Stadterfahrung mit entschleunigtem Blick: Der Flaneur, Teil 1 – Die Peripherie

Stadterfahrung mit entschleunigtem Blick: Der Flaneur, Teil 1 – Die Peripherie

Kunstbetrachtung im Dialog

 

Mittwoch, 21. November 2018 – Kuntmuseum Bonn

in der Ausstellung „Der Flaneur – Vom Impressionismus bis zur Gegenwart“

 

18:00 bis 19:30 Uhr

 

Kosten: € 15,- / zzgl. Museumseintritt
Anmeldungen bitte bis Mittwoch, den 14. November 2018
Stichwort „Flaneur 1“ bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: ca. 17:50 Uhr im Kassenbereich des Kunstmuseums

Wann waren Sie das letzte Mal flanieren? Und welches Bild haben Sie vor Augen, wenn Sie den Begriff Flaneur hören? Das des elegant gekleideten Bohémien der Belle Époche, der fast absichtslos Avenuen, Boulevards und Prachtstraßen hinab schlendert, dann ein Café aufsucht und – scheinbar in seine Zeitung versunken – die ihn umgebende Szenerie beobachtend in sich aufnimmt? Oder ist es vielleicht doch eher die aufmerksame Spaziergängerin der Gegenwart, deren wacher Blick die kleinen Dramen am Rande des Alltags beobachtet und die gleichzeitig wie ein Seismograph die wechselnden Stimmungslagen des städtischen Lebens registriert?

Das Kunstmuseum Bonn widmet dem Flaneur jetzt eine umfängliche und vielschichtige Ausstellung, die sich dem Phänomen der Großstadt von einer fast vergessenen Seite her nähert, denn der Flaneur:

  • – ist der beteiligt unbeteiligte Beobachter
  • – nimmt sich die Zeit, zu schauen
  • – ist noch in der Lage, sich absichtslos treiben zu lassen
  • – streift offen und neugierig durch die Stadt
  • – ist entspannt und gleichzeitig aufmerksam für alles
  • – ist das Auge der Stadt
  • – ist, was wir sind, wenn wir Stadt aufmerksam betrachten, einfühlsam erleben.

Und so beschreibt das Flanieren mehr eine Haltung, denn die Tätigkeit an sich. Und so denken wir den Flaneur natürlich auch weiblich, zumal Frauen – ist das mehr als eine These? – auf viele Dinge einen anderen Blick haben als Männer. Und dieser Blick auf die Stadt ist auch längst nicht mehr nur den Literaten wie Baudelaire, Hessel, Benjamin oder Nooteboom vorbehalten, sondern wird längst schon malerisch, fotografisch und filmisch formuliert.

Aufgrund der Vielzahl an Perspektiven und Fülle von Werken zwischen Impressionismus und Gegenwart bieten wir Ihnen eine zweiteilige Veranstaltung an, um der vielschichtigen Thematik ebenso gerecht zu werden, wie auch uns selbst in unserer Rolle als entschleunigt-flanierende (Kunst)Betrachter.

Bei unsere ersten Erkundung der Austellung werden wir uns der Stadt von ihren Rändern her nähern, werden uns unter anderem gemeinsam mit Vincent van Gogh und Maurice Utrillo auf dem Montmartre – einst Peripherie der Metropole Paris – umschauen, werden die Bonner Nordstadt mit August Mackes Augen sehen und Peter Piller in die Randbereiche der Bundesstadt folgen, bevor Steven Shore uns die uncommon places der amerikanische Provinz zumutet. Und Downtown New York ist noch etliche U-Bahnstationen entfernt, wenn Richard Estes den Blick fokussiert, uns an seinen minutiösen Beobachtungen teilhaben lässt.

Die zweite Erkundung führt uns dann ins Zentrum. Dorthin, wo Adolph Menzel die Metropole Paris im Umbruch erlebt hat, wo Jean Béraud seine minutiösen Beobachtungen in wunderbar-atmospärischen Miniaturen festhält, wo Fotografen wie Brassaï, Umbo, Otto Steinert oder Lee Friedländer unsere Wahrnehmung auf die Probe stellen. Das Motiv des Zentrums changiert zwischen der Düsternis am Bahnhof Zoo der Vorwendezeit und den strahlenden Prachtstraßen und weiten Plätzen des Haussmanschen Paris, zwischen eleganter Beschaulichkeit und aufreibender Hektik, zwischen milder Melancholie und agressivem Behauptungswillen.

