Kunst im öffentlichen Raum – Ein Rundgang durch das Bundesviertel

Kunst im öffentlichen Raum – Ein Rundgang durch das Bundesviertel

Kunstbetrachtung im öffentlichen Raum

 

Donnerstag, 24. Juni 2021

 

Open Air-Veranstaltung

 

16:30 bis ca.18:30 Uhr – Wir stellen (uns) alle in den Schatten!

 

Kosten: € 15,00
Anmeldungen ab sofort
Stichwort „Open Air“ bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: ca. 16:15 Uhr an der U-Bahn Haltestelle Heussallee / Museumsmeile am oberirdischen Zugang an der Heussallee (siehe Karte unten)

 

 

Foto: Janko Hoener

Kunst im öffentlichen Raum: Immer da, immer nah, immer übersehen?

Dieser Frage möchten wir anhand ausgewählter Beispiele im Bundesviertel nachgehen. Der Rat der Stadt Bonn hat 1989 ein Konzept über die künstlerische Ausgestaltung des öffentlichen Raumes beschlossen und dabei öffentliche Bereiche festgelegt, die langfristig für eine künstlerische Ausgestaltung in Frage kommen. Einen dieser Bereiche, das Bundesviertel, wollen wir uns auf einem gemeinsamen Rundgang genauer ansehen.

Wir haben eine Auswahl ganz unterschiedlichicher Arbeiten vorgenommen, die in einem überschaubaren Radius von uns „entschleunigt“ zu Fuß erreicht werden können. Vor Ort werden wir uns diese Skulpturen, Plastiken und Installationen genauer anschauen und dabei auch Bezüge zum städtisch-architektonischen Umraum, der Natur und vielleicht auch der besonderen Geschichte des Ortes herstellen.

Folgende Auflagen sind uns seitens der Stadt Bonn gemacht worden:

Sehr geehrter Herr Mextorf,

bei der von Ihnen beschriebenen Veranstaltung ist zum einen der Mindestabstand (1,50)  zwischen den Teilnehmern sowie zu anderen Personen (Passanten) einzuhalten. Darüber hinaus muss eine einfache Rückverfolgbarkeit (Liste aller Teilnehmenden mit Datum, Namen, Adressen, Telefonnummern / E-Mail-Adressen) sichergestellt sein.

Hier bestehen unter Einhaltung der o.g. Regelungen keine weiteren Bedenken gegen die Durchführung Ihrer Veranstaltung. Ich wünsche gutes Gelingen und viel Spaß!

Ist doch überschaubar. Dürften wir Sie also bitten, uns im freien Feld des Anmeldeformulars Ihre Adresse mitzuteilen. Besten Dank!

Ansonsten freuen wir uns einen entspannten Rundgang an frischer Luft und auf den lang ersehnten Austausch mit Ihnen.

Es grüßen herzlich

Olaf Mextorf + Judith Graefe

 

Treffpunkt:

 

Kunst im öffentlichen Raum – Ein Rundgang durch das Bundesviertel

Expedition ins Wesentliche: Hans Arp trifft Auguste Rodin

Kunstbetrachtung im Dialog

 

Samstag, 10. Juli 2021 Arp Museum Bahnhof Rolandseck

in der Ausstellung „Rodin / Arp“ *

 

11:30 bis 13:00 Uhr

 

Kosten: € 16,50 / zzgl. Museumseintritt
Anmeldungen bitte bis Montag, den 05. Juli 2021
Stichwort „Rodin 1“ bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: kurz vor 11:30 Uhr im Kassenbereich des Museums

 

Auguste Rodin | Der Denker | 1903
© Kunsthalle Bielefeld | Foto: Ingo Bustorf

 

 

Ankündigungstext des Museums:

»Seine Skulpturen sind Widerhall von Jahresdauern, sind schlafende Küsse auf Totenhänden, sind Quallen mit Lackknopfstiefelchen des Walzerjahrhunderts.«

Hommage à Rodin | Hans Arp | 1952/54

Zum ersten Mal treffen in einer dialogischen Museumsausstellung zwei der wichtigsten Neuerer der modernen Plastik aufeinander: Auguste Rodin (1840–1917) und Hans Arp (1886–1966). Beide stehen für den Beginn einer jeweils neuen Ära der Bildhauerei. Anhand von über 100 Werken macht die groß angelegte Schau überraschende Verwandtschaften ihres Schaffens erlebbar. Der enge Dialog verdeutlicht zugleich, wie sich in Rodins Skulpturen bereits wesentliche Voraussetzungen der Abstraktion abzeichnen, die für die nachfolgende Künstlergeneration wegweisend geworden sind.

