Außer der Reihe: Gustav Peichl – Die Architektur der Bundeskunsthalle in Bonn

Außer der Reihe: Gustav Peichl – Die Architektur der Bundeskunsthalle in Bonn

Architektur-Rundgang Bundeskunsthalle, März 2017

 

Für Studenten der TU Berlin / Fachbereich Architektur (Model & Design), beauftragt von der Bundeskunsthalle Bonn.

 

 

„Ich bin ein progressiver Konservativer – auch in der Architektur.“

Gustav Peichl 1992

Die Bundeskunsthalle kooperiert mit dem Fachbereich Architektur (Modell & Design) der TU Berlin, um ein taktiles Modell der Bundeskunsthalle zu konzipieren, das ALLEN Besuchern der Bundeskunsthalle die architektonisch-räumlichen Besonderheiten des Baus und seiner Funktionen anschaulich machen soll.

Um die Studierenden mit der architektonischen Gestaltung und den unterschiedlichen Funktionsbereichen des Hauses vertraut zu machen, sowie Einblicke in das Konzept und die praktischen Abläufe der Bundeskunsthalle zu vermitteln, wurde ein gut zweistündiger Rundgang angeboten, in dessen Verlauf auch eine Reihe gestalterischer, architekturhistorischer und praxisbezogener Fragen diskutiert wurden.

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August Macke und der Rheinische Expressionismus

Kunstbetrachtung im Dialog, März 2017

 

Im Kunstmuseum Bonn vor Werken von August Macke und den Rheinischen Expressionisten.

 

 

August Macke prägte 1913, kurz vor dem Ausbruch des 1. Weltkrieges den Begriff des Rheinischen Expressionismus. Ein Jahr zuvor hatten deren Vertreter ihren grossen Auftritt bei der epochalen Sonderbund-Ausstellung in Köln, Seite an Seite mit den großen Avantgardisten der Zeit, wie Vincent van Gogh, Paul Gauguin oder Edvard Munch.

Das Kunstmuseum Bonn zeigt einen ganz aussergewöhhnlichen Bestand Rheinischer Expressionisten, dem wir uns mit einer gezielten Auswahl nähern wollen. Es soll uns um die Wesensmerkmale dieser Kunstrichtung gehen, um die besonderen Gestaltungskriterien dieser farb- und formdynamischen Malerei, die in Abhängigkeit von den historischen Gegebenheiten zu betrachten sind – bis hin zur Jahrhundertkatastrophe des 1. Weltkriegs.

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Außer der Reihe: Katharina Sieverding. Kunst und Kapital. Werke von 1967 bis 2017

Lehrerfortbildung, März 2017

 

In der Ausstellung „Katharina Sieverding: Kunst und Kapital – Werke von 1967 bis 2017.“

 

 

„Die Fotografie ist ihre Ölfarbe.“

Hans Mayer, Galerist in Düsseldorf

 

Außer der Reihe an dieser Stelle ein Hinweis auf die Lehrerfortbildung zur Ausstellung „Katharina Sieverding: Kunst und Kapital – Werke von 1967 bis 2017,“ die ich gemeinsam mit meiner Kollegin Katharina Jahnke (Künstlerin und Kunstvermittlerin) durchführe.

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Außer der Reihe: Was sich abzeichnet – zeitgenössische Zeichnung und mehr

Öffentliche Führung, März 2017

 

In der Ausstellung „Was sich abzeichnet – Stipendiat/-innen des Künstlerhauses Schloss Balmoral und des Landes Rheinland-Pfalz 2016/17“ beauftragt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

 

Außer der Reihe an dieser Stelle ein Hinweis auf meine öffentliche Führung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck, das wir in diesem Jahr auch wiederholt mit „entschleunigtem Blick“ besuchen werden. Vielleicht haben Sie Zeit und Interesse sich zunächst mit zeitgenössischen zeichnerischen, fotografischen und filmischen Positionen auseinander zu setzten.

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Außer der Reihe: „Gregor Schneider – Wand vor Wand“

Öffentliche Führung und Kunstvermittlung, Februar 2017

 

In der Ausstellung „Gregor Schneider – Wand vor Wand“ in der Bundeskunsthalle Bonn.

