von Paul Klee gemalte Bild Hauptweg und Nebenwege Symbol für seinen Lebensweg als Kunstliebhaber. Den Hauptweg zu verlassen bedeutet sicherlich genauer hinzuschauen, denn Nebenwege sind nicht zuverlässig ausgetreten. Dabei gerät auch vermeintlich Abseitiges in den Blick, weckt Interesse für bisher Unbekanntes.
Auch im zweiten Halbjahr 2009 möchten wir den „Hauptweg“ der Kunstbetrachtung ein wenig verlassen, um auf „Nebenwegen“ den Blick zu entschleunigen, um ein eigenes Tempo für den Blick auf die Kunst zu finden.
Von Hans Arp bis Richard Meier – Von Fra Angelico bis Giorgio Morandi
Themenreihe, März – Juni 2009
Eine Kooperation mit der Theatergemeinde Bonn und dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Kunst wirkt! Aber wie? Welche Bedingungen müssen erfüllt sein? Was muss ich wissen, was kann ich sehen? Was bedingt die Ausstellungs-Architektur, was die eigene Haltung? Fragen, denen wir uns in einem etwas anderen Seminar zum Thema Kunst und Kunstbetrachtung stellen wollen.
Es wird ein intensiver und vielleicht etwas anderer Blick auf Kunst, Kunstgeschichte und Architektur geworfen. Eingangs werden wir uns mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut machen und den Museumskomplex des Arp Museums Bahnhof Rolandseck aus eigener Anschauung kennen lernen (1. Seminareinheit). Dabei werden sowohl historische Hintergründe und Museumskonzepte als auch das Wechselspiel von Architektur und Kunst diskutiert.
Zu Gast bei den Künstlern Petra Siering, Raimund Kaiser, Josef Wolf und Friedhelm Falke
Atelierbesuche, Februar – Juni 2009
Eine Kooperation mit den beteiligten Künstlern und der Galerie Schneider – Zeitgenössische Kunst in Bonn – Bad Godesberg.
Ausgehend von einer Präsentation zeichnerischer Arbeiten der Künstlerin Petra Siering in den Räumlichkeiten der Theatergemeinde Bonn möchten wir Ihnen Anfang 2009 die Möglichkeit einer weitergehenden Auseinandersetzung mit ihrem Werk in Form eines Atelierbesuchs bieten.
Vor Ort werden wir gemeinsam mit der Künstlerin einen umfassenden Überblick über ihre künstlerische Position gewinnen, die auch ganz wesentlich durch ihre plastischen Arbeiten bestimmt wird. Im Gespräch und in der praktischen Anschauung werden wir Ihre Sicht- und Arbeitsweise kennenlernen, werden eigene Beobachtungen machen, beschreiben, Eindrücke sammeln. Ein ergänzender Rundgang im Aussenbereich des Ateliers, wo eine Vielzahl ihrer plastischen Arbeiten zu sehen ist, wird dabei zum Vergleich mit dem zeichnerischen Werk herausfordern.
Online-Kunstgespräch zu Aspekten im Werk von Alexej von Jawlensky im Kunstmuseum Bonn, Teil 2
Online-Kunstgespräch, April 2021
Anläßlich der Ausstellung „Alexej von Jawlensky: Gesicht | Landschaft | Stillleben“ im Kunstmuseum Bonn.
Das Kunstmuseum bietet in einer kostenfreien Reihe Kunstgespäche online durch das Haus und die Sonerausstellungen an. Heute möchte ich Sie mit weiteren Aspekten in Alexej von Jawlenskys Werk bekannt machen: Der Landschaft und dem Stillelben. Anhand einer Reihe von Beispielen und Bildvergleichen werden wir uns diesen Motivreihen nähern. Biographische Hinweise und Überlegungen zu Jawlenskys stilistischer Entwicklung als Maler der Avantgarde runden die Betrachtungen ab.
Im Anschluss an die Ausführungen gibt es die Möglichkeit zu Rückfragen. So kommen wir wieder ins Gespräch und machen einen Schritt auf die Kunst zu – wenngleich digital gefiltert. Aber derzeit können Sie ja das Kunstmuseum Bonn nach Voranmeldung besuchen, um das digitale mit dem analogen Bild abzugleichen. Nutzen Sie die Möglichkeit.
Auf Ihre Teilnahme und einen anschließenden Austausch freut sich
Olaf Mextorf