Mit der erkenntnisreichen Begegnung der Werke von Rodin und Arp erweitern wir nicht nur unsere Reihe der Rendezvous des Amis um einen einzigartigen Höhepunkt, sondern erstmals auch um einen generationsübergreifenden Blickwinkel. Die komplexe Präsentation vereint Skulpturen, Reliefs und Zeichnungen – darunter ikonische ebenso wie weniger bekannte Arbeiten. Möglich wird dies durch die großzügige Unterstützung internationaler Museums- und Privatsammlungen.

In der direkten Gegenüberstellung wird deutlich, dass bei allen offensichtlich formensprachlichen Unterschieden beide Künstler eine ganze Reihe verwandter Forderungen und übergeordneter bildkünstlerischer Prinzipien verbindet, die der Jüngere konsequenterweise in die Abstraktion führt.

Zu diesen Prinzipien, deren unerschöpfliche Quelle die große Werkstatt der Natur (Arp) bildet, zählen Vielansichtigkeit und Metamorphose, Entstehung und Wachstum oder auch die Behandlung von Oberfläche und Volumen. Es eint sie überdies die Methoden des Fragmentierens, der Konstruktion und Dekonstruktion ebenso wie das Infragestellen traditioneller Auffassungen des Denkmalbegriffs oder des Sockels.

Einen spürbar persönlichen Aspekt bilden die Huldigungen, mit denen Arp Rodin seinen tiefempfundenen Respekt zollt. Im kreativen Umfeld des Pariser Surrealismus ehrt Arp den herausragenden Bildhauer Rodin erstmals namentlich mit der hinreißenden Plastik Automatische Skulptur (Rodin gewidmet). 1952 dann verfasst er mit dem Gedicht Des échos de pérennité eine gleichsam tiefgründige, lyrische Hommage à Rodin.

Entdecken Sie mit uns die epochale Entwicklung und Wandlung der modernen Skulptur und tauchen Sie dabei ein in die einzigartigen Bildwelten von Rodin und Arp.

Eine Ausstellung des Arp Museums Bahnhof Rolandseck, Remagen, konzipiert von der Fondation Beyeler, Riehen/Basel.

Kuratiert von Astrid von Asten, Arp Museum und Dr. Raphaël Bouvier, Fondation Beyeler. Organisiert in Zusammenarbeit mit dem Musée Rodin, Paris.

 

* In Kooperation mit dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Kunst im öffentlichen Raum – Ein Rundgang durch das Bundesviertel

Außer der Reihe: Hello darkness, my old friend… – Sound And Silence: Der Klang der Stille im Kunstmuseum Bonn

Online-Kunstgespräch

 

Dienstag, 03. August 2021 Kunstmuseum Bonn

anläßlich der Ausstellung „Sound And Silence – Der Klang der Stille in der Kunst der Gegenwart“

 

18:00 Uhr

 

 

LIVE über Zoom

Teilnahmelink:
https://zoom.us/j/92352364207?pwd=WDZkTXFEa28wd3ZYY3o5eUFxdXQ2QT09
Meeting-ID: 923 5236 4207
Kenncode: 664519

Die Teilnahme ist kostenlos die Veranstaltung wird nicht aufgezeichnet.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Außer der Reihe

möchte ich Sie einladen zu einem Online-Kunstgespräch zum Thema der Stille in der Kunst der Gegenwart. Der Ausstellungstitel „Sound And Silence“ legt dann natürlich auch augenblicklich die Erinnerung an folgenden berühmten Text frei:

Hello darkness, my old friend
I’ve come to talk with you again
Because a vision softly creeping
Left its seeds while I was sleeping
And the vision that was planted in my brain
Still remains
Within the sound of silence
                                                       Simon & Garfunkel

 

Ankündigungstext des Museums:

Sound and Silence – Der Klang der Stille in der Kunst der Gegenwart

Die Ausstellung Sound and Silence widmet sich dem Thema der Stille und des Schweigens im Feld der aktuellen Bildenden Kunst. Die Präsentation wird im Blick auf das Jubiläum des 250. Geburtstags von Ludwig von Beethoven realisiert und nimmt den fortschreitenden Prozess seiner Ertaubung als Ausgangspunkt für die grundsätzliche Frage nach dem Verhältnis von Klang und Stille, der produktiven und zugleich zerstörerischen Kraft des Schweigens und der Unmöglichkeit einer völligen Stille. Die Ausstellung, die ganz bewusst kein Beitrag zur Geschichte der Musik sein will, macht den Klang der Stille in einem breiten medialen Panorama, das Installationen, Performances, Videos, Filme, Fotos, Zeichnungen umfasst, in ganz unterschiedlicher Weise fassbar: als Lücke oder Fülle, als Monotonie, Wiederholung und Speicher; als Pause oder Überlagerung und Cluster, als laute Stille oder zerstörter Klang, als Wechselspiel zwischen meditativer Versenkung, erzwungenen Schweigen und stillem Widerstand, und nicht zuletzt als ambivalenter Ausdruck von Sinn und Sinnlosigkeit.

Kunst im öffentlichen Raum – Ein Rundgang durch das Bundesviertel

Rom, Barcelona, Los Angeles… und Rolandseck – Die Architektur des Richard Meier

Kunstbetrachtung im Dialog

 

Samstag, 14. August 2021 Arp Museum Bahnhof Rolandseck

im Richard Meier-Bau*

 

11:30 bis 13:00 Uhr

 

 

Kosten: € 16,50 / zzgl. Museumseintritt
Anmeldungen bitte bis Montag, den 09. August 2021
Stichwort „Meier 2021“ bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: kurz vor 11:30 Uhr im Kassenbereich des Museums

 

Jede Wetterlage, jede Tages-, jede Jahreszeit übt Einfluss auf die Architektur des Arp Museums aus, denn das Licht ist, wie Richard Meier selbst sagt, „das wichtigste Baumaterial,“ das ständig wechselnd immer andere Wirkungen erzeugt. Wie aber inszeniert der Architekt den Lichteinfall im Museum? Und wie verhalten sich Wegeführung, räumlicher Rhythmus und die Ausstellungsbereiche zueinander?

Richard Meier selbst hat in Kenntnis der europäischen Architekturgeschichte und grundiert durch eigene Anschauung die These aufgestellt, dass das Museum heute eine vergleichbare Funktion wie die Kathedralen in der Vergangenheit haben könnte.

Und sind Museen nicht längst zu Pilgerstätten kunstbegeisterter Zeitgenossen geworden, Museumsarchitektur ein verlässlicher Magnet für Besucherströme und der Neubau des Arp Museums in Rolandseck nicht ein Beispiel für dieses Phänomen?

Entdecken Sie gemeinsam mit uns die Wirkweise des Arp Museums, diskutieren Sie Funktion, Konzept und architektonische Umsetzung und machen Sie sich Ihr eigenes Bild.

Auf einen anregenden Rundgang freuen sich

Olaf Mextorf + Judith Graefe

 

* In Kooperation mit dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Kunst im öffentlichen Raum – Ein Rundgang durch das Bundesviertel

Dialoge auf Augenhöhe: Auguste Rodin und Hans Arp

Kunstbetrachtung im Dialog

 

Samstag, 18. September 2021 Arp Museum Bahnhof Rolandseck

in der Ausstellung „Rodin / Arp“ *

 

11:30 bis 13:00 Uhr

 

Kosten: € 16,50 / zzgl. Museumseintritt
Anmeldungen bitte bis Montag, den 13. September 2021
Stichwort „Rodin 2“ bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: kurz vor 11:30 Uhr im Kassenbereich des Museums

 

Auguste Rodin | Der Denker | 1903
© Kunsthalle Bielefeld | Foto: Ingo Bustorf

 

 

Ankündigungstext des Museums:

»Seine Skulpturen sind Widerhall von Jahresdauern, sind schlafende Küsse auf Totenhänden, sind Quallen mit Lackknopfstiefelchen des Walzerjahrhunderts.«

Hommage à Rodin | Hans Arp | 1952/54

Zum ersten Mal treffen in einer dialogischen Museumsausstellung zwei der wichtigsten Neuerer der modernen Plastik aufeinander: Auguste Rodin (1840–1917) und Hans Arp (1886–1966). Beide stehen für den Beginn einer jeweils neuen Ära der Bildhauerei. Anhand von über 100 Werken macht die groß angelegte Schau überraschende Verwandtschaften ihres Schaffens erlebbar. Der enge Dialog verdeutlicht zugleich, wie sich in Rodins Skulpturen bereits wesentliche Voraussetzungen der Abstraktion abzeichnen, die für die nachfolgende Künstlergeneration wegweisend geworden sind.