 

Außer der Reihe an dieser Stelle ein Hinweis darauf, dass die hochgelobte und sehr intensive Ausstellung in der Bundeskunsthalle mit Werken von Gregor Schneider am kommenden Sonntag, den 19. Februar zu Ende geht.

Text der Bundeskunsthalle zur Ausstellung:

Gregor Schneider wurde 1969 in Rheydt geboren. Schon mit dreizehn Jahren malte er Bilder, die er heute noch in seine Ausstellungen und Publikationen aufnimmt. 1985 hatte er seine erste Einzelausstellung in der damaligen Galerie Kontrast in Mönchengladbach und begann im selben Jahr mit der Arbeit an seinem Haus an der Unterheydener Straße 12 in Rheydt, dem Haus u r. Im Jahr 2001 erhielt Schneider den Goldenen Löwen für den deutschen Beitrag zur Biennale Venedig. Aus der Logik seines Werkes heraus kam es zu verschiedenen Projekten, die als Provokationen missverstanden, heftig diskutiert und teilweise mit Zensur belegt wurden. Die Verhinderung einer schwarzen kubischen Skulptur mit den Maßen der Kaaba in Mekka, die 2005 für den Markusplatz in Venedig geplant war, brachte ihn dazu, sich verstärkt mit der öffentlichen und politischen Dimension seines Werkes zu befassen.

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Malerei des Französischen Impressionismus – eine kritische Betrachtung

Kunstbetrachtung im Dialog, Februar 2017

 

Im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud in der ständigen Sammlung.

 

Warum eine kritische Betrachtung? Unsere Vorstellung ist, das fortschrittliche Element des Impressionismus, seine avantgardistische Wirkmacht in den Fokus zu rücken. Gleichzeitig stellen wir uns die Frage nach der anhaltenden Attraktivität dieser Malerei, nach deren anhaltendem Zauber. Und warum sahen die Zeitgenossen das zum Teil so anders? Warum galt ihnen der Impressionismus oft genug als amateurhafte Schmiererei?

Was  haben Claude Monet, Berthe Morisot, Gustave Caillebotte und die anderen gemacht, um bis in die Gegenwart zeitgemäß und uns so nah zu sein?

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Außer der Reihe: Behind The Art – Gregor Schneider 1

Wand vor Wand – Parcours des Schreckens?

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Wand vor Wand ist der Titel einer irritierenden Ausstellung in der Bundeskunsthalle, wobei das Wort Ausstellung wohl besser durch den Begriff Parcours  zu ersetzen wäre, also ein mit Hindernissen unterschiedlichster Art durchsetzter Weg.

Als ich diesen Parcours mit Raumkonstruktionen von Gregor Schneider erstmals absolvierte, hat er bei mir ein Wechselbad der Gefühle ausgelöst, körperlich wie psychisch. Denn als Person begebe ich mich in reale dreidimensionale Räume, die bei aller Künstlichkeit sofort durch ein persönliches Raumerleben besetzt werden. Und schon der erste begehbare Raum hat es in sich: Ein schmaler Gang, steril, neonhell erleuchtet, mit schallgedämmter Decke und beidseitig roten Schiebetüren – allesamt geschlossen. Irgendwie gespenstisch vertraut. Guantánamo? Erster Impuls: Schnell weiter.

Doch es wird nicht besser. Erst durcheile ich einen grell ausgeleuchteten, mit Blech verkleideten Raum, dessen unangenehm feucht-warme Atmospäre mich vertreibt, dann ein zugig-kaltes Minikühlhaus inklusive Plastikstreifenvorhang. Zweiter Impuls: Schnell weiter.

Doch was wäre, wenn ich diesem Impuls widerstünde? Wenn ich mir die nötige Zeit nähme, um dem eigenen Unbehagen auf den Grund zu gehen? Aber schon fällt hinter mir die Tür ins Schloss. Aprupt umfängt mich eine Finsternis, die geradezu zum Innehalten zwingt, will ich nicht irgendwo gegenrennen.

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Außer der Reihe: Behind The Art – Gregor Schneider 2

Einspruch, Herr Schneider!