Und wir mittendrin! Wir freuen uns auf eine ganz besondere Ausstellung und auf den Austausch mit Ihnen.

Herzliche Grüße

Olaf Mextorf + Nicole Birnfeld

 

Außer der Reihe: Malerfürsten – Die perfekte Inszenierung

Außer der Reihe: Malerfürsten – Die perfekte Inszenierung

Vortrag von Dr. Nicole Birnfeld

 

Montag, 26. November 2018 – VHS Duisburg

 

18:00 bis 19:30 Uhr

 

VHS Duisburg
Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg
Anmeldung ab sofort möglich unter:

https://www2.duisburg.de/manuelledaten/vhs/webbasys/index.php?kathaupt=11&knr=182SZ2324&kursname=Malerfuersten+Die+perfekte+Inszenierung&katid=35

Im 19. Jahrhundert genossen u.a. Hans Makart, Franz von Lenbach und Franz von Stuck einen privilegierten Sonderstatus. Sie bildeten die nachfolgende Generation der großen Maler der Renaissance sowie des Barock, wie Raffael oder Rubens, die zu ihrer Zeit bereits gesellschaftliche Anerkennung erfuhren und verehrt wurden.
Was zeichnet einen Malerfürsten des 19. Jahrhunderts aus? Wie gelang es diesen Künstlern, sich einem Publikum vorzustellen und sich zu inszenieren?
Einige der berühmten Künstlerfürsten stammten aus einfachen, der Kunstwelt fernen Verhältnissen und schafften den Aufstieg in den Olymp der Kunstschaffenden. Als diese Künstler zu Ruhm und Wohlstand kamen, pflegten sie einen aufwändigen Lebensstil und bauten sich prächtige Villen.
Dazu verhalf ihnen nicht nur ihr Talent. Einige ihrer Werke wurden als skandalös empfunden, aber damit erreichten sie früh die Aufmerksamkeit des Publikums und der Presse.
Zudem wurden ihre Netzwerke und ihre Popularität eingesetzt, um den sozialen Aufstieg geschickt vorzubereiten.

Stadterfahrung mit entschleunigtem Blick: Der Flaneur, Teil 2 – Das Zentrum

Stadterfahrung mit entschleunigtem Blick: Der Flaneur, Teil 2 – Das Zentrum

Kunstbetrachtung im Dialog

 

Mittwoch, 12. Dezember 2018 – Kuntmuseum Bonn

in der Ausstellung „Der Flaneur – Vom Impressionismus bis zur Gegenwart“

 

18:00 bis 19:30 Uhr

 

Kosten: € 15,- / zzgl. Museumseintritt
Anmeldungen bitte bis Mittwoch, den 05. Dezember 2018
Stichwort „Flaneur 2“ bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: ca. 17:50 Uhr im Kassenbereich des Kunstmuseums

Wann waren Sie das letzte Mal flanieren? Und welches Bild haben Sie vor Augen, wenn Sie den Begriff Flaneur hören? Das des elegant gekleideten Bohémien der Belle Époche, der fast absichtslos Avenuen, Boulevards und Prachtstraßen hinab schlendert, dann ein Café aufsucht und – scheinbar in seine Zeitung versunken – die ihn umgebende Szenerie beobachtend in sich aufnimmt? Oder ist es vielleicht doch eher die aufmerksame Spaziergängerin der Gegenwart, deren wacher Blick die kleinen Dramen am Rande des Alltags beobachtet und die gleichzeitig wie ein Seismograph die wechselnden Stimmungslagen des städtischen Lebens registriert?

Das Kunstmuseum Bonn widmet dem Flaneur jetzt eine umfängliche und vielschichtige Ausstellung, die sich dem Phänomen der Großstadt von einer fast vergessenen Seite her nähert, denn der Flaneur:

  • – ist der beteiligt unbeteiligte Beobachter
  • – nimmt sich die Zeit, zu schauen
  • – ist noch in der Lage, sich absichtslos treiben zu lassen
  • – streift offen und neugierig durch die Stadt
  • – ist entspannt und gleichzeitig aufmerksam für alles
  • – ist das Auge der Stadt
  • – ist, was wir sind, wenn wir Stadt aufmerksam betrachten, einfühlsam erleben.

Und so beschreibt das Flanieren mehr eine Haltung, denn die Tätigkeit an sich. Und so denken wir den Flaneur natürlich auch weiblich, zumal Frauen – ist das mehr als eine These? – auf viele Dinge einen anderen Blick haben als Männer. Und dieser Blick auf die Stadt ist auch längst nicht mehr nur den Literaten wie Baudelaire, Hessel, Benjamin oder Nooteboom vorbehalten, sondern wird längst schon malerisch, fotografisch und filmisch formuliert.

Aufgrund der Vielzahl an Perspektiven und Fülle von Werken zwischen Impressionismus und Gegenwart bieten wir Ihnen eine zweiteilige Veranstaltung an, um der vielschichtigen Thematik ebenso gerecht zu werden, wie auch uns selbst in unserer Rolle als entschleunigt-flanierende (Kunst)Betrachter.

Diese zweite Erkundung führt uns ins Zentrum der Stadt. Dorthin, wo Adolph Menzel die Metropole Paris im Umbruch erlebt hat, wo Jean Béraud seine minutiösen Beobachtungen in wunderbar-atmospärischen Miniaturen festhält, wo Fotografen wie Brassaï, Umbo, Otto Steinert oder Lee Friedländer unsere Wahrnehmung auf die Probe stellen. Das Motiv des Zentrums changiert zwischen der Düsternis am Bahnhof Zoo der Vorwendezeit und den strahlenden Prachtstraßen und weiten Plätzen des Haussmanschen Paris, zwischen eleganter Beschaulichkeit und aufreibender Hektik, zwischen milder Melancholie und agressivem Behauptungswillen.

Bei unsere ersten Erkundung der Austellung haben wir uns der Stadt von ihren Rändern her genähert, hatten uns unter anderem gemeinsam mit Vincent van Gogh und Maurice Utrillo auf dem Montmartre – einst Peripherie der Metropole Paris – umgeschaut, die Bonner Nordstadt mit August Mackes Augen gesehen und waren Peter Piller in die Randbereiche der Bundesstadt gefolgt, bevor Steven Shore uns die uncommon places der amerikanische Provinz zumutete. Und Downtown New York war noch etliche U-Bahnstationen entfernt, wo Richard Estes den Blick fokussierte, uns an seinen minutiösen Beobachtungen teilhaben ließ.

Und wir mittendrin! Wir freuen uns auf eine ganz besondere Ausstellung und auf den Austausch mit Ihnen.

Herzliche Grüße

Olaf Mextorf + Nicole Birnfeld

Kunst ist Gegenwart – Seherfahrungen quer durch das Arp Museum

Kunst ist Gegenwart – Seherfahrungen quer durch das Arp Museum

Kunstbetrachtung im Dialog

 

Samstag, 15. Dezember 2018 – Arp Museum Bahnhof Rolandseck

in der Architektur und den Ausstellungsräumen des Arp Museums Bahnhof Rolandseck

 

11:30 bis 13:00 Uhr

 

Kosten: € 14,- / zzgl. Museumseintritt
Anmeldungen bitte bis Dienstag, den 11. Dezember 2018
Stichwort „Gegenwart“ bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: ca. 11:15 Uhr im Kassenbereich des Museums

Wir möchten die Vorweihnachtszeit nutzen, um noch einmal mit entschleunigtem Blick durch das Arp Museum zu streifen. Nicht nur die großen Künstlernamen sollen eine Rolle spielen, sondern auch der Rahmen, also die architektonischen Bedingungen, die eine intensive Kunstbetrachtung erst möglich machen. Wie erleben wir den Raum, die Atmosphäre, die Kunst in ihrer Gesamtheit?

Ein, wie wir hoffen, besinnliches Thema in vielleicht wieder einmal hektischer Zeit.

Wir freuen uns auf einen entspannten Rundgang mit Ihnen am Ende eines bewegten Jahres.

Es grüßen herzlich

Olaf Mextorf + Nicole Birnfeld