Mit der erkenntnisreichen Begegnung der Werke von Rodin und Arp erweitern wir nicht nur unsere Reihe der Rendezvous des Amis um einen einzigartigen Höhepunkt, sondern erstmals auch um einen generationsübergreifenden Blickwinkel. Die komplexe Präsentation vereint Skulpturen, Reliefs und Zeichnungen – darunter ikonische ebenso wie weniger bekannte Arbeiten. Möglich wird dies durch die großzügige Unterstützung internationaler Museums- und Privatsammlungen.

In der direkten Gegenüberstellung wird deutlich, dass bei allen offensichtlich formensprachlichen Unterschieden beide Künstler eine ganze Reihe verwandter Forderungen und übergeordneter bildkünstlerischer Prinzipien verbindet, die der Jüngere konsequenterweise in die Abstraktion führt.

Zu diesen Prinzipien, deren unerschöpfliche Quelle die große Werkstatt der Natur (Arp) bildet, zählen Vielansichtigkeit und Metamorphose, Entstehung und Wachstum oder auch die Behandlung von Oberfläche und Volumen. Es eint sie überdies die Methoden des Fragmentierens, der Konstruktion und Dekonstruktion ebenso wie das Infragestellen traditioneller Auffassungen des Denkmalbegriffs oder des Sockels.

Einen spürbar persönlichen Aspekt bilden die Huldigungen, mit denen Arp Rodin seinen tiefempfundenen Respekt zollt. Im kreativen Umfeld des Pariser Surrealismus ehrt Arp den herausragenden Bildhauer Rodin erstmals namentlich mit der hinreißenden Plastik Automatische Skulptur (Rodin gewidmet). 1952 dann verfasst er mit dem Gedicht Des échos de pérennité eine gleichsam tiefgründige, lyrische Hommage à Rodin.

Entdecken Sie mit uns die epochale Entwicklung und Wandlung der modernen Skulptur und tauchen Sie dabei ein in die einzigartigen Bildwelten von Rodin und Arp.

Eine Ausstellung des Arp Museums Bahnhof Rolandseck, Remagen, konzipiert von der Fondation Beyeler, Riehen/Basel.

Kuratiert von Astrid von Asten, Arp Museum und Dr. Raphaël Bouvier, Fondation Beyeler. Organisiert in Zusammenarbeit mit dem Musée Rodin, Paris.

 

* In Kooperation mit dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Kunst im öffentlichen Raum – Ein Rundgang durch das Bundesviertel

Zeitreisen mit Stella Hamberg

Kunstbetrachtung im Dialog

 

Samstag, 09. Oktober 2021 Arp Museum Bahnhof Rolandseck

in der Ausstellung „Stella Hamberg – Skulpturen“ *

 

11:30 bis 13:00 Uhr

 

Kosten: € 16,50 / zzgl. Museumseintritt
Anmeldungen bitte bis Montag, den 04. Oktober 2021
Stichwort „Zeiutreise“ bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: kurz vor 11:30 Uhr im Kassenbereich des Museums

 

 

 

aus dem Ankündigungstext des Museums:

Stella Hamberg (* 1975, lebt und arbeitet in Berlin und Brandenburg) gehört mit ihren Arbeiten zu den spannendsten und vielversprechendsten Bildhauerinnen ihrer Generation. Selbstbewusst knüpft sie mit ihren Skulpturen an bildhauerische Traditionen an. Im Zusammenspiel von Antike, Mittelalter oder Moderne entwickelt sie ihre eigene skulpturale Handschrift. In das Zentrum ihres Schaffens stellt sie ganz gegenwärtig das Ringen mit der zeitgenössischen Darstellbarkeit der menschlichen Figur und ihren formalen wie existentiellen Fragestellungen.

Mit großer handwerklicher Könnerschaft gelingen ihr übermannshohe und tonnenschwere Großskulpturen genauso wie kleinformatige Werkgruppen. Beim überwiegenden Teil ihrer Arbeiten entscheidet sie sich für den traditionsreichen Werkstoff Bronze. Kein anderes Material bietet der Künstlerin über die Stufen der notwendigen Abformung vom Tonmodell über das Wachspositiv bis hin zum endgültigen Guss so abwechslungsreich expressive genauso wie fein modellierte Oberflächen. Eher selten ist die Patinierung der Skulpturen farbig. Meistens reicht die Bandbreite von glänzenden bis hin zu stumpfen schwarzen Oberflächen. Neuerdings überrascht sie mit strahlend weißen, glatt geschliffenen Werken aus Gips, die kontrastreich den dunklen Bronzen gegenüberstehen.