 

„Ausstellen ist immer ein Abtöten der Arbeiten“, sagte Gregor Schneider einmal in einem Interview. Eigentlich eine erschütternde Aussage, oder? Doch was sich von Künstlerseite aus wie ein Endpunkt darstellen mag, sieht aus unserer Sicht, die der Ausstellungsbesucher, vielleicht ganz anders aus. Und mich beschleicht der Verdacht, dass Künstler häufig gar nicht mitbekommen, wie unabhängig und expansiv ihr Werk wahrgenommen wird.

Wenn ich die Fachpresse hier absichtsvoll außen vor lasse, dann, weil professionelle Kunstbetrachtung oft eigenen Regeln gehorcht. Wenngleich Seh- und Sichtweisen wie auch Bewertungsmaßstäbe in den Medien durchaus hilfreich vor- und mitgegeben werden, so zeigt sich doch erst in der Ausstellung, gewissermaßen im täglichen Ernstfall, wie Exponate, Konzeption und Ausstellungssituation wirksam werden – da sind Künstler, Journalisten und Kuratoren oft schon wieder ganz woanders.

Als Kunstvermittler vor Ort in der Ausstellung Wand vor Wand habe ich das Privileg eines wiederholten Erlebens der Ausstellungssituation, vor allem aber die Möglichkeit des lebhaften, konzentrierten und oft auch kontroversen Erfahrungsaustauschs mit den Besuchern – oder wäre das Wort „Akteure“ vielleicht passender? Denn die konkrete Raumerfahrung in der Ausstellung ist der Schlüssel zur – oft durch Irritationen ausgelösten –  Auseinandersetzung mit dem eigenen Erleben und dem einsetzenden Nachdenken.

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Behind The Art – Gregor Schneider 3

Häuserkampf

 

Was würden Sie machen, wenn Sie in den Besitz des Geburtshauses von Joseph Goebbels kämen? „Verkaufen“, war eine häufige Antwort. „Abreißen“, kam noch häufiger. Einmal auch der Vorschlag, dort einen Kindergarten einzurichten – dem Schrecken der Person Goebbels etwas Positives entgegensetzend. Doch würden Sie Ihr Kind in einen Kindergarten geben, der im Geburtshaus von Joseph Goebbels untergebracht ist – auch wenn es „nur“ das Geburtshaus war?

Dann schon eher einen Ort der Erinnerung an die nationalsozialistische Gewaltherrschaft schaffen, eine Art Museum. Das war auch ein Vorschlag. Doch kommen dann nicht die ewig Verblendeten, um ihren schändlichen Vorbildern zu huldigen?

Das alles könnten auch Fragen gewesen sein, die Gregor Schneider umgetrieben haben, als er in der Küche des Gerburtshauses von Joseph Goebbels die Suppe auslöffelte, die er sich selbst – absichtsvoll – eingebrockt hatte.

Eine der meistdiskutierten Arbeiten in der Ausstellung Wand vor Wand ist die vierteilige Videoinstallation Odenkirchener Straße 202, Rheyt 2014. Dort sehen wir den Künstler u.a. in der goebbelschen Küche oder beim Versuch zu schlafen, sehen das banal-verlebte Innere eines Hauses, das die grausame Gewissheit eines millionenfachen Völkermordes in sich trägt. Und wir sehen, welche Konsequenz der Künstler aus der in Rheydt gern verdrängten Geschichte zieht.

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Außer der Reihe: Analyse This!#Psycharter – Gregor Schneider

Kunsthistorikerin und Psychologe im Dialog, Dezember 2016 bis Februar 2017

 

In der Ausstellung „Gregor Schneider – Wand vor Wand“ in der Bundeskunsthalle Bonn.

 

Außer der Reihe möchten wir Sie an dieser Stelle über eine Themenführung informieren, die Frau Dr. Birnfeld und der Psychologe Björn Zwingmann – einige von Ihnen kennen ihn aus Veranstaltungen des „entschleunigten Blicks“ – gemeinsam anbieten.

Den Rahmen bietet die Ausstellung „Wand vor Wand“ mit Arbeiten von Gregor Schneider, der zu den international bedeutenden Kunstlern zählt und als Meister unheimlicher, nahezu klaustrophobischer Rauminszenierungen gilt. Inzwischen ist ein umfangreiches Werk räumlicher Konstruktionen entstanden, wobei alltägliche Orte irritierend, fremd und zuweilen verstörend wirken.

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Denken in Räumen – Die Kunst des Gregor Schneider

Kunstbetrachtung im Dialog, Dezember 2016

 

In der Ausstellung „Gregor Schneider – Wand vor Wand“ in der Bundeskunsthalle Bonn.

 

„Häuser spiegeln unser Seelenleben. Und sie werden geschrieben wie Bücher. Häuser begreife ich wie Skulpturen. Es ist eine große Skulpturensammlung, die sich über die Stadt verteilt. Vergessen Sie nicht, ich bin Bildhauer. Ich denke dreidimensional und konkret.“

Gregor Schneider im art-Magazin, Dez. 2014

 

Anläßlich der Biennale 2001 transportierte Gregor Schneider (*1969) vierundzwanzig Räume mit einem Gewicht von 150 Tonnen von seiner Heimatstadt Rheydt in den Deutschen Pavillon nach Venedig. Vier Jahre später plante er einen schwarzen Kubus auf dem Markusplatz – Assoziationen an die Kaaba inklusive.

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Spielt keine Rolle! – Bühnenreife Kunstbetrachtung im Arp Museum

Kunstseminar „Der entschleunigte Blick“, November 2016

 

In den Ausstellungen „Bühnenreif 1. Akt“ und „Bühnenreif 2. Akt – Auf der Bühne des Bildes“ im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.*

 

Dada klingt nach. Oder vielmehr: Dada rumort weiter! Das „Cabaret Voltaire“ als Bühne, Geburtshöhle der Dadaisten und Proklamationsfläche neuer Ideen wird der Ausgangspunkt einer vielgestaltigen Inszenierung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck sein.

Zwischen der Bühne als Aktionsraum und dem Bild als Bühne werden wir miteinander in einen Dialog treten und uns anhand ausgewählter Positionen der Gegenwartskunst und an Beispielen aus der Kunstgeschichte dem vielschichtigen Phänomen der „darstellenden Kunst“ und ihrer Parallelen zu künstlerischen Inszenierungen widmen.

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„Grosse Geister“ im Kunstmuseum Bonn: Andreas Gursky und Imi Knoebel

Dialogführung „Der entschleunigte Blick“, Oktober 2016

 

In der Sammlungspräsentation „Grosse Geister“ im Kunstmuseum Bonn, beauftragt vom Augustinum Bonn.

 

Andreas Gursky und Imi Knoebel – barocke Photographie und minimalistische Kunst. Ist doch OFFEN SICHTLICH – oder?

Doch wie gehen wir mit Gurskys bildlicher Fülle um. Als Großformate erregen Sie schon aufgrund ihrer Präsenz Aufmerksamkeit, springen gewissermaßen aus dem Rahmen gewohnten Bilderkonsums.

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EchtZEIT – Die Kunst der Langsamkeit

Kunstseminar „Der entschleunigte Blick“, August 2016

 

Im Kunstmuseum Bonn in der Ausstellung „EchtZEIT“.

 

"entschleunigte" EchtZEIT„Wir haben Hunderte von Namen zu diesem uferlosen, existenziell philosophischen Thema gesammelt.“

Stefan Berg, Intendant des Kunstmuseum Bonn im General-Anzeiger vom 23. November 2015

 

…und doch sind wir optimistisch, in der Nähe des rettenden Ufers zu bleiben – an Bord des „entschleunigten Blicks.“

Wenn das Kunstmuseum Bonn einer Ausstellung den Titel EchtZEIT gibt, werden wir automatisch aufmerksam. Lautet der Untertitel dann auch noch „Die Kunst der Langsamkeit,“ wissen wir, dass das unser Thema ist.

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Der Sound der Revolte – Die Entwicklung neuartiger Musik im Umfeld des Dada

Kunstseminar zur Themenreihe „Resonanz#Dissonanz“, Juli 2016

 

Im Arp Museum Bahnhof Rolandseck anläßlich der Ausstellung „Genese Dada“.*

 

Resonanz#Dissonanz„Dada kann als die erste Kunstform angesehen werden, die konsequent multimedial, performativ, transdisziplinär und international vorging.“

Dieter Mersch 2016 im Katalog „Genese Dada“

 

Diese Einschätzung inspiriert zum Experiment. Ausgehend von einer besonderen Werkauswahl möchten wir Sie zu einem etwas anderen Dialog einladen. Hierzu begeben wir uns nach Zürich, während des Ersten Weltkriegs Exilstätte zahlreicher Künstler, unter ihnen Maler und Komponisten.

Die zeitspezifischen Rahmenbedingungen – der Krieg scheint die Welt zu zerreissen – schlagen sich im Schaffen der Künstler nieder. Ästhetische Entwicklungen vollziehen sich dabei nie exklusiv nur in einer Kunstgattung, sondern zeigen sich immer auch in parallelen Entwürfen der anderen Künste.

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Außer der Reihe: Juergen Teller – Enjoy your life!

Lehrerfortbildung, Juni 2016

 

Konzept und Materialzusammenstellung von Olaf Mextorf, beauftragt von der Bundeskunsthalle Bonn.

 

Außer der Reihe möchte ich an dieser Stelle einige Hintergrund-Informationen weitergeben, wie sie für Lehrer bereitgestellt werden, die beabsichtigen, mit ihren Schülern in die Bundeskunsthalle zu kommen.

Gerade aktuelle Positionen zeitgenössischer Kunst stellen für Schüler, Lehrer und uns Kunstvermittler erfahrungsgemäß eine besondere Herausforderung dar, denn unsere Zeitgenossenschaft beinhaltet  Offenheit, Unsicherheit, wenn nicht gar Verunsicherung gegenüber ungewohnten Konzepten, neuen Materialien und Darstellungsmodi, sowie unkonventionellen Sichtweisen.

Als außerschulischer Lernort bietet die Bundeskunsthalle mit seinen herausragenden Ausstellungen den Rahmen für einen anregend-kritischen Gedankenaustausch, der im Idealfall gemeinsam mit den Schülern dialogbasiert umgesetzt wird.

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„Grosse Geister“ im Kunstmuseum Bonn: Emil Schumacher und Sigmar Polke

Dialogführung „Der entschleunigte Blick“, Juni 2016

 

In der Sammlungspräsentation „Grosse Geister“ im Kunstmuseum Bonn, beauftragt vom Augustinum Bonn.

 

 

Wir müssen reden. Worüber? Über den Stellenwert und die Berechtigung von gegenständlicher und ungegenständlicher Malerei. Warum? Um sicher zu gehen, dss sich etwas getan hat.

Denn vorbei ist hoffentlich die Zeit, als ein SPD-Ratsmitglied der Stadt Hagen – was die Mitglieder anderer Fraktionen dachten, wäre noch zu recherchieren – sich bemüßigt fühlte, zum Werk Emil Schumachers, des vielleicht berühmtesten Maler der Stadt, folgendes zu bemerken: „Der soll sich seine Bilder doch zu Hause über die Kartoffelkiste hängen.“

Wertschätzung klingt anders. Emil Schumacher wird mit seiner vom Informel und Tachismus beeinflussten Malerei eine der beiden Positionen sein, mit der wir uns intensiv auseinandersetzen wollen.

Der andere Künstler ist Sigmar Polke. Sie wissen schon: Der gesagt hat „Höhere Wesen befahlen: rechte obere Ecke schwarz malen.“

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Die Monumentalität des Einfachen – Skulpturen für eine moderne Welt

Öffentliche Dialogführung zur Themenreihe „Kunst im Zeichen der Frau“, Mai 2016

 

In der Ausstellung „Barbara Hepworth – Sculpture for a Modern World“ im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.*

 

B. Hepworth - Configuration (Phira), 1955 through Corinthos, 1954-55Barbara Hepworth (Wakefield 1903 – 1975 St. Yves) gehört zu den bedeutendsten Künstlerinnen Großbritanniens, will aber bei uns noch neu entdeckt werden – 50 Jahre nach ihrer letzten monographischen Ausstellung in Deutschland. Anlass genug, ihr Werk anhand ausgewählter Beispiele wie gewohnt „entschleunigt“ in den Blick zu nehmen. Dabei werden wir sehen, wie sehr die Entwicklung ihres Werkes von intensiver Naturbeobachtung geprägt wurde, werden ihre Künstlerfreunde, Ehemänner und Anreger kennenlernen und dabei eine einzigartige künstlerische Position erleben, die Barbara Hepworth zu recht zu einer „britischen Nationalheiligen“ macht.

Das Arp Museum ehrt die Bildhauerin jetzt mit einer großen Retrospektive, entwickelt in Zusammenarbeit mit der Tate Gallery London und dem Kröller-Müller Museum in Otterloo.

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Themenreihe 2016: Kunst im Zeichen der Frau

Bereits im Jahr 2013 haben wir uns in der Seminarreihe Eva und kein Ende… – „Faszination Frau“ in der bildenden Kunst mit der Rolle der Frau in der bildenden Kunst auseinandergesetzt und sind dabei bis in die Gegenwart vorgestoßen.

https://der-entschleunigte-blick.de/eva-und-kein-ende-faszination-frau-in-der-bildenden-kunst/

Ein Reigen interessanter Ausstellungen bietet uns in 2016 die Möglichkeit, diese Reihe jetzt fortzusetzen.

 

Januar

Mit Ceal Floyer haben wir Anfang Januar im Kunstmuseum Bonn bereits eine anregende Position in den Blick genommen und sind dabei intensiv mit der eigenen zeitgebundenen Wahrnehmung konfrontiert worden.

https://der-entschleunigte-blick.de/ceal-floyer-kunstmuseum-bonn/

Einer der sicherlich sperrigsten Positionen deutscher Nachkriegskunst, die der Konzeptkünstlerin Hanne Darboven, werden wir uns in der Bundeskunsthalle im Rahmen einer öffentlichen Dialogführung annähern. Ihr großes Thema ist die künstlerische Erfahrbarmachung von Zeit.

https://der-entschleunigte-blick.de/hanne-darboven-2/

Ein besonderes Format können wir im Kölner Museum für Ostasiatische Kunst anbieten, wo wir uns intensiv mit dem Werk der in Japan geborenen Künstlerin Leiko Ikemura auseinandersetzen werden. Ihre Bilder- und Gestaltwelten reflektieren traumartige Suchbewegungen – schwebend, springend, taumelnd – in einen Kosmos ewigen Werdens und Vergehens.

https://der-entschleunigte-blick.de/kirschblueten-waren-ein-no-go-leiko-ikemura/

 

Februar

„Sie malte und lebte leidenschaftlich“ war an in einer Ausstellungsbesprechung zu lesen. „Saufen und vögeln wie ein Kerl, rüde Umgangsformen und eine obszöne Ausdrucksweise“ in einer anderen. Es geht um die amerikanische Malerin des abstrakten Expressionismus Joan Mitchell, deren Werk derzeit im Museum Ludwig in Köln zu sehen ist.

https://der-entschleunigte-blick.de/joan-mitchell-im-museum-ludwig/

 

März

Spannungszustände charakterisieren ihr Werk. Mal zwischen Punk und Pop-Kultur, mal – wie in der Bundeskunsthalle zu sehen – zwischen Architektur und Skulptur. In der Bundeskunsthalle werden wir uns jetzt mit Isa Genzkens Definition von Skulptur im öffentlichen Raum befassen

https://der-entschleunigte-blick.de/isa-genzken-modelle-fuer-aussenprojekte/

 

April

Die traut sich was, Jackson Pollock zu zitieren. Aber was führte Susanne Paesler damit im Schilde, wenn sie künstlerischen Handschriften zu Mustern destilliert, wenn sie eine geometrische Formensprache zu kultivieren scheint oder aber Kunst, Kunsthandwerk und Design in einen Austausch treten lässt?

Außer der Reihe: Gustav Peichl – Die Architektur der Bundeskunsthalle in Bonn

Garten – Landschaft – Natur: Die Parkomanie des Hermann Fürst von Pückler-Muskau

Kunstseminar zur Themenreihe „Lebens(t)räume“, Mai 2016

 

In der Ausstellung „Parkomanie – Die Gartenlandschaften des Fürsten Pückler“ und auf dem Dach der Bundeskunsthalle Bonn.

 

Parkomanie - Katalog-Cover, 2016Waren bis vor kurzem nur einzelne kahle Bäume auf dem Dach der Bundeskunsthalle zu sehen, so ist jetzt bereits eine der Hauptattraktionen der „Parkomanie-Ausstellung“ zugänglich. Seit dem 22. April ist das Dach der Bundeskunsthalle zu einem begehbaren Gartenreich im Frühjahrsfloor geworden. Hier wird ein genialer Gartenkünstler wiederentdeckt: Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785–1871), eine der schillerndsten Persönlichkeiten seiner Zeit.

Für uns bietet sich dadurch im Wonnemonat Mai die reizvolle Möglichkeit der Annäherung an ein faszinierndes Gebiet der Kunstgeschichte, denn mehr als nur ein Ort des Müßigganges waren die Gärten Europas immer auch komplexe Gesamtkunstwerke, Gestalt gewordene Philosophie.

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Außer der Reihe: Gustav Peichl – Die Architektur der Bundeskunsthalle in Bonn

Mythos Bauhaus – Anspruch und Wirklichkeit

Kunstseminar zur Themenreihe BAUHAUS+PLUS, April 2016

 

In der Ausstellung „Das Bauhaus. Alles ist Design“ in der Bundeskunsthalle Bonn.

 

Bauhaus Anzeigetafel BKHDer Anspruch, den der Ausstellungstitel „Alles ist Design“ transportiert, ist tatsächlich idealistisch ähnlich weit gefasst, wie der von Walter Gropius, der 1919 das „Staatliche Bauhaus“ gründete. Denn Gropius und seinen Mitstreitern ging es ausser um die Gestaltung alltäglicher Dinge auch um eine gesellschaftliche Umgestaltung.

So stellen sich schon bald eine Reihe von Fragen, die wir uns in der Ausstellung beantworten wollen. Am Anfang mag die Unterscheidung von Gestaltung und Design stehen.

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Außer der Reihe: Gustav Peichl – Die Architektur der Bundeskunsthalle in Bonn

Muster der Moderne – von Burlington zu Pollock

Kunstseminar zur Themenreihe „Kunst im Zeichen der Frau“, April 2016

 

In der Ausstellung „Susanne Paesler“ im Kunstmuseum Bonn.

 

Die traut sich was, Jackson Pollock zu zitieren. Aber was führte Susanne Paesler damit im Schilde, wenn sie künstlerischen Handschriften zu Mustern destilliert, wenn sie eine geometrische Formensprache zu kultivieren scheint oder aber Kunst, Kunsthandwerk und Design in einen Austausch treten lässt?

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ZEITPUNKT. (2) – Museum Morsbroich von Schließung bedroht

März 2016

 

Leverkusen - Schloss MorsbroichLeverkusen - Schloss MorsbroichJa, ja! Es ist einmal wieder so weit. Kunst und Kultur rechnen sich nicht. Dieses Mal hat es die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG im Auftrag der „Gemeindeprüfungsanstalt NRW“ herausgefunden. Und dieses Mal geht es um Leverkusen, dessen Verschuldung in 2015 mit € 3323,- pro Kopf allerdings noch unter dem landesweiten Durchschnitt von € 3524,- pro Kopf lag.

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Die Rose, der Vollmond und die Zukunft der Welt – Isa Genzkens Nachdenken über Skulptur

Kunstseminar zur Themenreihe „Kunst im Zeichen der Frau“, März 2016

 

In der Ausstellung „Isa Genzken – Modelle für Außenprojekte“ in der Bundeskunsthalle Bonn.

 

Isa Genzken - Blick in die Ausstellung 01.2016Isa Genzken hat in über vierzig Jahren eine sehr eigenständige und unverwechselbare künstlerische Position entwickelt, die Verbindungen schafft zwischen Minimalismus und Konzeptkunst, zwischen Pop Art und „objet trouvé“.

Die Ausstellung in der Bundeskunsthalle fokussiert ihr Werk auf realisierte und geplante Außenprojekte und gibt uns die Möglichkeit des beobachtenden Nachdenkens über räumliche Zusammenhänge in einer städtischen Wirklichkeit.

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