Sophie Taeuber-Arp – eine Wegweiserin der Klassischen Moderne

Sophie Taeuber-Arp – eine Wegweiserin der Klassischen Moderne

Der entschleunigte Blick nach vorn: Das Arp Museum im Dialog!

 

Donnerstag, 02. Juni 2022 – In der Ausstellung „Unwesen und Treiben“ und dem historischen Bahnhofsgebäude.*

 

17:00 bis ca. 19:00 Uhr

 

Kosten: € 21,50 pro Person inkl. Museumseintritt
Anmeldungen ab sofort – Sie erhalten eine Anmeldebestätigung
Stichwort „Sophie“ bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: kurz vor 17:00 Uhr im Kassenbereich des Museums

 

Sie gehört zu den vielseitigsten Künstlerinnen der Avantgarde. Sophie Taeuber Arp (1889-1943) war Gestalterin und bildende Künstlerin, Architektin und Lehrende. Aus dem Schatten ihres Mannes konnte sie nie heraustreten, weil sie dort nie stand.

Ihre führende Rolle in der klassischen Moderne wurde unlängst in einer großen Retrospektive im Kunstmuseum Basel mit dem Titel Gelebte Abstraktion eindrucksvoll belegt. Bei uns steht sie jetzt als eine der großen Wegweiserinnen der Avantgarde im Zentrum unserer Betrachtungen und des gemeinsamen Austauschs.

Denn Sophie Taueber-Arp und ihr Mann sind derzeit Anlaß für ein Experiment, dass das Team des Arp Museums jetzt in Form eines Gedankenspiels, einer Baustelle, eines Experimentalraum präsentier. In diesem Raum werden  wir uns mit gewohnt „entschleunigtem Blicke“ umsehen, um teilzunehmen am Entstehungsprozess einer neuen Dauerausstellung mit den Werken von Sophie Taueber-Arp und Hans Arp. Eine sicherlich ästhetische wie gedankliche Herausforderung.

 

Anlaß für unsere neue Reihemit dem Titel Der entschleunigte Blick nach vorn: Das Arp Museum im Dialog!  ist das 15jährige Jubiläum des Arp Museums, das wir mit dieser Reihe begleiten möchten. An jedem ersten Donnerstag im Monat werden wir zunächst einen entschleunigten Blick in die aktuellen Ausstellungen, bzw. die Architektur des Hauses werfen. Anschließend finden wir uns im Nordsaal des historischen Bahnhofs ein, wo wir – unterstützt durch eine Powerpoint-Präsentation – Aspekte unseres Rundgangs im Gespräch mit Ihnen vertiefen möchten.

Es freuen sich auf einen anregenden Dialog und grüßen herzlich

Judith Graefe + Olaf Mextorf

 

aus der Museumsankündigung:

Bis heute begeistern Sophie Taeuber-Arp und Hans Arp unsere Besucher*innen und Fans der klassischen Moderne auf der ganzen Welt. Getreu dem Arp‘schen Motto »Achtung, Achtung, Achtung. Sensation, Position, Halluzination.« stellen wir die innovative Strahlkraft des Paars in den Mittelpunkt unserer Ausstellungen.

Nach 15 Jahren, in denen die bahnbrechenden Werke in unterschiedlichen Konstellationen und im Dialog mit vielfältigen künstlerischen Positionen in Rolandseck zu sehen waren, richten wir für Sophie und Hans ein neues Zuhause ein. Ab 2023 gilt es die künstlerischen Prinzipien beider Künstler*innen und ihre ungebrochene Aktualität in unserer neuen Dauerausstellung zu entdecken.

Doch wie sieht ein solches Zuhause zweier Pionier*innen der Abstraktion aus? Welche Räume des Austausches, Staunens und Lernens benötigen wir? Wie streichen wir die Wände und welche Kunstwerke hängen wir auf? Welche imaginären Räume können und möchten wir eröffnen?

Die Baumeister*innen, das Team des Museums, werden hierbei vor so manche Herausforderungen gestellt – denken, ordnen, diskutieren, hören, sehen und verorten. Wie mit Nägeln, Hammer und Säge errichten wir bereits jetzt in Gedanken eine neue Heimat für unsere Hauspatron*innen. Dabei beschäftigen uns Fragen wie: Halten unsere Überlegungen den künstlerischen Leitlinien stand? Ist das Fundament der Ideen tief genug? Und welche weiteren historischen und auch zeitgenössischen Balken benötigt die Ausstellung für die Statik?

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Sophie Taeuber-Arp – eine Wegweiserin der Klassischen Moderne

Paula Modersohn-Becker: Eine Künstlerin im Spannungsfeld zwischen Gründerzeit und Moderne

Kunstbetrachtung im Dialog

 

Samstag, 11. Juni 2022 – Arp Museum Bahnhof Rolandseck

In der Ausstellung „Das sind meine modernen Frauen. Tausche Monet gegen Paula Modersohn-Becker“ *

 

11:30 bis 13:00 Uhr

Bitte beachten Sie: Diese Veranstaltung ist ausgebucht. Wir bieten die Veranstaltung am 11. Juni aber ein weiteres Mal um 14:00 Uhr an. Aber auch für diese Veranstaltung gibt es nur noch wenige freie Plätze.

 

Kosten: € 16,50 pro Person zzgl. ermäßigter Museumseintritt
Anmeldungen ab sofort – Sie erhalten eine Anmeldebestätigung
Stichwort „Paula 03 bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: kurz vor 11:30 Uhr im Kassenbereich des Museums

aus dem Ankündigungstext des Museums:

Die Kunstkammer Rau bietet dieses Jahr ein Sammlungstreffen der besonderen Art. 20 Werke der Sammlung Rau für UNICEF treten in Dialog mit 35 Highlights der Sammlung Roselius der Museen Böttcherstrasse, Paula Modersohn-Becker Museum sowie vier weiteren Werken der Paula Modersohn-Becker Stiftung. Dem gesellt sich die Künstlerin Berlinde de Bruyckere mit drei markanten Arbeiten hinzu. So bildet sich ein energetisches Kraftfeld rund um die Ausnahmekünstlerin Paula Modersohn-Becker, der diese Schau zentral gewidmet ist. Wie unter einem Brennglas lassen sich an ihrem Beispiel bahnbrechende Veränderungen in der Gesellschaft und Kunst um 1900 beobachten. Entschlossen, ‚geradeaus malend’ verfolgte sie ihren Weg unbeirrt jeder Kritik – ein durchaus aktuelles ‚role model‘ für Frauen wie Männer bis in unsere Zeit.

Im Zentrum der Ausstellung stehen, neben bekannten Porträts, spektakuläre z. T. lebensgroße Aktdarstellungen Paula Modersohn-Beckers. Viele entstanden schon während ihres Studiums. Doch noch Jahre später griff sie immer wieder auf sie zurück und verarbeitete sie zu großen eindrucksvollen Leinwandbildern, die die natürliche Schönheit des Körpers feierten, die »große Einfachheit der Form«, wie sie es nannte.

Die Landschaften und Stillleben Paula Modersohn Beckers leben von der Kraft der Stille, die sie in der Weite der Moorlandschaft und in der alltäglichen Schönheit der Dinge fand. Daneben studierte sie intensiv die lichtvollen Gemälde der Spät-Impressionisten und Nabis. Insbesondere Maurice Denis war ein großer Impulsgeber für sie.

Einzigartig modern und richtungweisend ist die tiefe Verbundenheit der Malerin mit der Natur. Natürlichkeit war ihr oberstes Gebot – ob nun im Akt oder im Blick in die Landschaft. Nicht mahnend, sondern liebend suchte sie den Einklang und Gleichklang mit den Dingen und schilderte den Menschen als Teil der Natur, mit ihr verwoben und von ihr abhängig.

Sophie Taeuber-Arp – eine Wegweiserin der Klassischen Moderne

Paula Modersohn-Becker: Eine Künstlerin im Spannungsfeld zwischen Gründerzeit und Moderne

Kunstbetrachtung im Dialog

 

Samstag, 11. Juni 2022 – Arp Museum Bahnhof Rolandseck

In der Ausstellung „Das sind meine modernen Frauen. Tausche Monet gegen Paula Modersohn-Becker“ *

 

14:00 bis 15:30 Uhr

Aufgrund der besonderen räumlichen Verhältnisse möchten wir die Teilnahme auf 12 Personen beschränken und bitten hierfür um Verständnis.

 

Kosten: € 16,50 pro Person zzgl. ermäßigter Museumseintritt
Anmeldungen ab sofort – Sie erhalten eine Anmeldebestätigung
Stichwort „Paula 04“ bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: kurz vor 14:00 Uhr im Kassenbereich des Museums

aus dem Ankündigungstext des Museums:

Die Kunstkammer Rau bietet dieses Jahr ein Sammlungstreffen der besonderen Art. 20 Werke der Sammlung Rau für UNICEF treten in Dialog mit 35 Highlights der Sammlung Roselius der Museen Böttcherstrasse, Paula Modersohn-Becker Museum sowie vier weiteren Werken der Paula Modersohn-Becker Stiftung. Dem gesellt sich die Künstlerin Berlinde de Bruyckere mit drei markanten Arbeiten hinzu. So bildet sich ein energetisches Kraftfeld rund um die Ausnahmekünstlerin Paula Modersohn-Becker, der diese Schau zentral gewidmet ist. Wie unter einem Brennglas lassen sich an ihrem Beispiel bahnbrechende Veränderungen in der Gesellschaft und Kunst um 1900 beobachten. Entschlossen, ‚geradeaus malend’ verfolgte sie ihren Weg unbeirrt jeder Kritik – ein durchaus aktuelles ‚role model‘ für Frauen wie Männer bis in unsere Zeit.

Im Zentrum der Ausstellung stehen, neben bekannten Porträts, spektakuläre z. T. lebensgroße Aktdarstellungen Paula Modersohn-Beckers. Viele entstanden schon während ihres Studiums. Doch noch Jahre später griff sie immer wieder auf sie zurück und verarbeitete sie zu großen eindrucksvollen Leinwandbildern, die die natürliche Schönheit des Körpers feierten, die »große Einfachheit der Form«, wie sie es nannte.

Die Landschaften und Stillleben Paula Modersohn Beckers leben von der Kraft der Stille, die sie in der Weite der Moorlandschaft und in der alltäglichen Schönheit der Dinge fand. Daneben studierte sie intensiv die lichtvollen Gemälde der Spät-Impressionisten und Nabis. Insbesondere Maurice Denis war ein großer Impulsgeber für sie.

Einzigartig modern und richtungweisend ist die tiefe Verbundenheit der Malerin mit der Natur. Natürlichkeit war ihr oberstes Gebot – ob nun im Akt oder im Blick in die Landschaft. Nicht mahnend, sondern liebend suchte sie den Einklang und Gleichklang mit den Dingen und schilderte den Menschen als Teil der Natur, mit ihr verwoben und von ihr abhängig.

Sophie Taeuber-Arp – eine Wegweiserin der Klassischen Moderne

August Macke im Kaleidoskop der Moderne

Kunst auf dem Schirm

 

Mittwoch, 22. Juni 2022 – Zoom-Veranstaltung

 

19:00 bis 20:00 Uhr

 

Kosten: € 8,- pro Person
Anmeldungen ab de, 23. Mai 2022 – Sie erhalten eine Anmeldebestätigung.
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Sie erhalten von uns rechtzeitig den Zuangslink.

Wir kaum ein anderer Maler hat sich August Macke (1887-1914) in der kurzen Zeit seines Schaffens mit einer Vielzahl von Aspekten der Avantgarde vertraut gemacht und dabei  eine ganz eigene künstlerische Formensprache entwickelt. Anhand ausgewählter Beispiele möchte wir August Macke im Kaleidoskop der Avantgarden vorstellen.

Auf eine erkenntnisreiche Veranstaltung freuen sich

Olaf Mextorf + Judith Graefe

Sophie Taeuber-Arp – eine Wegweiserin der Klassischen Moderne

Zwischen Himmel und Hölle – Berlinde De Bruyckeres skulpturaler Kosmos

Kunstbetrachtung im Dialog

 

Samstag, 16. Juli 2022 – Arp Museum Bahnhof Rolandseck

In der Ausstellung „Berlinde De Bruyckere“ *

 

11:30 bis 13:00 Uhr

 

Kosten: € 16,50 pro Person zzgl. ermäßigter Museumseintritt
Anmeldungen ab sofort – Sie erhalten eine Anmeldebestätigung
Stichwort „Berlinde bitte auf dem Anmeldeformular angeben
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Treffpunkt: kurz vor 11:30 Uhr im Kassenbereich des Museums

Über die Ausstellung:

Berlinde De Bruyckere (*1964, lebt und arbeitet in Gent, Belgien) gehört zu den bedeutendsten internationalen Bildhauerinnen der Gegenwart. Die zugleich faszinierenden und irritierenden Skulpturen der Künstlerin gehen den Betrachter*innen sprichwörtlich unter die Haut. Innerhalb ihres Schaffens spielt der Mensch eine übergeordnete Rolle. Dabei widmet sich die Künstlerin subtil und empathisch den physischen und seelischen Verwundungen ihrer ›Protagonist*innen‹. Die Körperhüllen berühren uns mit ihrer intensiven Versehrtheit, Verletzlichkeit und Melancholie und bewegen sich dabei zwischen Schönheit und Hässlichkeit, Vitalität und Tod, Harmonie und Deformation, Figürlichkeit und Abstraktion. Ihre Werke sind Zeugnisse sichtbarer und spürbarer Verwandlungsprozesse menschlichen Lebens.

Die Darstellung der menschlichen Figur unterliegt bei De Bruyckere grundlegend den klassischen Gestaltungsprozessen. Dabei spielt die Wahl des Materials Wachs, das gleich eines malerischen Vorgangs von ihr bearbeitet wird, für die Skulpturen in ihrer so realistischen Ausführung eine entscheidende Rolle. Dies wird auch bei ihrer Werkreihe der Körperfragmente zu einem bestimmenden Element, die oftmals stark deformiert und an fleischige Klumpen erinnernd, den Rezipient*innen ein hohes Maß an Unerschrockenheit und ästhetischem Wahrnehmungsvermögen abverlangen.

Die Unmittelbarkeit ihrer Werke erwächst aus den unterschiedlichen Körperhaltungen von Tänzer*innen, mit denen Berlinde De Bruyckere zusammenarbeitet. Allen voran der portugiesische Tänzer Romeu Runa, der im Zusammenhang mit ihren Werken im Arp Museum drei Tanz-Performances aufführen wird. Im Miteinander von Kunst und Tanz zeigt sich, wie Körperhaltungen zutiefst ergreifende innere Verfassungen offenbaren.

Eine besondere Bedeutung innerhalb ihres Werks kommt seit 1999 auch dem Pferd zu. Ihre Faszination gilt der Schönheit, der Beseeltheit und Stärke dieser Tiere. Die intensive Beschäftigung mit historischem Bildmaterial des Archivs des In Flanders Field Museum im belgischen Ypern, führte ihr das grausame millionenfache Schicksal der Pferde als Opfer auf den Schlachtfeldern Flanderns während des 1. Weltkriegs vor Augen.

Neben den kreatürlich-skulpturalen Werken und Zeichnungen, die parallel zu einzelnen Werkreihen entstanden sind, wird in der Ausstellung auch eine große textile Arbeit zu sehen sein. Gebrauchte und verwitterte Decken mit unterschiedlichen Mustern und Farben erinnern an abgenommene Fresken, die gleich einem Relief von der Künstlerin zueinander komponiert werden. Einst hat jede einzelne Decke Menschen geschützt und gewärmt. Sie sind Zeugnisse unbekannter Biografien menschlichen Lebens. Dieses stille und fragile Werk befriedet die offensive Intensität von Berlinde De Bruyckeres skulpturalem Kosmos.

Dabei verwandeln die lichtdurchfluteten Räume von Richard Meiers Neubau als Zwischenreich zwischen Himmel und Erde einmal mehr das Erschreckende in das Schöne und Erhabene.

Verbundenheit der Malerin mit der Natur. Natürlichkeit war ihr oberstes Gebot – ob nun im Akt oder im Blick in die Landschaft. Nicht mahnend, sondern liebend suchte sie den Einklang und Gleichklang mit den Dingen und schilderte den Menschen als Teil der Natur, mit ihr verwoben und von ihr abhängig.

Sophie Taeuber-Arp – eine Wegweiserin der Klassischen Moderne

Eine Einladung zur Einmischung: Baustelle Arp – Unwesen und Treiben

Kunstbetrachtung im Dialog

 

Samstag, 23. Juli 2022 – Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Auf dem Weg zu einer Dauerausstellung für Arp und Taeuber-Arp*

 

11.30 bis 13:00 Uhr

Kosten: € 16,50 pro Person zzgl. ermäßigter Museumseintritt
Anmeldungen ab sofort – Sie erhalten eine Anmeldebestätigung
Stichwort „Einmischung 1 bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: kurz vor 11:30 Uhr im Kassenbereich des Museums

Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp – das wurde in den letzten 15 Jahren seit der Eröffnung des Museumsneubaus überdeutlich – sind durch ihre Werke, ihr Denken und ihre Präsenz mannigfach mit der Kunstgeschichte der Klassischen Moderne verküpft. Als Wegbereiter der organischen wie der geometrischen Abstraktion haben wir Hans Arp gemeinsam mit Barbara Hepworth und Henry Moore erlebt, im Dialog mit unterschiedlichsten zeitgenössischen Positionen und natürlich im Austausch mit Max Ernst, Salvadore Dalí und zuletzt Auguste Rodin.

Jedes Mal erwies sich sein Werk als singulär in ihrer optischen und gestalterischen Konzentration, der Offenheit für Assoziationen und einer einladenden Heiterkeit.

Jetzt präsentiert das Team des Arp Museums ein Gedankenspiel, eine Baustelle, einen Experimentalraum in dem wir uns mit gewohnt „entschleunigtem Blicke“ umsehen werden um teilzunehmen am Entstehungsprozess einer neuen Dauerausstellung mit den Werken von Hans Arp und Sophie Taueber-Arp. Es wird sicher eine ästhetische und gedankliche Herausforderung.

Und darauf freuen sich

Olaf Mextorf, Nicole Birnfeld + Judith Graefe

Sophie Taeuber-Arp – eine Wegweiserin der Klassischen Moderne

Unter die Haut – Das Werk von Berlinde De Bruyckere zwischen Verletzlichkeit und Melancholie

Der entschleunigte Blick nach vorn: Das Arp Museum im Dialog!

 

Donnerstag, 04. August 2022 – Arp Museum Bahnhof Rolandseck

In der Ausstellung „Berlinde De Bruyckere“ und dem historischen Bahnhof *

 

17:00 bis ca. 19:00 Uhr

 

Kosten: € 21,50 pro Person inkl. Museumseintritt
Anmeldungen ab sofort – Sie erhalten eine Anmeldebestätigung
Stichwort „Unter die Haut“ bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: kurz vor 17:00 Uhr im Kassenbereich des Museum

Anlaß für unsere neue Reihemit dem Titel Der entschleunigte Blick nach vorn: Das Arp Museum im Dialog!  ist das 15jährige Jubiläum des Arp Museums, das wir mit dieser Reihe begleiten möchten. An jedem ersten Donnerstag im Monat werden wir zunächst einen entschleunigten Blick in die aktuellen Ausstellungen, bzw. die Architektur des Hauses werfen. Anschließend finden wir uns im Nordsaal des historischen Bahnhofs ein, wo wir – unterstützt durch eine Powerpoint-Präsentation – Aspekte unseres Rundgangs im Gespräch mit Ihnen vertiefen möchten.

Es freuen sich auf einen anregenden Dialog und grüßen herzlich

Judith Graefe + Olaf Mextorf

 

Über die Ausstellung:

Berlinde De Bruyckere (*1964, lebt und arbeitet in Gent, Belgien) gehört zu den bedeutendsten internationalen Bildhauerinnen der Gegenwart. Die zugleich faszinierenden und irritierenden Skulpturen der Künstlerin gehen den Betrachter*innen sprichwörtlich unter die Haut. Innerhalb ihres Schaffens spielt der Mensch eine übergeordnete Rolle. Dabei widmet sich die Künstlerin subtil und empathisch den physischen und seelischen Verwundungen ihrer ›Protagonist*innen‹. Die Körperhüllen berühren uns mit ihrer intensiven Versehrtheit, Verletzlichkeit und Melancholie und bewegen sich dabei zwischen Schönheit und Hässlichkeit, Vitalität und Tod, Harmonie und Deformation, Figürlichkeit und Abstraktion. Ihre Werke sind Zeugnisse sichtbarer und spürbarer Verwandlungsprozesse menschlichen Lebens.

Die Darstellung der menschlichen Figur unterliegt bei De Bruyckere grundlegend den klassischen Gestaltungsprozessen. Dabei spielt die Wahl des Materials Wachs, das gleich eines malerischen Vorgangs von ihr bearbeitet wird, für die Skulpturen in ihrer so realistischen Ausführung eine entscheidende Rolle. Dies wird auch bei ihrer Werkreihe der Körperfragmente zu einem bestimmenden Element, die oftmals stark deformiert und an fleischige Klumpen erinnernd, den Rezipient*innen ein hohes Maß an Unerschrockenheit und ästhetischem Wahrnehmungsvermögen abverlangen.

Die Unmittelbarkeit ihrer Werke erwächst aus den unterschiedlichen Körperhaltungen von Tänzer*innen, mit denen Berlinde De Bruyckere zusammenarbeitet. Allen voran der portugiesische Tänzer Romeu Runa, der im Zusammenhang mit ihren Werken im Arp Museum drei Tanz-Performances aufführen wird. Im Miteinander von Kunst und Tanz zeigt sich, wie Körperhaltungen zutiefst ergreifende innere Verfassungen offenbaren.

Eine besondere Bedeutung innerhalb ihres Werks kommt seit 1999 auch dem Pferd zu. Ihre Faszination gilt der Schönheit, der Beseeltheit und Stärke dieser Tiere. Die intensive Beschäftigung mit historischem Bildmaterial des Archivs des In Flanders Field Museum im belgischen Ypern, führte ihr das grausame millionenfache Schicksal der Pferde als Opfer auf den Schlachtfeldern Flanderns während des 1. Weltkriegs vor Augen.

Neben den kreatürlich-skulpturalen Werken und Zeichnungen, die parallel zu einzelnen Werkreihen entstanden sind, wird in der Ausstellung auch eine große textile Arbeit zu sehen sein. Gebrauchte und verwitterte Decken mit unterschiedlichen Mustern und Farben erinnern an abgenommene Fresken, die gleich einem Relief von der Künstlerin zueinander komponiert werden. Einst hat jede einzelne Decke Menschen geschützt und gewärmt. Sie sind Zeugnisse unbekannter Biografien menschlichen Lebens. Dieses stille und fragile Werk befriedet die offensive Intensität von Berlinde De Bruyckeres skulpturalem Kosmos.

Dabei verwandeln die lichtdurchfluteten Räume von Richard Meiers Neubau als Zwischenreich zwischen Himmel und Erde einmal mehr das Erschreckende in das Schöne und Erhabene.

Verbundenheit der Malerin mit der Natur. Natürlichkeit war ihr oberstes Gebot – ob nun im Akt oder im Blick in die Landschaft. Nicht mahnend, sondern liebend suchte sie den Einklang und Gleichklang mit den Dingen und schilderte den Menschen als Teil der Natur, mit ihr verwoben und von ihr abhängig.

Sophie Taeuber-Arp – eine Wegweiserin der Klassischen Moderne

Last Minute: Paula Modersohn-Becker 1

Kunstbetrachtung im Dialog

 

Samstag, 27. August 2022 – Arp Museum Bahnhof Rolandseck

In der Ausstellung „Das sind meine modernen Frauen. Tausche Monet gegen Paula Modersohn-Becker“ *

 

13:30 bis 15:00 Uhr

 

Bitte beachten Sie: Weil wir raumbedingt nur mit max. 12 TN in der Kunstkammer sind, bieten wir die Veranstaltung am 27. August um 16:00 Uhr erneut an.

 

Kosten: € 16,50 pro Person zzgl. ermäßigter Museumseintritt
Anmeldungen ab sofort – Sie erhalten eine Anmeldebestätigung
Stichwort „Paula Last Minute 1 bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: kurz vor 13:30 Uhr im Kassenbereich des Museums

aus dem Ankündigungstext des Museums:

Die Kunstkammer Rau bietet dieses Jahr ein Sammlungstreffen der besonderen Art. 20 Werke der Sammlung Rau für UNICEF treten in Dialog mit 35 Highlights der Sammlung Roselius der Museen Böttcherstrasse, Paula Modersohn-Becker Museum sowie vier weiteren Werken der Paula Modersohn-Becker Stiftung. Dem gesellt sich die Künstlerin Berlinde de Bruyckere mit drei markanten Arbeiten hinzu. So bildet sich ein energetisches Kraftfeld rund um die Ausnahmekünstlerin Paula Modersohn-Becker, der diese Schau zentral gewidmet ist. Wie unter einem Brennglas lassen sich an ihrem Beispiel bahnbrechende Veränderungen in der Gesellschaft und Kunst um 1900 beobachten. Entschlossen, ‚geradeaus malend’ verfolgte sie ihren Weg unbeirrt jeder Kritik – ein durchaus aktuelles ‚role model‘ für Frauen wie Männer bis in unsere Zeit.

Im Zentrum der Ausstellung stehen, neben bekannten Porträts, spektakuläre z. T. lebensgroße Aktdarstellungen Paula Modersohn-Beckers. Viele entstanden schon während ihres Studiums. Doch noch Jahre später griff sie immer wieder auf sie zurück und verarbeitete sie zu großen eindrucksvollen Leinwandbildern, die die natürliche Schönheit des Körpers feierten, die »große Einfachheit der Form«, wie sie es nannte.

Die Landschaften und Stillleben Paula Modersohn Beckers leben von der Kraft der Stille, die sie in der Weite der Moorlandschaft und in der alltäglichen Schönheit der Dinge fand. Daneben studierte sie intensiv die lichtvollen Gemälde der Spät-Impressionisten und Nabis. Insbesondere Maurice Denis war ein großer Impulsgeber für sie.

Einzigartig modern und richtungweisend ist die tiefe Verbundenheit der Malerin mit der Natur. Natürlichkeit war ihr oberstes Gebot – ob nun im Akt oder im Blick in die Landschaft. Nicht mahnend, sondern liebend suchte sie den Einklang und Gleichklang mit den Dingen und schilderte den Menschen als Teil der Natur, mit ihr verwoben und von ihr abhängig.

Sophie Taeuber-Arp – eine Wegweiserin der Klassischen Moderne

Last Minute: Paula Modersohn-Becker 2

Kunstbetrachtung im Dialog

 

Samstag, 27. August 2022 – Arp Museum Bahnhof Rolandseck

In der Ausstellung „Das sind meine modernen Frauen. Tausche Monet gegen Paula Modersohn-Becker“ *

 

16:00 bis 17:30 Uhr

 

Kosten: € 16,50 pro Person zzgl. ermäßigter Museumseintritt
Anmeldungen ab sofort – Sie erhalten eine Anmeldebestätigung
Stichwort „Paula Last Minute 2“ bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: kurz vor 16:00 Uhr im Kassenbereich des Museums

aus dem Ankündigungstext des Museums:

Die Kunstkammer Rau bietet dieses Jahr ein Sammlungstreffen der besonderen Art. 20 Werke der Sammlung Rau für UNICEF treten in Dialog mit 35 Highlights der Sammlung Roselius der Museen Böttcherstrasse, Paula Modersohn-Becker Museum sowie vier weiteren Werken der Paula Modersohn-Becker Stiftung. Dem gesellt sich die Künstlerin Berlinde de Bruyckere mit drei markanten Arbeiten hinzu. So bildet sich ein energetisches Kraftfeld rund um die Ausnahmekünstlerin Paula Modersohn-Becker, der diese Schau zentral gewidmet ist. Wie unter einem Brennglas lassen sich an ihrem Beispiel bahnbrechende Veränderungen in der Gesellschaft und Kunst um 1900 beobachten. Entschlossen, ‚geradeaus malend’ verfolgte sie ihren Weg unbeirrt jeder Kritik – ein durchaus aktuelles ‚role model‘ für Frauen wie Männer bis in unsere Zeit.

Im Zentrum der Ausstellung stehen, neben bekannten Porträts, spektakuläre z. T. lebensgroße Aktdarstellungen Paula Modersohn-Beckers. Viele entstanden schon während ihres Studiums. Doch noch Jahre später griff sie immer wieder auf sie zurück und verarbeitete sie zu großen eindrucksvollen Leinwandbildern, die die natürliche Schönheit des Körpers feierten, die »große Einfachheit der Form«, wie sie es nannte.

Die Landschaften und Stillleben Paula Modersohn Beckers leben von der Kraft der Stille, die sie in der Weite der Moorlandschaft und in der alltäglichen Schönheit der Dinge fand. Daneben studierte sie intensiv die lichtvollen Gemälde der Spät-Impressionisten und Nabis. Insbesondere Maurice Denis war ein großer Impulsgeber für sie.

Einzigartig modern und richtungweisend ist die tiefe Verbundenheit der Malerin mit der Natur. Natürlichkeit war ihr oberstes Gebot – ob nun im Akt oder im Blick in die Landschaft. Nicht mahnend, sondern liebend suchte sie den Einklang und Gleichklang mit den Dingen und schilderte den Menschen als Teil der Natur, mit ihr verwoben und von ihr abhängig.

Sophie Taeuber-Arp – eine Wegweiserin der Klassischen Moderne

Ist das Museum noch zeitgemäß? – Wir befragen die Institution auf ihre Relevanz.

Der entschleunigte Blick nach vorn: Das Arp Museum im Dialog!

 

Donnerstag, 01. September 2022 – In der Ausstellung „Unwesen und Treiben“ und dem historischen Bahnhofsgebäude.*

 

17:00 bis 19:30 Uhr

 

Kosten: € 21,50 pro Person inkl. Museumseintritt
Anmeldungen ab sofort – Sie erhalten eine Anmeldebestätigung
Stichwort „Museum“ bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: kurz vor 17:00 Uhr im Kassenbereich des Museums

 

Ausgehend von einem gemeinsamen Besuch der aktuellen Ausstellung „Unwesen und Treiben“ möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen über die Institution Museum. Welche Relevanz hat diese „altehrwürdige“ Institution, die von den fürstlichen Sammlungen bis heute einem ständigen Wandel unterworfen ist und immer neu befragt werden will.

Nach einem kurzen Abriß der europäischen Museums-Geschichte möchte wir uns mit Ihnen über Ihre Erfahrungen und Beobachtungen, aber auch über Ihre Befürchtungen austauschen.

Dazu erscheint uns unser Format Der entschleunigte Blick nach vorn: Das Arp Museum im Dialog!, das in enger Kooperation mit der Abteilung Kunstvermittlung des Arp Museums Bahnhof Rolandseck entstanden ist, der passende Rahmen.

Auf einen anregenden Austausch freuen sich

Olaf Mextorf + Judith Graefe

Sophie Taeuber-Arp – eine Wegweiserin der Klassischen Moderne

Experimentalraum Museum: Sie sind gefragt!

Kunstbetrachtung im Dialog

 

Samstag, 10. September 2022 – Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Auf dem Weg zu einer Dauerausstellung für Arp und Taeuber-Arp*

 

11.30 bis 13:00 Uhr

Kosten: € 16,50 pro Person zzgl. ermäßigter Museumseintritt
Anmeldungen ab sofort – Sie erhalten eine Anmeldebestätigung
Stichwort „Einmischung 2 bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: kurz vor 11:30 Uhr im Kassenbereich des Museums

Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp – das wurde in den letzten 15 Jahren seit der Eröffnung des Museumsneubaus überdeutlich – sind durch ihre Werke, ihr Denken und ihre Präsenz mannigfach mit der Kunstgeschichte der Klassischen Moderne verküpft. Als Wegbereiter der organischen wie der geometrischen Abstraktion haben wir Hans Arp gemeinsam mit Barbara Hepworth und Henry Moore erlebt, im Dialog mit unterschiedlichsten zeitgenössischen Positionen und natürlich im Austausch mit Max Ernst, Salvadore Dalí und zuletzt Auguste Rodin.

Jedes Mal erwies sich sein Werk als singulär in ihrer optischen und gestalterischen Konzentration, der Offenheit für Assoziationen und einer einladenden Heiterkeit.

Jetzt präsentiert das Team des Arp Museums ein Gedankenspiel, eine Baustelle, einen Experimentalraum in dem wir uns mit gewohnt „entschleunigtem Blicke“ umsehen werden um teilzunehmen am Entstehungsprozess einer neuen Dauerausstellung mit den Werken von Hans Arp und Sophie Taueber-Arp. Es wird sicher eine ästhetische und gedankliche Herausforderung.

Und darauf freuen sich

Olaf Mextorf, Nicole Birnfeld + Judith Graefe

Sophie Taeuber-Arp – eine Wegweiserin der Klassischen Moderne

Zwischen Himmel und Hölle – Berlinde De Bruyckeres skulpturaler Kosmos

Kunstbetrachtung im Dialog

 

Samstag, 24. September 2022 – Arp Museum Bahnhof Rolandseck

In der Ausstellung „Berlinde De Bruyckere“ *

 

11:30 bis 13:00 Uhr

 

Kosten: € 16,50 pro Person zzgl. ermäßigter Museumseintritt
Anmeldungen ab sofort – Sie erhalten eine Anmeldebestätigung
Stichwort „Berlinde bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: kurz vor 11:30 Uhr im Kassenbereich des Museums

Über die Ausstellung:

Berlinde De Bruyckere (*1964, lebt und arbeitet in Gent, Belgien) gehört zu den bedeutendsten internationalen Bildhauerinnen der Gegenwart. Die zugleich faszinierenden und irritierenden Skulpturen der Künstlerin gehen den Betrachter*innen sprichwörtlich unter die Haut. Innerhalb ihres Schaffens spielt der Mensch eine übergeordnete Rolle. Dabei widmet sich die Künstlerin subtil und empathisch den physischen und seelischen Verwundungen ihrer ›Protagonist*innen‹. Die Körperhüllen berühren uns mit ihrer intensiven Versehrtheit, Verletzlichkeit und Melancholie und bewegen sich dabei zwischen Schönheit und Hässlichkeit, Vitalität und Tod, Harmonie und Deformation, Figürlichkeit und Abstraktion. Ihre Werke sind Zeugnisse sichtbarer und spürbarer Verwandlungsprozesse menschlichen Lebens.

Die Darstellung der menschlichen Figur unterliegt bei De Bruyckere grundlegend den klassischen Gestaltungsprozessen. Dabei spielt die Wahl des Materials Wachs, das gleich eines malerischen Vorgangs von ihr bearbeitet wird, für die Skulpturen in ihrer so realistischen Ausführung eine entscheidende Rolle. Dies wird auch bei ihrer Werkreihe der Körperfragmente zu einem bestimmenden Element, die oftmals stark deformiert und an fleischige Klumpen erinnernd, den Rezipient*innen ein hohes Maß an Unerschrockenheit und ästhetischem Wahrnehmungsvermögen abverlangen.

Die Unmittelbarkeit ihrer Werke erwächst aus den unterschiedlichen Körperhaltungen von Tänzer*innen, mit denen Berlinde De Bruyckere zusammenarbeitet. Allen voran der portugiesische Tänzer Romeu Runa, der im Zusammenhang mit ihren Werken im Arp Museum drei Tanz-Performances aufführen wird. Im Miteinander von Kunst und Tanz zeigt sich, wie Körperhaltungen zutiefst ergreifende innere Verfassungen offenbaren.

Eine besondere Bedeutung innerhalb ihres Werks kommt seit 1999 auch dem Pferd zu. Ihre Faszination gilt der Schönheit, der Beseeltheit und Stärke dieser Tiere. Die intensive Beschäftigung mit historischem Bildmaterial des Archivs des In Flanders Field Museum im belgischen Ypern, führte ihr das grausame millionenfache Schicksal der Pferde als Opfer auf den Schlachtfeldern Flanderns während des 1. Weltkriegs vor Augen.

Neben den kreatürlich-skulpturalen Werken und Zeichnungen, die parallel zu einzelnen Werkreihen entstanden sind, wird in der Ausstellung auch eine große textile Arbeit zu sehen sein. Gebrauchte und verwitterte Decken mit unterschiedlichen Mustern und Farben erinnern an abgenommene Fresken, die gleich einem Relief von der Künstlerin zueinander komponiert werden. Einst hat jede einzelne Decke Menschen geschützt und gewärmt. Sie sind Zeugnisse unbekannter Biografien menschlichen Lebens. Dieses stille und fragile Werk befriedet die offensive Intensität von Berlinde De Bruyckeres skulpturalem Kosmos.

Dabei verwandeln die lichtdurchfluteten Räume von Richard Meiers Neubau als Zwischenreich zwischen Himmel und Erde einmal mehr das Erschreckende in das Schöne und Erhabene.

Verbundenheit der Malerin mit der Natur. Natürlichkeit war ihr oberstes Gebot – ob nun im Akt oder im Blick in die Landschaft. Nicht mahnend, sondern liebend suchte sie den Einklang und Gleichklang mit den Dingen und schilderte den Menschen als Teil der Natur, mit ihr verwoben und von ihr abhängig.

Sophie Taeuber-Arp – eine Wegweiserin der Klassischen Moderne

Der ständige Wandel als Prinzip allen Lebens – Unwesen und Treiben

Der entschleunigte Blick nach vorn: Das Arp Museum im Dialog!

 

Donnerstag, 06. Oktober 2022 – In der Ausstellung „Unwesen und Treiben“ und dem historischen Bahnhofsgebäude.*

 

17:00 bis 19:30 Uhr

 

Kosten: € 21,50 pro Person inkl. Museumseintritt
Anmeldungen ab sofort – Sie erhalten eine Anmeldebestätigung
Stichwort „Unwesen“ bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: kurz vor 17:00 Uhr im Kassenbereich des Museums

 

An dieser Stelle möchte wir Ihnen ein weiteres neues Format vorstellen: Der entschleunigte Blick nach vorn: Das Arp Museum im Dialog! ist in *enger Kooperation mit der Abteilung Kunstvermittlung des Arp Museums Bahnhof Rolandseck entstanden.

Anlaß für diese neue Reihe ist das 15jährige Jubiläum des Arp Museums, das wir mit dieser Reihe begleiten möchten. An jedem ersten Donnerstag im Monat werden wir zunächst einen entschleunigten Blick in die aktuellen Ausstellungen, bzw. die Architektur des Hauses werfen. Anschließend finden wir uns im Nordsaal des historischen Bahnhofs ein, wo wir – unterstützt durch eine Powerpoint-Präsentation – Aspekte unseres Rundgangs im Gespräch mit Ihnen vertiefen möchten.

Das Team des Arp Museums präsentiert ein Gedankenspiel, eine Baustelle, einen Experimentalraum in dem wir uns mit gewohnt „entschleunigtem Blicke“ umsehen werden um teilzunehmen am Entstehungsprozess einer neuen Dauerausstellung mit den Werken von Hans Arp und Sophie Taueber-Arp. Es wird sicher eine ästhetische und gedankliche Herausforderung.

Und darauf freuen sich

Olaf Mextorf, Nicole Birnfeld + Judith Graefe

 

aus der Museumsankündigung:

Bis heute begeistern Sophie Taeuber-Arp und Hans Arp unsere Besucher*innen und Fans der klassischen Moderne auf der ganzen Welt. Getreu dem Arp‘schen Motto »Achtung, Achtung, Achtung. Sensation, Position, Halluzination.« stellen wir die innovative Strahlkraft des Paars in den Mittelpunkt unserer Ausstellungen.

Nach 15 Jahren, in denen die bahnbrechenden Werke in unterschiedlichen Konstellationen und im Dialog mit vielfältigen künstlerischen Positionen in Rolandseck zu sehen waren, richten wir für Sophie und Hans ein neues Zuhause ein. Ab 2023 gilt es die künstlerischen Prinzipien beider Künstler*innen und ihre ungebrochene Aktualität in unserer neuen Dauerausstellung zu entdecken.

Doch wie sieht ein solches Zuhause zweier Pionier*innen der Abstraktion aus? Welche Räume des Austausches, Staunens und Lernens benötigen wir? Wie streichen wir die Wände und welche Kunstwerke hängen wir auf? Welche imaginären Räume können und möchten wir eröffnen?

Die Baumeister*innen, das Team des Museums, werden hierbei vor so manche Herausforderungen gestellt – denken, ordnen, diskutieren, hören, sehen und verorten. Wie mit Nägeln, Hammer und Säge errichten wir bereits jetzt in Gedanken eine neue Heimat für unsere Hauspatron*innen. Dabei beschäftigen uns Fragen wie: Halten unsere Überlegungen den künstlerischen Leitlinien stand? Ist das Fundament der Ideen tief genug? Und welche weiteren historischen und auch zeitgenössischen Balken benötigt die Ausstellung für die Statik?

Sophie Taeuber-Arp – eine Wegweiserin der Klassischen Moderne

Von Bestien und Schmusetieren: Tierisch was los im Arp Museum!

Kunstbetrachtung im Dialog

 

Samstag, 15. Oktober 2022 – Arp Museum Bahnhof Rolandseck

In der Ausstellung „Tierisch was los! Tiere und ihre Menschen“ in der Kunstkammer Rau. *

 

11:30 bis 13:00 Uhr

 

Kosten: € 16,50 pro Person zzgl. ermäßigter Museumseintritt
Anmeldungen ab sofort – Sie erhalten eine Anmeldebestätigung
Stichwort „tierisch bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: kurz vor 11:30 Uhr im Kassenbereich des Museums

aus dem Ankündigungstext des Museums:

In der zweiten Jahreshälfte 2022 ist in der Kunstkammer Rau »tierisch was los!« Denn in vielen Gemälden und Skulpturen der Sammlung Gustav Raus kräht, bellt und grunzt es. Ab September heißt es: Leine los, jetzt wird die Tierwelt vom Mittelalter bis in die Neuzeit entfesselt.

Mythische Tierwesen und gezähmte Kreaturen sind zentrale Gestalten in Religion und Volksglauben. Mal sind sie geistiger Ahnherr, helfender Gott, verfluchter Dämon oder symbolische Stellvertreter*innen des Menschen. In ihnen spiegelt sich die traditionell enge Bindung zwischen Tier und Mensch. Diese Bindung ist ambivalent, geprägt von Liebe und Furcht, von kompromissloser Inbesitznahme und der Akzeptanz eines nützlichen Helfers an menschlicher Seite. Beispielhaft werden einige dieser Helfer vorgestellt: Milchkühe, Schafe, Pferde und Hühner treten ins Rampenlicht der Bildbühnen.

Das nicht gezähmte Wildtier bleibt dagegen Beute. Frisch erlegt, apportiert vom treuen Jagdhund wird es von Barock-Maler*innen festgehalten, um den höfischen Jagdsport und seine Erfolge zu demonstrieren. Mehr und mehr emanzipiert sich der individuelle Hund vom anonymen Rudel, wird zum engsten Begleiter und schließlich im 18. Jahrhundert zum Freund des Menschen. Diente der Windhund in klassischen Porträts dem Jagdherrn als Ausweis seines Adels, sitzt er nun als Gefährte auf Tisch und Bank nahezu gleichberechtigt neben ihm.

Mit der Revolution der Wissenschaft in der Aufklärungszeit erhält die Tier-Mensch-Beziehung erneut einen gewaltigen Schub. Vom sezierten oder studierten Objekt wird das Tier zum Darwin‘schen Ich, wird plötzlich in uns selbst entdeckt. Forscher*innen wie Künstler*innen erkunden tierisch-menschliche Analogien.

Doch auch die andere Seite der Beziehung zwischen Tier und Mensch wird beleuchtet, die Entindividualisierung des Tieres. Als verführerische Fischplatte in schillernd bunten Farben oder als fetter Schinken besetzt das getötete Tier die Bildfläche, als aufgespießtes Objekt dient es menschlicher Gier und Neugier. Es ist eine Kunst voll morbiden Charmes, die die menschlichen Genüsse demonstriert, welche dem Tier Schmerz und Leid verursachten. Gesichtslos, fragmentiert wird es zur Ware. Die Kunstwerke der Sammlung Rau für UNICEF erzählen diese wechselvollen Geschichten von Tier und Mensch bis in unsere heutige Zeit.

Sophie Taeuber-Arp – eine Wegweiserin der Klassischen Moderne

Tierisch was los!

Kunstbetrachtung im Dialog

 

Samstag, 19. November 2022 – Arp Museum Bahnhof Rolandseck

In der Ausstellung „Tierisch was los! Tiere und ihre Menschen“ in der Kunstkammer Rau. *

 

11:30 bis 13:00 Uhr

 

Kosten: € 16,50 pro Person zzgl. ermäßigter Museumseintritt
Anmeldungen ab sofort – Sie erhalten eine Anmeldebestätigung
Stichwort „tierisch 2 bitte auf dem Anmeldeformular angeben
Anmeldeformular
Treffpunkt: kurz vor 11:30 Uhr im Kassenbereich des Museums

aus dem Ankündigungstext des Museums:

In der zweiten Jahreshälfte 2022 ist in der Kunstkammer Rau »tierisch was los!« Denn in vielen Gemälden und Skulpturen der Sammlung Gustav Raus kräht, bellt und grunzt es. Ab September heißt es: Leine los, jetzt wird die Tierwelt vom Mittelalter bis in die Neuzeit entfesselt.

Mythische Tierwesen und gezähmte Kreaturen sind zentrale Gestalten in Religion und Volksglauben. Mal sind sie geistiger Ahnherr, helfender Gott, verfluchter Dämon oder symbolische Stellvertreter*innen des Menschen. In ihnen spiegelt sich die traditionell enge Bindung zwischen Tier und Mensch. Diese Bindung ist ambivalent, geprägt von Liebe und Furcht, von kompromissloser Inbesitznahme und der Akzeptanz eines nützlichen Helfers an menschlicher Seite. Beispielhaft werden einige dieser Helfer vorgestellt: Milchkühe, Schafe, Pferde und Hühner treten ins Rampenlicht der Bildbühnen.

Das nicht gezähmte Wildtier bleibt dagegen Beute. Frisch erlegt, apportiert vom treuen Jagdhund wird es von Barock-Maler*innen festgehalten, um den höfischen Jagdsport und seine Erfolge zu demonstrieren. Mehr und mehr emanzipiert sich der individuelle Hund vom anonymen Rudel, wird zum engsten Begleiter und schließlich im 18. Jahrhundert zum Freund des Menschen. Diente der Windhund in klassischen Porträts dem Jagdherrn als Ausweis seines Adels, sitzt er nun als Gefährte auf Tisch und Bank nahezu gleichberechtigt neben ihm.

Mit der Revolution der Wissenschaft in der Aufklärungszeit erhält die Tier-Mensch-Beziehung erneut einen gewaltigen Schub. Vom sezierten oder studierten Objekt wird das Tier zum Darwin‘schen Ich, wird plötzlich in uns selbst entdeckt. Forscher*innen wie Künstler*innen erkunden tierisch-menschliche Analogien.

Doch auch die andere Seite der Beziehung zwischen Tier und Mensch wird beleuchtet, die Entindividualisierung des Tieres. Als verführerische Fischplatte in schillernd bunten Farben oder als fetter Schinken besetzt das getötete Tier die Bildfläche, als aufgespießtes Objekt dient es menschlicher Gier und Neugier. Es ist eine Kunst voll morbiden Charmes, die die menschlichen Genüsse demonstriert, welche dem Tier Schmerz und Leid verursachten. Gesichtslos, fragmentiert wird es zur Ware. Die Kunstwerke der Sammlung Rau für UNICEF erzählen diese wechselvollen Geschichten von Tier und Mensch bis in unsere heutige Zeit.