 

* In Kooperation mit dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Kunst im öffentlichen Raum – Ein Rundgang durch das Bundesviertel

Last Minute: Rodin / Arp

Kunstbetrachtung im Dialog

 

Samstag, 13. November 2021 Arp Museum Bahnhof Rolandseck

in der Ausstellung „Rodin / Arp“ *

 

11:30 bis 13:00 Uhr

 

Kosten: € 16,50 / zzgl. Museumseintritt
Anmeldungen bitte bis Montag, den 08. November 2021
Stichwort „Last Minute“ bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: kurz vor 11:30 Uhr im Kassenbereich des Museums

 

Auguste Rodin | Der Denker | 1903
© Kunsthalle Bielefeld | Foto: Ingo Bustorf

 

 

Ankündigungstext des Museums:

»Seine Skulpturen sind Widerhall von Jahresdauern, sind schlafende Küsse auf Totenhänden, sind Quallen mit Lackknopfstiefelchen des Walzerjahrhunderts.«

Hommage à Rodin | Hans Arp | 1952/54

Zum ersten Mal treffen in einer dialogischen Museumsausstellung zwei der wichtigsten Neuerer der modernen Plastik aufeinander: Auguste Rodin (1840–1917) und Hans Arp (1886–1966). Beide stehen für den Beginn einer jeweils neuen Ära der Bildhauerei. Anhand von über 100 Werken macht die groß angelegte Schau überraschende Verwandtschaften ihres Schaffens erlebbar. Der enge Dialog verdeutlicht zugleich, wie sich in Rodins Skulpturen bereits wesentliche Voraussetzungen der Abstraktion abzeichnen, die für die nachfolgende Künstlergeneration wegweisend geworden sind.

Mit der erkenntnisreichen Begegnung der Werke von Rodin und Arp erweitern wir nicht nur unsere Reihe der Rendezvous des Amis um einen einzigartigen Höhepunkt, sondern erstmals auch um einen generationsübergreifenden Blickwinkel. Die komplexe Präsentation vereint Skulpturen, Reliefs und Zeichnungen – darunter ikonische ebenso wie weniger bekannte Arbeiten. Möglich wird dies durch die großzügige Unterstützung internationaler Museums- und Privatsammlungen.

In der direkten Gegenüberstellung wird deutlich, dass bei allen offensichtlich formensprachlichen Unterschieden beide Künstler eine ganze Reihe verwandter Forderungen und übergeordneter bildkünstlerischer Prinzipien verbindet, die der Jüngere konsequenterweise in die Abstraktion führt.

Zu diesen Prinzipien, deren unerschöpfliche Quelle die große Werkstatt der Natur (Arp) bildet, zählen Vielansichtigkeit und Metamorphose, Entstehung und Wachstum oder auch die Behandlung von Oberfläche und Volumen. Es eint sie überdies die Methoden des Fragmentierens, der Konstruktion und Dekonstruktion ebenso wie das Infragestellen traditioneller Auffassungen des Denkmalbegriffs oder des Sockels.

Einen spürbar persönlichen Aspekt bilden die Huldigungen, mit denen Arp Rodin seinen tiefempfundenen Respekt zollt. Im kreativen Umfeld des Pariser Surrealismus ehrt Arp den herausragenden Bildhauer Rodin erstmals namentlich mit der hinreißenden Plastik Automatische Skulptur (Rodin gewidmet). 1952 dann verfasst er mit dem Gedicht Des échos de pérennité eine gleichsam tiefgründige, lyrische Hommage à Rodin.

Entdecken Sie mit uns die epochale Entwicklung und Wandlung der modernen Skulptur und tauchen Sie dabei ein in die einzigartigen Bildwelten von Rodin und Arp.

Eine Ausstellung des Arp Museums Bahnhof Rolandseck, Remagen, konzipiert von der Fondation Beyeler, Riehen/Basel.

Kuratiert von Astrid von Asten, Arp Museum und Dr. Raphaël Bouvier, Fondation Beyeler. Organisiert in Zusammenarbeit mit dem Musée Rodin, Paris.

 

* In Kooperation mit dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck